Bachelorarbeit, 2016
68 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Der Auftrag der Bildung und aktuelle Probleme der Bildungswissenschaft
2.1 Aktuelle Problemfelder
2.1.1 Globalisierung
2.1.2 Werteverlust durch Individualisierung
2.1.3 Schutz der Demokratie und der Menschenrechte
2.1.4 Gewalt
2.1.5 Heterogenität der Schüler und Inklusion
2.1.6 Veränderte Kindheit: Stress, Ängste
2.2 Neue bildungspädagogische Ansätze
2.2.1 Die emanzipatorische Erziehungswissenschaft
2.2.2 Vom Lehren zum Lernen: verständnisorientiertes Lernen
2.2.3 Das globale Lernen
2.2.4 Der schülerorientierte Unterricht; die Gestaltpädagogik
2.2.5 Die Individualpädagogik
2.2.6 Verständnisintensives Lernen
2.3 Schulpädagogik
2.3.1 Methodik
2.4 Zusammenfassung
3. Überblick über die buddhistische Lehre
3.1 Buddhistisches Welt- und Menschenbild
3.2 Der Begriff Achtsamkeit im Buddhismus
4. Achtsamkeit in der westlichen Welt
4.1 Westliche Begriffsdefinitionen und Modelle
4.1.1 Das Modell von Kabat-Zinn MBSR
4.1.2 Das Modell von Shapiro
4.1.3 Die Achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie (MBCT)
4.1.4 Freeze-Frame Meditation von Doc Childre.
4.1.5 Das »Cultivating Emotional Balance Program« (CEB)
4.2 Achtsamkeit im Blick der Forschung
5. Achtsamkeit in der Bildungswissenschaft
5.1 Aktuelle Umsetzungsformen und Forschungsergebnisse
5.1.1 Freundlichkeitscurriculum von Davidson.
5.1.2 Das Projekt »Cultivating emotional Balance«
5.1.3 Mindfulness in Schools Project
5.1.4 Mindful schools program
5.1.5 Move-into-learning
5.1.6 Mind up
5.1.7 Konzepte für die Schule in der Schweiz
5.1.8 Das Bielefelder Projekt
5.1.9 Der Ansatz von Fr. Kaltwasser
5.1.10 . Die Schulung von Achtsamkeit nach Thich Nhat Hahn
5.1.11 Meditieren mit Kindern für Kindergarten und Grundschule
5.2 Ergebnisse der Forschung im Bildungsbereich
5.2.1 Forschung des Center for Investigating Healthy Minds.
5.2.2 Untersuchung von Black und Fernando
5.2.3 Studie von Klatt et al.
5.2.4 Erforschung des Mindfulness in Schools Program (MiSP)
5.2.5 Deutsche Forschungsergebnisse
5.3 Probleme und Grenzen
5.3.1 Probleme, die aus der Achtsamkeitspraxis heraus entstehen können (»Nebenwirkungen«)
5.3.2 Probleme, die aus der Umsetzung vom Buddhistischen ins Westliche entstehen können
6. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Relevanz des buddhistischen Begriffs „Achtsamkeit“ für die heutige Bildungswissenschaft und analysiert Möglichkeiten der praktischen Umsetzung im Schulsystem zur Persönlichkeitsentwicklung und zur Bewältigung aktueller bildungspolitischer Herausforderungen.
1. Einleitung
Wir erleben heute eine veränderte Welt, die die Bildungswissenschaft vor neuen Aufgaben stellt. Einerseits entsteht ein vorwiegend mechanistisches Weltbild. Quantenphysiker wie Hans-Peter Dürr sprechen von der Verdrängung der geistigen Dimension unserer Existenz in der modernen Welt und beschreiben dies als einen schwerwiegenden Verlust (ebds., 2012, S. 15). In dieser Zeit der Technologisierung ist die Frage der Zukunftsfähigkeit der Menschheit zentral. Um Zukunft zu gewährleisten, braucht es neue Impulse. In einer Welt, die weder friedlich noch gerecht ist, trägt der Mensch die Verantwortung für diese (ebds., S. 15ff.). Durch die machbare Vernetzung über große Entfernungen und Zeiträume hinweg entstehen heute aber auch neue menschliche Gemeinschaften. Hierfür ist die Überwindung von Angst vor dem Fremden notwendig. So kann ein großes Potential an Kreativität bei der Lösung der aktuellen Probleme entfaltet werden (Hüther und Spannbauer, 2012, S. 125). Durch die gezielte Förderung der sozialen Kompetenzen, aber auch durch die Stärkung entsprechender Werte könnte dieser Weg bereitet werden.
Andererseits befinden wir uns in einer Zeit der Globalisierung. Die Flüchtlingsproblematik stellt die Demokratie vor neue Herausforderungen. Die Demokratie befindet sich heute mehr denn je im Spannungsfeld zwischen dem Wohl des Einzelnen und den Menschenrechten eines jeden Menschen auf dieser Welt einerseits und dem Allgemeinwohl andererseits. Allen Bildungsanstrengungen zum Trotz erleben wir heute ein Wiederaufleben faschistischer und rassistischer Ideologien. Daher stellt sich die Frage, was kann Bildung noch tun, um die Sicherung der Menschenrechte durch Demokratie zu gewährleisten, und zu verhindern, dass Hass und Verachtung Teil der Kultur bleiben.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen der modernen Welt an die Bildung und führt in die Forschungsfrage zur Bedeutung von Achtsamkeit im Schulsystem ein.
2. Der Auftrag der Bildung und aktuelle Probleme der Bildungswissenschaft: Dieses Kapitel analysiert aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen wie Globalisierung und Werteverlust sowie neue reformpädagogische Ansätze, die der Bildung als Auftrag dienen.
3. Überblick über die buddhistische Lehre: Hier werden das buddhistische Menschenbild sowie der philosophische Ursprung und die meditative Praxis der Achtsamkeit dargelegt.
4. Achtsamkeit in der westlichen Welt: Es wird dargestellt, wie Achtsamkeit im Westen definiert, in Modelle wie MBSR überführt und wissenschaftlich erforscht wird.
5. Achtsamkeit in der Bildungswissenschaft: Dieser Hauptteil beschreibt die Implementierung von Achtsamkeit in Bildungsprozesse, stellt verschiedene Programme vor und diskutiert Forschungsergebnisse sowie Grenzen der Anwendung.
6. Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel resümiert die Relevanz der Achtsamkeit für das Schulsystem und gibt einen Ausblick auf notwendige weitere Forschung.
Achtsamkeit, Bildungswissenschaft, buddhistische Ethik, Schule, Persönlichkeitsentwicklung, Meditation, Globalisierung, soziale Kompetenzen, Inklusion, Stressbewältigung, Reformpädagogik, emotionale Regulation, Werteerziehung, schulischer Alltag, Forschung.
Die Arbeit untersucht, ob und wie der ursprünglich buddhistische Begriff der Achtsamkeit in der heutigen Bildungswissenschaft und insbesondere im Schulsystem Anwendung finden kann.
Zentrale Themen sind der Bildungsauftrag in einer globalisierten Welt, die buddhistische Lehre als Ursprung der Achtsamkeit, westliche Adaptionen von Achtsamkeitsmodellen sowie die Erforschung von Achtsamkeitsprogrammen in Schulen.
Ziel ist es zu klären, inwiefern Achtsamkeit zur Persönlichkeitsentwicklung von Schülern beitragen kann und wie sie pädagogisch sinnvoll in den Schulalltag integriert werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der kritischen Sichtung aktueller bildungswissenschaftlicher sowie psychologischer Forschungsergebnisse.
Der Hauptteil befasst sich mit der Transformation buddhistischer Achtsamkeitslehren in westliche Modelle sowie mit der detaillierten Vorstellung und Analyse verschiedener Achtsamkeitsprogramme in Schulen und deren Auswirkungen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Achtsamkeit, Bildungswissenschaft, Persönlichkeitsentwicklung, soziale Kompetenzen und ethische Pädagogik charakterisiert.
Die Arbeit stellt fest, dass bei Kindern bislang keine gravierenden Nebenwirkungen bekannt sind, mahnt jedoch zur Vorsicht und betont die Notwendigkeit von gut geschulten Lehrkräften.
Die ethische Komponente ist zentral, da Achtsamkeit im buddhistischen Sinne moralische Werte wie Empathie und Mitgefühl einschließt, was in einem säkularen Schulkontext eine besondere Herausforderung bei der Umsetzung darstellt.
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