Bachelorarbeit, 2010
32 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
2 Die frühere Geschichte
2.1 Palästina im Osmanischen Reich
2.2 Der erste Weltkrieg und das britische Mandat
3 Die Ursprünge des Konflikts zwischen Arabern und Juden um Palästina
3.1 Der europäische Antisemitismus und die jüdische Einwanderung – Zionismus
3.2 Die demographische Entwicklung
3.3 Die Gründung des Staates Israel
3.4 Der Sechstage Krieg und seine Folgen
3.5 Der Beginn israelischer Siedlungspolitik
3.6 Wasser
4 Die Rolle der EU im Friedensprozess
4.1 „Mediation“ Begriffserklärung
4.2 Bedingungen für den Erfolg von Mediation
4.3 Erste europäische Positionsbestimmung
4.4 Der Osloer Friedensprozess
4.5 Die EU-Unterstützung für den Nahost-Friedensprozess nach Oslo
4.6 Deklaratorische Politik- wichtige EU-Deklarationen zur Situation im Nahen Osten
4.7 Die EU als Teil des Nahost-Quartetts
5 Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht das Engagement und die Rolle der Europäischen Union als Akteur im Nahostkonflikt. Ziel ist es, die historischen Ursachen der Auseinandersetzung zu beleuchten und kritisch zu hinterfragen, welchen Einfluss die EU durch ihre Vermittlungsbemühungen, finanzielle Unterstützung und diplomatische Deklarationen auf den Friedensprozess ausüben konnte.
3.1 Der europäische Antisemitismus und die jüdische Einwanderung – Zionismus
Der Antisemitismus blickt auf eine lange Geschichte zurück. Die Juden wurden als „Gottesmörder“ bereits im Mittelalter im christlichen Europa mit Hass verfolgt. Infolge des anwachsenden Antisemitismus fand die zionistische Bewegung statt. Der Zionismus wurde kurz vor Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts von dem jüdischen Wiener Journalisten Theodor Herzl als politisches Programm entworfen. 1896 veröffentlichte Herzl sein Werk „Der Judenstaat“. Darin erklärt er, warum, wie und wo Juden einen eigenen Staat gründen sollten. „Palästina ist unsere unvergessliche historische Heimat. Dieser Name allein wäre ein gewaltig ergreifender Sammelruf für unser Volk. […] Wir würden als neutraler Staat im Zusammenhang mit ganz Europa bleiben, das unsere Existenz garantieren müsste“.
Zionisten nannten sich Juden, die in Palästina einen eigenen Staat gründen wollten. Zu Beginn der achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts hatte schon die erste Alija, das heißt Auswanderung von Juden nach Palästina stattgefunden. Sie erregte kein besonderes Aufsehen, auch nicht bei der autochthonen Bevölkerung, ebenso wenig die zweite Einwanderungswelle. Die ersten Wellen brachten insgesamt ca. 95000 Menschen nach Palästina viele von ihnen waren auf der Flucht vor Pogromen in Osteuropa und Russland.
Durch Landkäufe begannen die Einwanderer sich, eine Existenz zu sichern; ab 1879 wurden sie darin vom zionistischen Weltkongress in Basel unterstützt. Erst Mitte der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts begann sich der Wiederstand der arabischen Seite gegen die Neuankömmlinge zu regen. Die Hoffnung der Zionisten, in Palästina eine demographische Überlegenheit zu erreichen, was als wesentliche Vorbedingung für eine politische Dominanz betrachtet wurde, erhielt durch die Balfour-Erklärung von 1917 erheblichen Aufschwung.
1 Einleitung: Die Einleitung skizziert die historische Verantwortung Europas im Nahostkonflikt und benennt die zentralen Forschungsfragen hinsichtlich der Ursachen des Konflikts und der Rolle der EU.
2 Die frühere Geschichte: Dieses Kapitel behandelt die religiöse und historische Bedeutung der Region von der Antike bis zum Ende des Osmanischen Reiches.
3 Die Ursprünge des Konflikts zwischen Arabern und Juden um Palästina: Es wird die Entstehung des Zionismus, die demographische Entwicklung sowie die Gründung Israels und die Folgen der kriegerischen Auseinandersetzungen analysiert.
4 Die Rolle der EU im Friedensprozess: Der Hauptteil untersucht theoretische Grundlagen der Mediation und die praktische Umsetzung europäischer Nahostpolitik von den ersten Erklärungen bis zur Arbeit im Nahost-Quartett.
5 Fazit: Das Fazit resümiert die EU-Nahostpolitik und konstatiert kritisch den Status der Europäischen Union als Akteur, der primär als Finanzier („payer“) statt als gestaltender politischer Akteur („player“) wahrgenommen wird.
Israel, Palästina, Europäische Union, Nahostkonflikt, Mediation, Friedensprozess, Zionismus, Siedlungspolitik, Osloer Abkommen, Nahost-Quartett, Geopolitik, Demokratie, Menschenrechte, Außenpolitik, Balfour-Erklärung
Die Arbeit analysiert die Verwicklung Europas in den Nahostkonflikt sowie die Wirksamkeit der Bemühungen der Europäischen Union, als Vermittler zwischen Israelis und Palästinensern zu agieren.
Die Arbeit deckt die historischen Ursprünge des Konflikts, die Entwicklung der israelischen Siedlungspolitik, die Wasserproblematik sowie die diplomatischen und finanziellen EU-Initiativen ab.
Das Ziel besteht darin, die Rolle und das Engagement der EU im Nahostkonflikt darzustellen und zu bewerten, inwieweit die EU einen Einfluss auf eine dauerhafte Friedenslösung nehmen konnte.
Die Arbeit basiert auf einer politikwissenschaftlichen Analyse, die theoretische Konzepte der Mediation (nach Bercovitch) mit einer historischen und deskriptiven Betrachtung politischer Dokumente verbindet.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der europäischen Nahostpolitik, beginnend mit ersten Positionierungen in den 70er Jahren über das Osloer Abkommen bis hin zur Kooperation im Nahost-Quartett.
Zentrale Begriffe sind Israel, Palästina, Europäische Union, Nahostkonflikt, Mediation und Friedensprozess.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die EU zwar massiv in den Aufbau palästinensischer Strukturen investiert hat, jedoch an politischem Einfluss mangelt, da die USA die Führungsrolle beanspruchen und die EU oft in ihren Handlungsspielräumen begrenzt bleibt.
Wasser ist im Nahen Osten eine knappe und strategisch kritische Ressource; ihre Kontrolle dient als Machtinstrument und ist ein zentraler Streitpunkt, der die Eskalation des Konflikts maßgeblich mit beeinflusst.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

