Bachelorarbeit, 2015
113 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Der Privatanleger
2.1.1 Abgrenzung zum institutionellen Anleger
2.1.2 Präferenzen & Erwartungsnutzentheorie
2.1.3 Verhalten der Anleger
2.1.3.1 Rationalität
2.1.3.2 Behavioral Finance & Prospect Theory
2.2 Faktor Investment
2.2.1 Entwicklung des Faktor Investments
2.2.2 Was sind Faktoren?
2.2.3 Faktor Investment Strategien
2.2.4 Indizes & Fonds – Möglichkeiten für Privatanleger
2.3 Faktoren
2.3.1 Marktrisiko
2.3.2 Inflation
2.3.3 Momentum
2.3.4 Volatilität
3 Empirische Untersuchung
3.1 Design der Umfrage
3.1.1 Wahl der Empirie
3.1.2 Ziele der Umfrage
3.1.3 Aufbau des Fragebogens
3.1.4 Inhalt des Fragebogens
3.1.5 Durchführung der Umfrage
3.2 Empirische Ergebnisse
3.2.1 Methodik
3.2.2 Deskriptive Darstellung
3.3 Analyse der Ergebnisse
3.3.1 Methodik
3.3.2 Hypothesenuntersuchung
3.4 Kritische Würdigung
4 Zusammenfassung
Diese Arbeit untersucht das Faktor Investment aus der Perspektive des Privatanlegers, da die bisherige Literatur primär auf institutionelle Investoren fokussiert ist. Das zentrale Ziel ist es, die Präferenzen von Privatanlegern gegenüber verschiedenen Investmentfaktoren empirisch zu erfassen und zu analysieren, inwieweit Faktoren das tatsächliche Investmentverhalten beeinflussen.
2.2.2 Was sind Faktoren?
Als einführendes Beispiel zur Verdeutlichung der Wirkungsweise von Faktoren wird eine Analogie, beschrieben von Ang/Kjaer (2012), vorgestellt. Ang/Kjaer (2012) bedienen sich einer Analogie zwischen Nahrung und derer Nährwerten, um die Beziehung zwischen Wertpapieren und Faktoren zu erläutern.60
Demnach nimmt ein Individuum zwar Nahrung zu sich, essentiell wichtig sind jedoch die in der Nahrung enthaltenen Nährwerte wie z. B. Kohlenhydrate, Proteine und Fette.61 Die Nahrung besteht somit aus einem Bündel verschiedener Nährwerte. Die Zusammensetzung der Nährwerte als Eigenschaft von Nahrung bestimmt letztendlich die Nahrung. Parallel dazu besteht auch ein Wertpapier aus einem Bündel verschiedener Faktoren. Jeder Faktor steht dabei für eine Eigenschaft des Wertpapiers. Die Zusammensetzung des Bündels der zugrunde liegenden Faktoren als Eigenschaft eines Wertpapiers bestimmt folglich das Wertpapier, dessen Rendite und dessen Risiko. Faktoren verhalten sich zu Wertpapieren, wie sich Nährwerte zu Nahrung verhalten.62 Nicht das Wertpapier an sich ist für das Faktor Investment relevant, sondern die zugrunde liegenden Faktoren.63
Ein Faktor lässt sich „als Eigenschaft vorstellen, die sich auf eine Gruppe von Wertpapieren bezieht, (...) ihre Performance und ihr Risiko erklärt“.64 Faktoren werden spätestens seit der Veröffentlichung des CAPM wissenschaftlich erforscht, um die Faktoren zu identifizieren, die eine große Erklärungskraft für Wertpapierrenditen besitzen, über einen langen Zeitraum Bestand haben und auf ein großes Spektrum von Wertpapieren zutreffen.65
1 Einleitung: Die Einleitung umreißt die wachsende Bedeutung des Faktor Investments und begründet den Fokus auf Privatanleger als Zielgruppe der Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Abgrenzung zwischen Privat- und institutionellen Anlegern, führt in die Nutzentheorie und Behavioral Finance ein und stellt die Konzepte sowie gängige Strategien des Faktor Investments dar.
3 Empirische Untersuchung: Das empirische Hauptkapitel beschreibt das Design und die Durchführung einer Umfrage unter Privatanlegern, analysiert die erhobenen Daten mittels statistischer Signifikanztests und bewertet die Ergebnisse kritisch.
4 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die zentralen Erkenntnisse der Arbeit und unterstreicht die Rolle des Faktor Investments für die Zukunft des Privatanleger-Segments.
Faktor Investment, Privatanleger, Marktrisiko, Inflation, Momentum, Volatilität, Behavioral Finance, Prospect Theory, Risikobereitschaft, Wertpapier, Rendite, Portfoliomanagement, ETF, Faktor-Indizes, empirische Untersuchung.
Die Arbeit analysiert das Thema "Factor Investing" und dessen Relevanz für Privatanleger, wobei ein besonderer Fokus auf deren individuellen Präferenzen und Entscheidungsprozessen liegt.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung des Faktor Investments, die Rolle psychologischer Faktoren (Behavioral Finance) bei der Anlageentscheidung sowie die empirische Analyse spezifischer Faktoren wie Marktrisiko, Inflation, Momentum und Volatilität.
Das primäre Ziel ist es, die Präferenzen von Privatanlegern gegenüber verschiedenen Faktoren zu erfassen und zu ermitteln, welche dieser Faktoren den Entscheidungsprozess maßgeblich beeinflussen.
Der Autor führt eine empirische Umfrage unter Privatanlegern durch. Die statistische Auswertung der Daten erfolgt mithilfe von Signifikanztests (t-Test, Mann-Whitney-U-Test, Chi-Quadrat-Test), um Hypothesen über das Anlegerverhalten zu prüfen.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Abschnitt, der Modelle wie das CAPM und die Prospect Theory einführt, und einen empirischen Abschnitt, in dem die Umfragedaten ausgewertet werden.
Wichtige Begriffe sind Faktor Investment, Privatanleger, Behavioral Finance, Marktrisiko, Inflation, Momentum, Volatilität und Risikobereitschaft.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Volatilität den stärksten Einfluss auf die Entscheidungsfindung der untersuchten Privatanleger hat.
Die Analyse ergab, dass Privatanleger keine signifikanten Unterschiede in der Bewertung zwischen hoher und niedriger Inflation aufweisen, was gegen das vermutete irrationale Verhalten in diesem spezifischen Kontext spricht.
Die Untersuchung deutet darauf hin, dass jüngere Anleger im Vergleich zu älteren Anlegern eine stärkere Präferenz für hohe Beta-Faktoren (höheres Risiko) aufweisen.
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