Masterarbeit, 2012
103 Seiten, Note: 1
Einleitung
Teil I
1 Begriffsdefinition Kindeswohlgefährdung
1.1 Kindesmisshandlung und Kindesvernachlässigung
1.1.1 Arten der Kindesmisshandlung
1.1.1.1 Physische Kindesmisshandlung
1.1.1.2 Psychische Kindesmisshandlung
1.1.1.3 Sexueller Missbrauch
1.1.2 Arten der Kindesvernachlässigung
1.1.2.1 Körperliche Vernachlässigung
1.1.2.2 Emotionale Vernachlässigung
1.1.2.3 Kognitive Vernachlässigung
1.1.2.4 Soziale Vernachlässigung
2 Kindliche Entwicklung und Bedürfnisse
2.1 Kindliche Entwicklung nach Erikson
2.2 Kindliche Bedürfnisse
2.2.1 Physiologische Bedürfnisse und Erkenntnisse aus der Neurobiologie
2.2.2 Bedürfnis nach Schutz und Sicherheit – Bowlby’s Bindungstheorie
2.2.3 Bedürfnis nach Verständnis und sozialer Bindung
2.3 Mögliche Folgen und Entwicklungsdefizite bei Missachtung und Verwehrung
3 Begriffsdefinition Gewalt
3.1 Zirkel der Gewalt und Viktimologie
4 Bekannte Risikofaktoren
4.1 Kindheitserfahrungen der Eltern
4.2 Beziehungsmuster zwischen Eltern und Kindern
4.3 Psycho-soziale Risikofaktoren
4.3.1 Armut
4.3.2 Suchtproblematik und Gewalt
4.3.3 Mangelnde Bildung
4.3.4 Mehr-Kind-Familien und Familien mit Migrationshintergrund
4.3.5 Junge Mütter und Alleinerzieher – mangelhafte soziale Ressourcen
4.3.6 Soziale Isolation
4.3.7 Psychisch kranke Eltern
4.3.8 Krankes/schwieriges Kind
4.4 Schutzfaktoren als Risikopuffer
5 Kindeswohlgefährdung im Burgenland
5.1 Gesetzliche Grundlagen
5.2 Jugendwohlfahrt im Burgenland
5.3 Diagnoseverfahren zur Einschätzung von Risikofaktoren
5.4 Maßnahmen der Jugendwohlfahrt bei Kindeswohlgefährdung
6 Methode
6.1 Forschungsfragen
6.2 Systemabgrenzung
6.3 Stichprobe
6.4 Untersuchungsmethode
6.5 Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring
7 Auswertung der qualitativen Studie
7.1 Begriffsdefinitionen im Arbeitsalltag burgenländischer Sozialarbeiterinnen
7.1.1 Kindeswohlgefährdung
7.1.2 Kindesmisshandlung und Kindesvernachlässigung
7.1.3 Der Zeitpunkt für erste Maßnahmen gegen Kindeswohlgefährdung
7.1.4 Bekannte Risikofaktoren für Kindeswohlgefährdung
7.2 Risikofaktoren und der Umgang mit Risikofaktoren laut Expertinnen
7.2.1 Risikofaktoren und ihre Häufigkeit
7.2.2 Theorien der Expertinnen über die Häufigkeit von Risikofaktoren
7.2.3 Risikofaktoren mit hohem Kindeswohlgefährdungspotenzial
7.2.4 Risikofaktoren und Fremdunterbringung
7.2.5 Sekundäre Präventivmaßnahmen
7.2.6 Tertiäre Präventivmaßnahmen und Handlungen bei Kindeswohlgefährdung
7.2.6.1 Handlungen bei Gefährdung durch Kindheitserfahrungen der Eltern
7.2.6.2 Handlungen bei Gefährdung durch Eltern-Kind-Beziehung
7.2.6.3 Handlungen bei Gefährdung durch Armut
7.2.6.4 Handlungen bei Gefährdung durch mangelnde Bildung
7.2.6.5 Handlungen bei Gefährdung durch Mehr-Kind-Familien und Familien mit Migrationshintergrund
7.2.6.6 Handlungen bei Gefährdung durch junge Mütter und Alleinerzieher mit mangelhaften sozialen Ressourcen
7.2.6.7 Handlungen bei Gefährdung durch soziale Isolation
7.2.6.8 Handlungen bei Gefährdung durch psychisch kranke Eltern
7.2.6.9 Handlungen bei Gefährdung durch krankes/schwieriges Kind
7.2.6.10 Handlungen bei Gefährdung durch Sucht und Gewalt
7.3 Diagnoseverfahren und Maßnahmen angesichts von Risikofaktoren
7.3.1 Schritte bei Gefährdungsmeldung
7.3.2 Diagnoseverfahren bei Gefährdungsmeldung
7.3.3 Häufigste Maßnahmen bei Kindeswohlgefährdung
8 Interpretation der Ergebnisse
8.1 Gedanken zur Begriffsdefinition
8.2 Gedanken zur Arbeit mit den Risikofaktoren
8.2.1 Risikofaktoren-Skala
8.2.2 Risikofaktoren die zu Kindeswohlgefährdung führen
8.2.3 Risikofaktoren und Fremdunterbringung
8.2.4 Sekundäre Präventivmaßnahmen
8.2.5 Tertiäre Präventivmaßnahmen und Handlungen bei Kindeswohlgefährdung
9 Schlussfolgerungen und Empfehlungen
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Rolle und Bedeutung von in der Fachliteratur identifizierten Risikofaktoren bei der Kindeswohlgefährdung im beruflichen Alltag von Sozialarbeiterinnen im Burgenland. Ziel ist es, ein besseres Verständnis dafür zu schaffen, wie diese Fachkräfte mit spezifischen familiären Belastungssituationen umgehen und welche präventiven oder intervenierenden Maßnahmen sie bei drohender oder bereits bestehender Gefährdung des Kindeswohls einleiten.
1.1.2.1 Körperliche Vernachlässigung
Körperliche Vernachlässigung bezieht sich auf alles, was der Körper zum Gesundsein bräuchte, aber nicht bekommt, z.B. Flüssigkeit, Nahrung, dem Wetter entsprechende Kleidung, medizinische Versorgung im Krankheitsfall, gesunde Wohnverhältnisse, Körperhygiene, oder ausreichend Ruhephasen und Schlaf.
Jacobi (2005, S. 18) publizierte den Grundsatz, dass die Folgen von Vernachlässigung umso schwerwiegender sind, je jünger ein Kind ist und je länger dessen Vernachlässigung andauert. Empirisch belegt ist, dass das Gehirn jüngerer Kinder empfindsamer auf entwicklungsbeeinträchtigende Störungen reagiert als das älterer Leidensgenossen. Mangelnde Fürsorge kann das Gehirn eines Kindes in Gehirnchemie, Struktur und funktional verändern. Auch ein Mangel an wichtigen Nährstoffen und Vitaminen kann Einfluss auf die Entwicklung des kindlichen Gehirns ausüben. Jacobi (2005) berichtet, dass sich ein Eiweiß- und Vitamin-B-Mangel bei Babys auf den Intelligenz-Quotienten auswirken kann.
1. Begriffsdefinition Kindeswohlgefährdung: Erläutert die gesetzlichen und theoretischen Grundlagen sowie die Abgrenzung zwischen aktiver Kindesmisshandlung und passiver Kindesvernachlässigung.
2. Kindliche Entwicklung und Bedürfnisse: Analysiert kindliche Entwicklungsstadien nach Erikson und beleuchtet die grundlegenden physiologischen und psychischen Bedürfnisse von Kindern.
3. Begriffsdefinition Gewalt: Definiert Gewalt über physische Aspekte hinaus und führt in die Viktimologie ein, um Opferrollen und Täter-Opfer-Dynamiken besser zu verstehen.
4. Bekannte Risikofaktoren: Stellt zehn zentrale Risikofaktoren für das Kindeswohl vor und setzt diese in Bezug zu aktuellen sozialwissenschaftlichen Erklärungsmodellen.
5. Kindeswohlgefährdung im Burgenland: Beschreibt die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die Praxis der Jugendwohlfahrt im Burgenland bei der Identifikation und Bearbeitung von Gefährdungssituationen.
6. Methode: Dokumentiert das Forschungsdesign der Masterarbeit, einschließlich der Auswahl der Stichprobe und des leitfadengestützten Experteninterviews als Erhebungsinstrument.
7. Auswertung der qualitativen Studie: Analysiert die Experteninterviews im Hinblick auf Definitionen, Risikowahrnehmung und Handlungsrepertoires der Sozialarbeiterinnen.
8. Interpretation der Ergebnisse: Verknüpft die empirischen Befunde aus den Interviews mit den im Theorieteil vorgestellten wissenschaftlichen Konzepten.
9. Schlussfolgerungen und Empfehlungen: Fasst die Ergebnisse zusammen und gibt Anregungen für die zukünftige Forschung und die Optimierung der praktischen Kinderschutzarbeit.
Kindeswohlgefährdung, Kindesmisshandlung, Kindesvernachlässigung, Jugendwohlfahrt, Risikofaktoren, Sozialarbeit, Burgenland, Prävention, Experteninterview, Eltern-Kind-Beziehung, Kindesentwicklung, Kinderschutz, Familienintensivbetreuung, psychische Gesundheit, Erziehungsberatung.
Die Arbeit untersucht, wie Sozialarbeiterinnen im Burgenland mit Risikofaktoren bei Kindeswohlgefährdung umgehen und welche wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse ihre tägliche Arbeit prägen.
Die zentralen Themen sind Definitionen von Kindeswohlgefährdung, kindliche Entwicklung, Risikofaktoren für Kindeswohl, gesetzliche Grundlagen der burgenländischen Jugendwohlfahrt sowie Präventionsmaßnahmen.
Die zentrale Forschungsfrage ist: Welche Rolle spielen die in der Forschungsliteratur am häufigsten genannten Risikofaktoren im Arbeitsalltag burgenländischer Sozialarbeiterinnen?
Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, basierend auf leitfadengestützten Experteninterviews mit fünf Sozialarbeiterinnen aus verschiedenen Bezirken des Burgenlandes, die nach Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Kindeswohlgefährdung und Gewalt, die Darstellung der zehn bekanntesten Risikofaktoren sowie die detaillierte Auswertung und Interpretation der geführten Experteninterviews.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kindeswohlgefährdung, Jugendwohlfahrt, Risikofaktoren, Prävention und Sozialarbeit charakterisiert.
Schutzfaktoren, wie stabile Bezugspersonen oder eine überdurchschnittliche Intelligenz des Kindes, dienen als Risikopuffer. Die Arbeit betont, dass bei der Bewertung immer das Zusammenspiel von Risiko- und Schutzfaktoren betrachtet werden muss.
Hier zeigt die Arbeit, dass Sozialarbeiterinnen sehr differenziert vorgehen: Die Maßnahmen reichen von der Zusammenarbeit mit dem gesunden Elternteil über therapeutische Unterstützung bis hin zur Fremdunterbringung des Kindes.
Tertiäre Prävention setzt ein, wenn bereits eine Kindeswohlgefährdung vorliegt. Ziel ist es, Schäden zu begrenzen und durch Maßnahmen wie Psychotherapie oder Familienintensivbetreuung das weitere Wohlergehen des Kindes sicherzustellen.
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