Examensarbeit, 2004
108 Seiten, Note: gut
Einleitung
1 Die historische Idee Freinets und moderne Ansätze der Medienpädagogik
1.1 Zum Grundverständnis der Freinet-Pädagogik
1.1.1 Kerngedanken der Freinet-Pädagogik
1.1.2 Zur Entwicklung der Freinet-Unterrichtspraxis
1.1.3 Wesentliche Unterrichtsprinzipien und Techniken der Freinet-Pädagogik
1.2 „Moderne Mediendidaktik“ und „Moderne Medienerziehung“ als medienpädagogische Disziplin
1.2.1 Begriffsbestimmung
1.2.2 Grundlagen und Ziele „moderner Mediendidaktik“
1.2.3 Grundlagen und Ziele „moderner Medienerziehung“
1.3 Moderne Ansätze für eine Freinet-Medienpädagogik
2 Freinet im modernen elektronischen Zeitalter
2.1 Die Freinet-Schule im Jahr 2164 – Eine fiktionale Perspektive
2.2 Freinet und sein Verhältnis zu moderner Technologie und virtuellen Lernumgebungen
2.3 Alte Medien versus Neue Medien
2.3.1 Ein geschichtlich-chronologischer Überblick
2.3.2 Was ist neu an den Neuen Medien
2.3.3 Alte- und Neue Medien in der Freinet-Pädagogik – Ein Vergleich
3 Gefahren und Potentiale des Computers in der Freinet-Pädagogik
3.1 Schuldruckerei versus Computer - Ein Konflikt?
3.1.1 Funktionen der Schuldruckerei
3.1.2 Der Computer als Konkurrent der Schuldruckerei
3.2 Kontroversen einer freinet’ischen Computerpädagogik
3.2.1 Pro und Contra Meinungen
3.2.2 Lebensweltbedingungen und Chancengleichheit
3.2.3 Kulturtechnik: Computer
3.2.4 Computergestützter Schriftspracherwerb: Jetzt doch?
3.3 Computer und Reformpädagogik
3.4 Der Computer als Freinet-Werkzeug
3.5 Das Computerhandwerk: Kreative Computernutzung
3.6 Software: Bedeutung und Kriterien
3.7 Gibt es eine virtuelle Freinet-Schule?
4 „Frei-NET-P@dagogik“: Das Internet und seine Auswirkungen auf die „moderne Schule“
4.1 Erste freinet-pädagogische Interneterfahrungen
4.2 Funktionen des Internets in der Freinet-Pädagogik
4.2.1 Recherchieren
4.2.2 Publizieren
4.2.3 Korrespondieren
4.2.4 Kooperieren
4.3 Lehr- und Lernziele des Internets
4.4 Internet und potentielle Gefahren für die Freinet-Pädagogik
4.4.1 Wirkungslosigkeit
4.4.2 Fast Food Wissen
4.4.3 Jugendgefährdende Inhalte
4.4.4 Auswirkungen auf Korrespondenz und Kommunikation
4.4.5 Komplexität
4.4.6 Klassenzeitung versus E-Zine
4.5 Das Internet und lebensweltliche Pädagogik
4.6 Das Internet und die Freinet-Bewegung
5 Konkrete Möglichkeiten für den freinet-pädagogischen Unterricht
5.1 Kreatives Arbeiten durch gestalterische Mediennutzung
5.2 Publizieren und Kommunizieren
5.3 „Bleibesetzte Computer und digitale Druckerpressen“: Möglichkeiten der Zusammenwirkung von Computer und Druckerei
5.4 Eine Tastatur für Kinder
Die vorliegende Arbeit untersucht die Vereinbarkeit der reformpädagogischen Freinet-Pädagogik mit modernen digitalen Medien. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie die Integration von Neuen Medien – insbesondere Computer und Internet – in das Freinet-Konzept realisiert werden kann, ohne dabei die fundamentalen Prinzipien der Freinet-Pädagogik wie Selbsttätigkeit, kooperatives Arbeiten und Lebensnähe zu gefährden.
3.1.1 Funktionen der Schuldruckerei
Die Druckerpresse ist ein regelrechtes Wahrzeichen für die Freinet Pädagogik, welches im Klassenzimmer einen festen und zentralen Platz einnimmt und ein Mittel zur individuellen Lernförderung darstellt. Sie verleiht der Freinet-Klasse den typischen Werkstattcharakter. Für die Kinder ist das Drucken mit viel Freude verbunden und eine willkommene Ablenkung vom alltäglichem Schulstress. Texte die man später drucken möchte, werden mit besonderer Sorgfalt geschrieben. Der Druckprozess, in dem die Kinder zusätzlich die Möglichkeit haben den Text mit Bildern zu verschönern, wird von den Kindern als harte Arbeit empfunden. Hierbei handelt es sich jedoch um eine Arbeit, die den Kindern Spaß macht. Für Lehrer ist die praktische Arbeit an der Druckerpresse eine ideale Abwechslung zur kopflastigen Schule.
Durch das „harte“ Arbeiten sammeln die Schüler Erfahrungen in Bezug auf Arbeitsabläufe und Schlüsselqualifikationen. Der für Freinet wichtige „freie Text“ gewinnt durch die Druckerei an Form. Druckereiarbeit hat des Weiteren einen therapeutischen Effekt. Kinder müssen sich voll und ganz auf die Arbeitsschritte konzentrieren und sich ihnen hingeben. Dies sind nur einige Gründe, welche die Druckerpresse für Lehrer und Schüler wertvoll machen.
1 Die historische Idee Freinets und moderne Ansätze der Medienpädagogik: Dieses Kapitel erläutert die Grundprinzipien der Freinet-Pädagogik und setzt sie in den Kontext aktueller mediendidaktischer Disziplinen.
2 Freinet im modernen elektronischen Zeitalter: Hier wird der Frage nachgegangen, wie die Freinet-Pädagogik in einer technisierten Welt bestehen kann und welche Einstellung Freinet selbst zu technischen Neuerungen hatte.
3 Gefahren und Potentiale des Computers in der Freinet-Pädagogik: Dieses Kapitel analysiert das Spannungsfeld zwischen der traditionellen Schuldruckerei und moderner Computertechnologie im Schulalltag.
4 „Frei-NET-P@dagogik“: Das Internet und seine Auswirkungen auf die „moderne Schule“: Hier werden die spezifischen Möglichkeiten und Risiken des Internets in Bezug auf Kommunikation, Recherche und Publizieren diskutiert.
5 Konkrete Möglichkeiten für den freinet-pädagogischen Unterricht: Das letzte Kapitel bietet praxisorientierte Beispiele, wie Medien kreativ und sinnvoll in den Unterricht integriert werden können.
Freinet-Pädagogik, Medienpädagogik, Schuldruckerei, Neue Medien, Computereinsatz, Internet, Mediendidaktik, Reformpädagogik, Selbsttätigkeit, Medienkompetenz, Kommunikation, Kooperation, Unterrichtsgestaltung, Klassenzeitung, Schriftspracherwerb.
Die Arbeit untersucht die Integration von Neuen Medien in die traditionellen Konzepte der Freinet-Pädagogik.
Die zentralen Themen sind das Verhältnis von technologischem Fortschritt, traditionellen reformpädagogischen Werten sowie der praktische Medieneinsatz im Unterricht.
Ziel ist es zu klären, wie Medien wie der Computer und das Internet sinnvoll und im Sinne Freinets genutzt werden können, ohne die pädagogischen Kernprinzipien zu verwässern.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Experteninterviews, um theoretische Grundlagen mit praktischen Erfahrungen zu verknüpfen.
Der Hauptteil befasst sich mit der Konfrontation von Schuldruckerei und Computer, den Gefahren der Mediennutzung und konkreten Möglichkeiten der Mediengestaltung.
Schlüsselwörter sind u.a. Freinet-Pädagogik, Schuldruckerei, Medienkompetenz, Selbsttätigkeit und der konstruktive Umgang mit digitalen Werkzeugen.
Nein, laut dem Autor bleibt die Schuldruckerei als pädagogisches Werkzeug aufgrund ihrer haptischen und sozialen Komponente unverzichtbar, während der Computer eher als ergänzendes Instrument dient.
Ja, sofern es gezielt für Recherche, Korrespondenz und als publizistisches Mittel eingesetzt wird, ohne die reale Lebenswelt der Kinder zu ersetzen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

