Bachelorarbeit, 2017
81 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Emotionale Kompetenzen
2.1 Definition emotionaler Kompetenzen
2.2 Abgrenzung zu sozialen Kompetenzen
2.3 Entwicklung emotionaler Kompetenzen
2.4 Empathie
3. tiergestützte Interventionen
3.1 Definition tiergestützter Interventionen
3.2 Wirkungsspektrum tiergestützter Interventionen auf Kinder
3.3 Die Wahl des Tieres
3.4 Bedeutung der Beziehung zwischen Tier, KlientIn und SozialpädagogIn
4 Förderung emotionaler Kompetenzen
4.1 Methoden zur Förderung emotionaler Kompetenzen durch tiergestützte Interventionen
4.2 Auswirkungen der tiergestützten Interventionen auf emotionale Kompetenzen
4.3 Einschränkungen der tiergestützten Interventionen
5 Fall - und Feldanalyse
5.1 Forschungsdesign
5.1.1 Untersuchungsziel
5.1.2 Methode und Auswertungsverfahren
5.2 Interview
5.2.1 Entwicklung und Aufbau des Leitfadens
5.2.2 Stichprobe
5.2.3 Ablauf und Durchführung
5.3 Auswertungsverfahren
5.3.1 Transkription des Interviews
5.3.2 qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring (2010)
5.3.3 Entwicklung des Kategoriensystems
5.4 Vorstellung der Ergebnisse
5.4.1 emotionale Kompetenzen
5.4.1.1 Definition und Bedeutung emotionaler Kompetenzen
5.4.1.2 Unterschiede in den sozio- emotionalen Kompetenzen
5.4.2 tiergestützte Interventionen
5.4.2.1 Bedeutung tiergestützter Interventionen
5.4.2.2 Methoden tiergestützter Interventionen
5.4.2.3 Auswirkungen tiergestützter Interventionen auf emotionale Kompetenzen
5.4.2.4 Einschränkungen tiergestützter Interventionen
5.4.3 Wahl des Tieres
5.4.4 weitere Auswirkungen tiergestützter Interventionen auf Kinder
5.5 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.6 kritische Reflexion des Interviews und der Auswertung
6 Diskussion und Kritik
7. Literatur
8. Anhang
Diese Bachelor-Arbeit untersucht die Möglichkeiten der Förderung emotionaler Kompetenzen bei Kindern im Alter von 0 bis 7 Jahren durch den gezielten Einsatz tiergestützter Interventionen. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie theoretische Konzepte dieser Interventionsform in der Praxis einer Kinder- und Jugendfarm umgesetzt werden können und welche Herausforderungen dabei entstehen.
3.1 Definition tiergestützter Interventionen
Die Pädagogik lässt sich in vier Kategorien einteilen: (1) allgemeine Pädagogik, (2) historische Pädagogik, (3) vergleichende Pädagogik und (4) besondere Pädagogik. Die tiergestützte Pädagogik kann dabei als eine Unterkategorie der besonderen Pädagogik verstanden werden. Sie kann im Rahmen institutionsgebundener pädagogischer Settings wie beispielsweise der Schule oder des Kindergartens, aber auch in außerschulischen Bereichen auftreten (vgl. Waschulewski / Ignatowicz 2013, S. 9).
Das Ziel tiergestützter Interventionen im Allgemeinen ist die Verbesserung des subjektiven Wohlbefindens sowie die Förderung der Selbstständigkeit des Klienten (vgl. Gras / Brenk / Rippke 2013, S. 131).
Zu dem Oberbegriff tiergestützte Interventionen lassen sich die Begriffe tiergestützte Aktivität, tiergestützte Pädagogik und tiergestützte Therapie zählen (vgl. Vernooji / Schneider 2013, S. 34). Diese orientieren sich an den englischen Begriffen Animal-Assisted Activities und Animal-Assisted Therapy. Diese wiederum entstanden aus den Begriffen Pet-Facilitated Therapy und Pet-Facilitated Psychotherapy. Da das Wort Pet eher die klassischen Haustiere bezeichnet, wurde der umfassendere Begriff Animal eingeführt (vgl. ebd., S. 29f.).
Als tiergestützte Aktivität werden Aktivitäten mit Tieren gezählt, „die zur Steigerung des Wohlbefindens und der Lebensqualität der Klienten beitragen. Dabei können die Aktivitäten von Professionellen, aber auch von Laien bzw. Freiwilligen mit speziell für diese Aktivitäten vorbereiteten Tieren angeboten werden“ (Kirchpfening 2012, S. 11).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Bedeutung der Mensch-Tier-Beziehung und führt in die Fragestellung ein, wie tiergestützte Ansätze in der Sozialpädagogik zur Förderung emotionaler Kompetenzen bewusst eingesetzt werden können.
2. Emotionale Kompetenzen: In diesem Kapitel werden Definitionen emotionaler Kompetenzen erörtert, ihre Abgrenzung zu sozialen Kompetenzen vorgenommen und der Entwicklungsprozess vom Kleinkind- bis ins Vorschulalter beschrieben.
3. tiergestützte Interventionen: Es wird definiert, was unter tiergestützten Interventionen zu verstehen ist, ihr Wirkungsspektrum aufgezeigt und die Bedeutung der Mensch-Tier-Beziehung für den therapeutischen bzw. pädagogischen Prozess erläutert.
4 Förderung emotionaler Kompetenzen: Dieses Kapitel verknüpft die Methoden tiergestützter Arbeit mit den spezifischen Zielen der Förderung emotionaler Kompetenzen und beleuchtet sowohl die positiven Auswirkungen als auch die notwendigen Einschränkungen.
5 Fall - und Feldanalyse: Im Hauptteil wird die qualitative Untersuchung durch ein Experteninterview mit einer Leiterin einer Kinder- und Jugendfarm beschrieben, inklusive Forschungsdesign, Auswertungsverfahren und Ergebnisdarstellung.
6 Diskussion und Kritik: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Untersuchung vor dem Hintergrund der theoretischen Literatur und formuliert kritische Anmerkungen zur praktischen Umsetzung tiergestützter Konzepte.
Tiergestützte Interventionen, Emotionale Kompetenzen, Sozialpädagogik, Kinder- und Jugendfarm, Empathie, Entwicklungspsychologie, Qualitative Inhaltsanalyse, Mensch-Tier-Beziehung, Soziale Kompetenz, Pädagogik, Emotionsregulation, Verhaltensförderung, Tierschutz.
Die Arbeit untersucht, wie tiergestützte Interventionen dazu beitragen können, emotionale Kompetenzen bei Kindern zwischen 0 und 7 Jahren gezielt zu fördern.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen emotionaler Entwicklung, Methoden der tiergestützten Pädagogik, die praktische Umsetzung in offenen Einrichtungen sowie der Tierschutz.
Ziel ist es, die Verknüpfung von theoretischen Erkenntnissen zu tiergestützten Interventionen mit der praktischen Umsetzung in einer Kinder- und Jugendfarm zu analysieren.
Die Autorin wählt eine qualitative Fall- und Feldanalyse und führt ein leitfadengestütztes Experteninterview durch, welches nach der Methode von Mayring ausgewertet wurde.
Im Hauptteil werden die Methoden tiergestützter Interventionen in der Praxis, die Auswirkungen auf die emotionale Entwicklung und Herausforderungen bei der Finanzierung und Umsetzung detailliert diskutiert.
Kernbegriffe sind tiergestützte Interventionen, emotionale Kompetenzen, Sozialpädagogik, Empathie und qualitative Forschung.
Die Unterscheidung hilft zu verstehen, ob die Arbeit als tiergestützte Aktivität (ohne feste Ziele) oder als pädagogische Intervention (mit gezielten Förderplänen) erfolgt.
Der Tierschutz ist essenziell, da die Tiere nicht als bloße Arbeitsmittel betrachtet werden dürfen; sie benötigen Rückzugsmöglichkeiten und Ruhetage, um das Stresslevel zu minimieren.
Die Tiere fungieren als "Türöffner" und Co-Pädagogen, die soziale Interaktionen beschleunigen und Kindern dabei helfen, ihr Verhalten durch direktes, ehrliches Feedback zu reflektieren.
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