Bachelorarbeit, 2016
25 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Definition Rechtsextremismus
a. Dimensionen des Rechtsextremismus
3. Theorien zur Entstehung von Rechtsextremismus
a. Autoritarismus-Theorie
b. Soziale Desintegration
c. Relative Deprivation
4. Rechtsextremismus als Erblast der DDR
a. Soziale Lebensbedingungen in der DDR
b. Staatlich verordneter Antifaschismus
c. AusländerInnen in der DDR
5. Rechtsextremismus als Folge der Wiedervereinigung
a. Rechtsextreme Strategien nach dem Mauerfall
b. Soziale Desintegration
c. Relative Deprivation
6. Fazit
Die Arbeit untersucht die Ursachen für die hohe Ausprägung von Rechtsextremismus in Ostdeutschland im Vergleich zu den alten Bundesländern. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob dieser Rechtsextremismus als ein historisches Erbe der sozialistischen Diktatur in der DDR oder als eine direkte Folge der gesellschaftlichen Umbrüche und Lebensumstände nach der deutschen Wiedervereinigung zu verstehen ist.
4. Rechtsextremismus als Erblast der DDR
Wie eingangs bereits erwähnt, werden in den neuen Bundesländern erheblich mehr rechtsextreme Gewalttaten verübt als in den alten Bundesländern. Es stellt sich daher die Frage, was die Gründe dafür sind, dass der Rechtsextremismus im Osten intensiver ausgeprägt ist als im Westen. Hierzu soll zuerst die sogenannte „Erblast – These“ vorgestellt werden. Diese wird anhand der Erziehungskultur und der sozialen Lebensbedingungen, sowie des staatlich verordneten Antifaschismus‘ und dem Umgang mit AusländerInnen in der DDR überprüft.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die hohe Gewaltbereitschaft der rechten Szene in Ostdeutschland und führt in die zentrale Fragestellung ein, ob diese als DDR-Erblast oder Wiedervereinigungsfolge zu deuten ist.
2. Definition Rechtsextremismus: Dieses Kapitel erörtert die theoretische Bestimmung des Sammelbegriffs Rechtsextremismus und differenziert zwischen verschiedenen Erscheinungsformen sowie Dimensionen.
3. Theorien zur Entstehung von Rechtsextremismus: Hier werden die zentralen wissenschaftlichen Erklärungsmuster wie Autoritarismus, soziale Desintegration und relative Deprivation kontrastiv gegenübergestellt.
4. Rechtsextremismus als Erblast der DDR: Das Kapitel analysiert, inwiefern die autoritäre Erziehung, der staatlich verordnete Antifaschismus und der Umgang mit Vertragsarbeitern den Nährboden für rechtsextreme Einstellungen in der DDR bildeten.
5. Rechtsextremismus als Folge der Wiedervereinigung: Dieser Abschnitt untersucht die Auswirkungen des Systemwechsels, die Massenarbeitslosigkeit und die rechtsextremen Strategien der 1990er Jahre auf das Aufkommen rechter Gewalt.
6. Fazit: Das Fazit führt die Analysen zusammen und schlussfolgert, dass eine Kombination aus DDR-Sozialisation als Fundament und der Wiedervereinigung als katalysatorischer Effekt das aktuelle Phänomen erklärt.
Rechtsextremismus, DDR, Wiedervereinigung, Autoritarismus, soziale Desintegration, relative Deprivation, Antifaschismus, Vertragsarbeiter, politische Radikalisierung, Erblast-These, Systemwechsel, Ostdeutschland, Rechtsextreme Gewalt, Sozialisation, Identitätsbildung.
Die Arbeit analysiert die Ursachen für die überdurchschnittliche Präsenz rechtsextremer Gewalttaten in Ostdeutschland im Vergleich zum Westen.
Die zentralen Themen sind die Auswirkungen der DDR-Sozialisation auf autoritäre Einstellungen und die Folgen des systemischen Umbruchs nach der Wiedervereinigung auf das Erstarken der rechten Szene.
Die Arbeit sucht eine Antwort darauf, ob die rechtsextreme Orientierung primär als "Erblast" der sozialistischen Diktatur oder als Ergebnis der neuen, prekären Lebensumstände nach 1990 zu betrachten ist.
Es erfolgt eine theoretische Fundierung durch einschlägige Konzepte der Politikwissenschaft (Autoritarismus, Desintegration, Deprivation) in Verbindung mit der Auswertung von Statistiken und qualitativen Interviews.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der DDR-Vergangenheit (Erblast) sowie die Analyse der Prozesse nach dem Mauerfall, wie etwa die Rolle von Kameradschaften und die ökonomische Unsicherheit.
Die wichtigsten Begriffe sind Rechtsextremismus, DDR-Erblast, soziale Desintegration, relative Deprivation und Wiedervereinigung.
Laut der Arbeit förderte dieser Mythos die Verdrängung der Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte und verhinderte eine Immunisierung der Bevölkerung gegen autoritäre Ideologien.
Der Umgang mit Vertragsarbeitern wird als beispielhaft für eine nationale und ethnozentristische Weltanschauung der DDR gewertet, die bereits frühzeitig Vorurteile gegenüber Ausländern zementierte.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass eine isolierte Antwort nicht möglich ist; sie wertet die DDR-Sozialisation als Fundament, während die Wiedervereinigung als katalysatorischer Effekt wirkte.
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