Bachelorarbeit, 2016
88 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Problem- und Fragestellung
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise der Untersuchung
1.3 Begriffsbestimmung
2. Aktueller Forschungsstand
3. Theoretischer Hintergrund
3.1 Persuasion Knowledge Model
3.2 Source-Credibility-Theory
4. Entwicklung des Untersuchungsmodells
4.1 Operationalisierung der Konstrukte und Herleitung von Hypothesen
4.2 Konzeptionelle Modelle
4.2.1 Akzeptanz
4.2.2 Glaubwürdigkeit
5. Empirische Untersuchung
5.1 Methodik
5.2 Das Messinstrument
6. Ergebnisse
6.1 Auswertung der Daten
6.2. Diskussion
6.3. Limitation und Implikation für die weitere Forschung
7. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Produktrezensionen durch Internet-Blogger im Vergleich zu anonymen elektronischen Word-of-Mouth-Empfehlungen (eWOM) auf den Kaufentscheidungsprozess der Konsumenten, wobei insbesondere die Konstrukte Akzeptanz und Glaubwürdigkeit im Kontext von verdeckter und offensichtlicher Kooperation analysiert werden.
3.1 Persuasion Knowledge Model
Fast jeder Mensch verfügt heutzutage über gewisse Erfahrungen durch marktrelevante Beeinflussung. Das Persuasion Knowledge Model von Friestad und Wright (1994) zeigt, wie Personen mit werblichen Informationsangeboten umgehen und wie sich ihr Wissen über Beeinflussungen auf die Beeinflussungsversuche von Werbetreibenden auswirkt. Als „Persuasion Knowledge“ wird primär das Wissen einer Person über die Beeinflussung der Werbenden angesehen (Steffenhagen 2000, S. 8 ff.). Das Modell wurde auf Grund der Annahme erstellt, das Menschen in der Lage sind, Beeinflussungsversuche als solche zu erkennen und nach ihren eigenen Vorstellungen zu beurteilen.
Friestad und Wright gehen davon aus, dass sich das Wissen über die Beeinflussung linear zur Lebensspanne eines Menschen weiterentwickelt, allerdings berücksichtigen sie, dass jede Generation und Kultur andere Denkweisen und Einstellungen in sich birgt. Das Modell erstreckt sich zunächst auf drei zentrale Ausprägungen des Wissens. Es gibt das Topic Knowledge, das Agent Knowledge sowie das Persuasion Knowledge. (Friestad, Wright 1994, S. 4). Das Topic Knowledge stellt die Eindrücke und den Wissensstand des Empfängers über den Gegenstand dar. Hier können Einstellungen gegenüber der Marke oder bestimmte Kenntnisse über das Produkt hinzugezählt werden.
Unter das Agent Knowledge fallen alle Eindrücke des Empfängers über den Sender der Nachricht. Dazu zählen erste Eindrücke oder bspw. Erfahrungen aus einer Interaktivität mit dem Sender.
Die wichtigste der drei Ausprägungen ist die des Persuasion Knowledge. Es hilft dem Rezipienten Informationen zu interpretieren, einzuordnen und im Hinblick auf ihre Wirkung zu bewerten. Somit wissen Konsumenten, dass sie beispielsweise durch Emotionen leichter zu beeinflussen sind. Konsumenten können auch einschätzen, wie effektiv eine Beeinflussung ausfällt, da sie diese an der Eignung einer Werbebotschaft messen. Wenn der Empfänger einer Botschaft merkt, dass diese ihn beeinflussen soll, wird er durch „Coping Strategies“, eine sogenannte Bewältigungsstrategie, versuchen, sich gegen diese Beeinflussung zu wehren.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Bloggermarketing ein, stellt die Problemstellung und die Forschungsfragen vor und grenzt die untersuchten Weblogs ein.
2. Aktueller Forschungsstand: Hier werden bestehende wissenschaftliche Erkenntnisse zu eWOM und Marketing durch Blogger zusammengefasst und mit dem Fokus auf Glaubwürdigkeit und Akzeptanz beleuchtet.
3. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel stellt das Persuasion Knowledge Model und die Source-Credibility-Theory vor, um einen theoretischen Bezugsrahmen für die Untersuchung zu schaffen.
4. Entwicklung des Untersuchungsmodells: Auf Basis der Theorien werden Konstrukte operationalisiert und Hypothesen abgeleitet, die in einem konzeptionellen Modell dargestellt werden.
5. Empirische Untersuchung: Dieser Abschnitt beschreibt das methodische Vorgehen, insbesondere das Online-Experiment mit den drei Testgruppen, und das Messinstrument.
6. Ergebnisse: Hier erfolgt die deskriptive und analytische Datenauswertung der Umfrageergebnisse sowie deren Diskussion im Kontext der aufgestellten Hypothesen.
7. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Tendenzen der Studie zusammen und ordnet die Bedeutung der Ergebnisse für die zukünftige Forschung und Unternehmenspraxis ein.
Internet-Blogger, eWOM, Kaufentscheidungsprozess, Persuasion Knowledge Model, Source-Credibility-Theory, Produktkooperation, Sponsoring, Akzeptanz, Glaubwürdigkeit, Konsumentenverhalten, Online-Marketing, Markenwahrnehmung, Transparenz, Empfehlungsmarketing, Influencer
Die Arbeit analysiert, wie Produktempfehlungen von Internet-Bloggern im Vergleich zu anonymen Online-Rezensionen von Konsumenten wahrgenommen werden und welche Auswirkungen dies auf die Kaufabsicht hat.
Die zentralen Themen sind das Blogger-Marketing, die Akzeptanz und Glaubwürdigkeit von Empfehlungen, der Einfluss von Transparenz bei Kooperationen sowie das Konsumentenverhalten bei der Informationssuche im Internet.
Das Ziel ist die Entwicklung und Überprüfung eines Modells, das die Akzeptanz und Glaubwürdigkeit von Blogger-Empfehlungen im Vergleich zu anonymen Rezensionen misst, um Aussagen zur Kaufabsicht ableiten zu können.
Die Arbeit nutzt ein empirisches Online-Experiment mit drei Gruppen, wobei die Probanden jeweils eine anonyme Rezension oder einen Blogpost (verdeckte oder offensichtliche Kooperation) bewerteten.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen, die Herleitung der Hypothesen, die Beschreibung der empirischen Methodik sowie die Auswertung der erhobenen Daten mittels statistischer Verfahren wie Varianzanalysen und T-Tests.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Blogger-Marketing, eWOM, Persuasion Knowledge Model, Akzeptanz, Glaubwürdigkeit, Kaufabsicht und Konsumentenvertrauen.
Überraschenderweise zeigte die Studie, dass verdeckte Kooperationen oft positiver bewertet werden als offensichtliche, da Konsumenten bei Letzteren die Werbeabsicht stärker wahrnehmen und entsprechend ablehnender reagieren.
Obwohl verdeckte Kooperationen kurzfristig bessere Bewertungen erhalten können, zeigt die Studie, dass Konsumenten sich für die Zukunft mehr Transparenz wünschen, um ihre Kaufentscheidungen fundiert treffen zu können.
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