Diplomarbeit, 2004
98 Seiten, Note: 2
1. EINLEITUNG
2. GESELLSCHAFT
2.1. BEDEUTUNG DES KÖRPERS IN DER MODERNEN GESELLSCHAFT
2.2. SCHÖNHEITSIDEAL DER GESELLSCHAFT
3. SCHULE
3.1. DER KÖRPER IN DER SCHULE
3.2. KOEDUKATION
3.2.1. MANGELNDE IDENTIFIKATIONSMÖGLICHKEITEN FÜR MÄDCHEN
3.2.2. SCHWIERIGE AUSEINANDERSETZUNG MIT DEM EIGENEN KÖRPER
3.2.3. FAZIT
3.3. RAUM FÜR MEHR KÖRPERLICHKEIT
4. MÄDCHEN SEIN – RISIKO ODER CHANCE?
4.1. SOZIALISATION
4.2. PUBERTÄT
5. KÖRPERWAHRNEHMUNG
5.1. ENTFREMDUNG DES KÖRPERS
5.2. EINHEIT VON KÖRPER, SEELE UND GEIST
5.2.1. INDIVIDUELLE SCHUTZFAKTOREN
6. PROZESSUAL-SYSTEMISCHER BLICKWINKEL NACH DEM ANSATZ VON SILVIA STAUB-BERNASCONI
6.1. PROBLEMATIKEN DER AUSSTATTUNG
6.1.1. KÖRPERLICHE AUSSTATTUNG
6.1.2. SOZIOÖKONOMISCHE UND SOZIALÖKOLOGISCHE AUSSTATTUNG
6.1.3. AUSSTATTUNG MIT ERKENNTNISKOMPETENZ
6.1.4. SYMBOLISCHE AUSSTATTUNG
6.1.5. AUSSTATTUNG MIT HANDLUNGSKOMPETENZ
6.1.6. AUSSTATTUNG MIT SOZIALEN BEZIEHUNGEN UND MITGLIEDSCHAFTEN
6.2. MACHTPROBLEME
6.3. ENTWICKLUNG VON PROBLEMLÖSUNGSANSÄTZEN
6.3.1. RESSOURCENERSCHLIEßUNG
6.3.2. BEWUSSTSEINSBILDUNG
6.3.3. MODELL-, IDENTITÄTS- UND KULTURVERÄNDERUNG
6.3.4. HANDLUNGSKOMPETENZ
6.3.5. UMGANG MIT MACHTQUELLEN UND MACHTSTRUKTUREN
6.4. EMPOWERMENT ALS HANDLUNGSANSATZ
6.5. RESSOURCENORIENTIERTER SALUTOGENETISCHER ANSATZ
6.6. RESÜMEE
7. METHODENTEIL
7.1. PHANTASIEREISE „ICH REISE DURCH MEINEN KÖRPER“
7.2. „PERSÖNLICHER STECKBRIEF“
7.3. KÖRPERWAHRNEHMUNGSÜBUNG – „MASSAGE MIT DEM IGELBALL“
7.4. „WIE ZUFRIEDEN BIST DU MIT DIR ?“
7.5. „SPRÜCHE, DIE WEH TUN“
7.6. „DRUCK AUSÜBEN“
7.7. „BERÜHRUNGEN“
7.8. „KÖRPER IN TON“
7.9. „MUT ZUM MINIROCK“
7.10. „EIGENE ERFAHRUNGEN MIT DER MENSTRUATION“
7.11. „WIR SIND MEHR ALS UNSERE ROLLEN“
7.12. „WENN ICH ERST MAL SCHLANK BIN…“
8. FAZIT
Die Arbeit entwickelt ein sozialpädagogisch fundiertes Methodenmanual, um Mädchen und jungen Frauen im Schulalter zu helfen, eine positive Körperwahrnehmung zu entwickeln, ihre verschütteten Ressourcen wiederzuentdecken und einem entfremdeten Verhältnis zum eigenen Körper entgegenzuwirken.
Bedeutung des Körpers in der modernen Gesellschaft
Mit der Zunahme der gesellschaftlichen Komplexität haben sich die alltäglichen Möglichkeiten direkter Sinnes- und Körpererfahrung drastisch verändert. Das Leben in einer modernen Gesellschaft ist permanenten Veränderungen unterworfen.
Gewohntes und bisher Bewährtes verliert seine Gültigkeit. Die Gründe hierfür liegen in der immer mehr zunehmenden Individualisierung unserer Lebensverhältnisse. Uns steht zwar eine Vielzahl von neuen ungewohnten Möglichkeiten zur Verfügung. Dies bedeutet gleichzeitig eine massive Verunsicherung durch Überflutung mit neuen Möglichkeiten. Bisher gültige und überschaubare Muster der Lebensführung bieten für uns keinen Halt und keine Orientierung mehr.
Wir sind ständig gezwungen, uns wieder neu zu formieren und anzupassen. Dieses führt dazu, dass wir immer mehr Stress erleben. In letzter Konsequenz hat all dies große Auswirkungen auf unsere seelische sowie körperliche Gesundheit, das Wohlbefinden und die Zufriedenheit (Nuber 2003, 20).
Hinzu kommt, dass unser Körper durch hoch entwickelte technische Systeme noch nie so entlastet und so wenig muskulär beansprucht wurde, wie in unserer heutigen Zeit. Damit dieser Ablauf reibungslos und ohne Unterbrechungen verlaufen kann, müssen wir uns dem Diktat der Maschine unterwerfen.
Diese Verhaltensnormen werden schon früh eingeübt. Die Erziehung und unsere Kulturtechniken sind so angelegt, dass die Fähigkeit seinen Körper zu spüren verkümmert und der Drang nach Bewegung unterdrückt wird (Ernst 1994, 99).
EINLEITUNG: Die Autorin begründet die Relevanz des Themas durch ihre Praxiserfahrungen in der Beratung und erläutert die Notwendigkeit eines Manuals zur Förderung der Körperwahrnehmung an Schulen.
GESELLSCHAFT: Dieses Kapitel analysiert die moderne Gesellschaft, in der durch Individualisierungsdruck das Körperbewusstsein schwindet und Schönheit sowie Fitness zu rein symbolischen Erfolgsfaktoren werden.
SCHULE: Hier wird untersucht, wie das Schulsystem durch kognitive Überbetonung und Leistungsdruck zur Entfremdung vom Körper beiträgt und warum geschlechtsspezifische Ansätze in koedukativen Umgebungen notwendig sind.
MÄDCHEN SEIN – RISIKO ODER CHANCE?: Das Kapitel beleuchtet den geschlechtsspezifischen Sozialisationsprozess und die Herausforderungen der Pubertät, in der Körperlichkeit häufig negativ bewertet und mit Scham belegt wird.
KÖRPERWAHRNEHMUNG: Die Autorin erörtert die Entfremdung des Körpers und plädiert für die Einheit von Körper, Seele und Geist als Schutzfaktor für ein gesundes Selbstbewusstsein.
PROZESSUAL-SYSTEMISCHER BLICKWINKEL NACH DEM ANSATZ VON SILVIA STAUB-BERNASCONI: Das Kapitel führt theoretische Rahmenkonzepte wie die Ressourcen- und Machtdimensionen ein, um soziale Probleme bei Mädchen strukturiert zu analysieren.
METHODENTEIL: Hier werden konkrete Übungen zur Körperarbeit vorgestellt, die Mädchen dabei unterstützen sollen, ihre Identität, Grenzen und Ressourcen aktiv zu erforschen.
FAZIT: Die Zusammenfassung unterstreicht die Notwendigkeit, den Körper wieder als Freund zu begreifen, um durch Empowerment ein lustvolles und eigenverantwortliches Lebensverhältnis zu fördern.
Körperwahrnehmung, Soziale Arbeit, Mädchenarbeit, Empowerment, Salutogenese, Körperbild, Identitätsbildung, Sozialisation, Pubertät, Schönheitsideal, Körperarbeit, Prävention, Essstörungen, Koedukation, Selbstwertgefühl
Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Körperwahrnehmung bei Mädchen und jungen Frauen und entwickelt ein Methodenmanual für den schulischen Kontext, um die Verbindung zum eigenen Körper zu stärken.
Die zentralen Themen sind gesellschaftliche Körpernormen, der Einfluss der Schule auf die Entwicklung weiblicher Identität, die Herausforderungen der Pubertät sowie theoretische Ansätze der Sozialarbeit.
Das Ziel ist die Erarbeitung eines praktischen Manuals, das pädagogische Fachkräfte dabei unterstützt, Mädchen und jungen Frauen zu einem bejahenden und eigenverantwortlichen Zugang zu ihrem Körper zu verhelfen.
Die Arbeit stützt sich primär auf Literaturanalysen und verknüpft dabei systemtheoretische Ansätze (nach Staub-Bernasconi), Empowerment-Konzepte und die Salutogenese.
Der Hauptteil analysiert die gesellschaftliche und schulische Sozialisation von Mädchen, die theoretischen Grundlagen der Körperwahrnehmung und präsentiert einen umfangreichen Methodenteil mit praktischen Übungsanleitungen.
Wichtige Begriffe sind Körperwahrnehmung, Empowerment, Sozialisation, Identitätsbildung und Gesundheitsförderung bei weiblichen Jugendlichen.
Die Autorin argumentiert, dass Mädchen in koedukativen Strukturen oft in traditionelle Rollen gedrängt werden und weniger Aufmerksamkeit erhalten, was eine zeitweise getrennte Förderung sinnvoll macht.
Da die Menstruation in unserer Kultur oft mit Scham und Ekel belegt ist, fordert die Autorin eine Enttabuisierung im Unterricht, um Mädchen zu einem positiven Umgang mit ihren Körpervorgängen zu befähigen.
Behinderungsmacht beschreibt Strukturen, die Mädchen in ihrer Entfaltung einschränken, indem sie beispielsweise gesellschaftliche Schönheitsideale als "normal" festschreiben und so die Kontrolle über den eigenen Körper erschweren.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

