Bachelorarbeit, 2017
52 Seiten, Note: 1,3
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
1. Einleitung
2. Fragestellung und Hypothesen
3. Methoden
3.1. Studiendesign
3.2. Studienpopulation
3.3. Studienablauf und Messverfahren
3.4. tDCS
3.5. fNIRS
3.6. Daten und statistische Analyse
4. Ergebnisse
4.1. Verhaltensdaten
4.2. fNIRS Daten
5. Diskussion
Diese Arbeit untersucht, ob ein zweiwöchiges Arbeitsgedächtnistraining bei gesunden älteren Erwachsenen durch eine parallele transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS) effektiver gestaltet werden kann und wie sich die neuronale Aktivität im Präfrontalcortex dabei verändert.
3.4. tDCS
Parallel zu den AG-Trainingsaufgaben (T2) erhielten die Probanden eine anodale verum- bzw. sham-tDCS über dem linken DLPFC. Für die Stimulation wurde der DC-Stimulator Plus (NeuroConn GmbH, Ilmenau, Germany) genutzt.
Es wurden zwei aus Leitgummi bestehende Elektroden (5 cm x 7 cm; 35 cm²) bestrichen mit der Ten20 Leitpaste (Waever and Company, Aurora CO, USA) verwendet. Um die neuronalen Korrelate des AG zu stimulieren, die sich vor allem in den Brodmann-Arealen 9 und 46 befinden (Karakas et al., 2013), wurde die genaue Platzierung der Anode dementsprechend mithilfe der Neurotargeting Software von Soterix medical bestimmt. Nach dem internationalen 10-20 Elektroenzephalografie (EEG) System entsprach die so ermittelte Position der Anode der Elektrodenposition F7 über dem linken DLPFC. Die Kathode (Referenzelektrode) befand sich über dem rechten supraorbitalen Cortex (Elektrodenposition Fp2). In Abbildung 4 sind die Positionen der Punkte F7 und Fp2, auf denen die Elektroden jeweils mittig positioniert und mit einem Gummiband fixiert waren, rot markiert.
1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die altersbedingte Verschlechterung des Arbeitsgedächtnisses und führt in die theoretischen Grundlagen des n-back Trainings sowie die Anwendung der transkraniellen Gleichstromstimulation (tDCS) und fNIRS ein.
2. Fragestellung und Hypothesen: In diesem Kapitel werden die Forschungsfragen formuliert, ob tDCS die Trainingserfolge verstärkt und ob die neuronale Ausgangsaktivität den Leistungszuwachs moduliert.
3. Methoden: Hier werden das Studiendesign, die Charakteristika der Studienpopulation sowie der Ablauf der Messverfahren, inklusive tDCS-Protokoll und fNIRS-Konfiguration, detailliert beschrieben.
4. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Auswertung der Verhaltens- und fNIRS-Daten der n-back Aufgabe und analysiert die Unterschiede zwischen Experimental- und Kontrollgruppen sowie den Ausgangsaktivitäts-Clustern.
5. Diskussion: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion der Ergebnisse, der Interpretation der nicht bestätigten tDCS-Effekte und einer Diskussion möglicher methodischer Optimierungen ab.
Arbeitsgedächtnis, Senioren, tDCS, fNIRS, n-back Aufgabe, Präfrontalcortex, Neuroplastizität, kognitives Training, neuronale Ausgangsaktivität, kognitive Leistungsverbesserung, MCI, kognitive Rehabilitation, VLPFC, DLPFC, Hirnstimulation
Die Arbeit untersucht, ob die Kombination aus einem adaptiven Arbeitsgedächtnistraining und einer parallelen anodalen tDCS bei Senioren zu einer stärkeren Leistungssteigerung führt als das Training allein.
Die Schwerpunkte liegen auf der kognitiven Gerontopsychologie, nicht-invasiven Hirnstimulationsverfahren und der Messung neuronaler Aktivitätsveränderungen mittels fNIRS.
Es wird untersucht, wie sich ein mit tDCS kombiniertes zweiwöchiges Training auf die Arbeitsgedächtnisleistung und die zugehörige neuronale Aktivität auswirkt, insbesondere in Abhängigkeit von der neuronalen Ausgangsaktivität der Teilnehmer.
Es handelt sich um eine prospektive Längsschnittstudie (CATS-Studie), bei der ein gemischtes Studiendesign (intra- und interindividuell) eingesetzt wird, um Verhaltensdaten und fNIRS-basierte Hirnaktivitätsdaten zu erheben.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Methodenbeschreibung der Testungen und des Trainings sowie eine umfassende statistische Auswertung der gewonnenen Verhaltens- und fNIRS-Ergebnisse.
Die zentralen Charakteristika sind das Arbeitsgedächtnistraining (n-back), transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS), funktionelle Nahinfrarot-Spektroskopie (fNIRS) und die Rolle der neuronalen Aktivität bei Senioren.
Die Hypothese, dass die positiven Trainingseffekte durch eine verum-tDCS verstärkt werden, konnte anhand der erhobenen Daten nicht bestätigt werden.
Die neuronale Ausgangsaktivität vor dem Training erwies sich als modulierender Faktor: Personen mit einer höheren Ausgangsaktivität profitierten insbesondere in der anspruchsvollen 2-back-Bedingung stärker vom Training.
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