Bachelorarbeit, 2016
53 Seiten, Note: 2,0
1 Problemstellung
2 Zwischenberichterstattung im deutschen Kapitalmarktrecht
2.1 Grundlagen der Zwischenberichterstattung
2.1.1 Ziele und Adressaten
2.1.2 Grundsätze und Methoden
2.1.2.1 Grundsatz der Wesentlichkeit
2.1.2.2 Methoden der unterjährigen Erfolgsermittlung
2.2 Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes zur Zwischenberichterstattung
2.2.1 Bisherige Regelungen
2.2.2 Neue gesetzliche Regelungen durch das TUG2
2.2.3 Vorschriften der Börsenordnung Frankfurter Wertpapierbörse zur Zwischenberichterstattung
2.3 Vorschriften des Deutsche Rechnungslegungs Standards (DRS) zur Zwischenberichterstattung
2.3.1 Bisherige Regelungen
2.3.2 Neue Regelungen durch E-DRÄS 7
3 Zwischenberichterstattung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS)
3.1 Grundsätze der Zwischenberichterstattung nach IAS 34
3.2 Mindestumfang der Berichterstattung nach IAS 34
3.3 Ergänzungen durch IFRIC 10
4 Kritische Würdigung
4.1 Auswirkung der Häufigkeit der Zwischenberichterstattung auf das Managementverhalten
4.2 Umfang der Berichterstattung
4.2.1 Die Entscheidung zwischen der Quartalsmitteilung und dem Quartalsfinanzbericht im Prime Standard
4.2.2 Informationsüberfluss am Kapitalmarkt
4.2.3 Beurteilung der inhaltlichen Gestaltung
4.2.4 Beurteilung der Qualität
5 Thesenförmige Zusammenfassung
Diese Arbeit analysiert die Auswirkungen des Gesetzes zur Umsetzung der Transparenzrichtlinie-Änderungsrichtlinie (TUG2) auf die IFRS-Zwischenberichterstattung von Unternehmen des Prime Standard. Das primäre Ziel ist es, zu untersuchen, ob die neuen gesetzlichen Regelungen, die eine Reduktion der Berichtshäufigkeit und -frequenz vorsehen, das Managementverhalten langfristig positiv beeinflussen und ob sie den Adressaten durch eine Verringerung der Informationsflut einen Mehrwert bieten.
4.1 Auswirkung der Häufigkeit der Zwischenberichterstattung auf das Managementverhalten
In diesem Kapitel soll untersucht werden, ob und welchen Einfluss die Frequenz der Zwischenberichterstattung auf das Managementverhalten hat. Ein Problem, das bei der quartalsweisen Berichterstattung oft angesprochen wird ist, dass Manager dazu neigen könnten, die gesteckten Quartalsziele unbedingt erreichen zu wollen und, dass sich dieses kurzfristige Denken negativ auf die langfristige Entwicklung des Unternehmens auswirkt. Warren Buffet, CEO von Berkshire Hathaway, hat in einem Brief an seine Investoren dieses Problem angesprochen und Manager dazu ermutigt, keine Prognosen für Wachstumsziele zu veröffentlichen, da sie sonst unwirtschaftliche Maßnahmen ergreifen könnten, nur um diese selbstgesetzten Ziele zu erreichen. Manager sollten sich seiner Meinung auf langfristige- und nicht auf Quartalsziele konzentrieren. Auch die Porsche AG äußerte in seinem Geschäftsbericht 2003/04 Kritik, dass „Quartalsberichte nicht dazu angetan sind, dem Anleger wirklichen Mehrwert zu liefern. Im Gegenteil: Das Schielen auf eine kurzfristige Unternehmensentwicklung fördert hektische Kursausschläge an den Börsen, die einer langfristig soliden Wertentwicklung der Aktie schaden und unter Umständen das Entscheidungsverhalten im Unternehmen negativ beeinflussen“. Mit der Entscheidung, keine Quartalsberichte zu veröffentlichen, akzeptierte die Porsche AG, aus dem MDAX und dem Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse ausgeschlossen zu werden.
In der englischen Literatur wird der Ausdruck „Real Activities Manipulation“ (RAM) für Managementaktivitäten verwendet, die von den normalen Geschäftspraktiken abweichen, um die Adressaten in den Irrglauben zu führen, dass Unternehmensziele auf normalen Geschäftswegen erreicht wurden. RAM weichen somit von bilanzpolitischen Methoden ab, da das Management hierbei aktiv in den realen Geschäftsbetrieb eingreift, um das Geschäftsergebnis besser darstehen zu lassen.
1 Problemstellung: Einleitung in die kritische Diskussion um die Zwischenberichterstattung und Vorstellung der Zielsetzung der Arbeit unter Berücksichtigung der neuen Gesetzgebung (TUG2).
2 Zwischenberichterstattung im deutschen Kapitalmarktrecht: Darstellung der rechtlichen Rahmenbedingungen, einschließlich der gesetzlichen Grundlagen, der Rolle des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) und der Standards des DRSC.
3 Zwischenberichterstattung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS): Erläuterung der spezifischen Anforderungen an Zwischenberichte nach IAS 34 sowie der Ergänzungen durch IFRIC 10.
4 Kritische Würdigung: Analyse der Auswirkungen der Berichtsfrequenz auf das Management, der Entscheidung zwischen Quartalsmitteilung und Quartalsfinanzbericht sowie eine Bewertung der Qualität und Gestaltung der Berichterstattung.
5 Thesenförmige Zusammenfassung: Komprimierte Darstellung der wichtigsten Erkenntnisse und Ergebnisse der vorliegenden Bachelorarbeit.
Zwischenberichterstattung, IFRS, IAS 34, TUG2, Kapitalmarktrecht, Prime Standard, Quartalsfinanzbericht, Quartalsmitteilung, Real Activities Manipulation, Information Overload, Lagebericht, Abschlussprüfung, Anlegerschutz, Managementverhalten, Transparenzrichtlinie.
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der gesetzlichen Änderungen durch das TUG2 auf die Zwischenberichterstattung von Unternehmen im Prime Standard.
Zentrale Themen sind die Anforderungen an unterjährige Berichte, die Frequenz der Veröffentlichung, die Rolle des Managements und die Informationsqualität für Kapitalmarktteilnehmer.
Das Ziel ist die Analyse, wie der Umfang der IFRS-Zwischenberichterstattung durch das TUG2 beeinflusst wird und ob die neuen Regelungen zur Frequenz positiv zu bewerten sind.
Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die zudem auf empirische Studien, wie die von Haenelt, Eisenschmidt sowie Böckem und Rabenhorst, zurückgreift.
Der Hauptteil befasst sich mit den rechtlichen Vorschriften (WpHG, DRS, IAS 34), der Methodik der Erfolgsermittlung und einer kritischen Würdigung der Berichtshäufigkeit.
Wichtige Begriffe sind insbesondere IFRS-Zwischenberichterstattung, TUG2, Real Activities Manipulation und der Information Overload am Kapitalmarkt.
Das TUG2 hat die verpflichtende Quartalsfinanzberichterstattung aus dem WpHG entfernt, um langfristige Investitionsstrategien zu fördern und den Verwaltungsaufwand für Unternehmen zu senken.
Die Arbeit hinterfragt, ob die freiwillige Quartalsmitteilung tatsächlich eine ausreichende Informationsgrundlage bietet oder ob sie die Qualität der Berichterstattung im Vergleich zum Quartalsfinanzbericht mindert.
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