Bachelorarbeit, 2017
78 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Grundlagen zur Unternehmensgründung
2.1 Begriffsdefinitionen und Abgrenzungen
2.1.1 Entrepreneurship vs. Unternehmertum
2.1.2 Definition von Start-up
2.2 Gründungsformen und Beweggründe
2.3 Gründungs- und Finanzierungsphasen
2.3.1 Early Stage
2.3.2 Expansion Stage
2.3.3 Later Stage
2.4 Unterstützungsmöglichkeiten für Start-ups
2.4.1 Angebote zur Finanzierung
2.4.2 Weitere Angebote
3 Erfolgsfaktoren von Unternehmensgründungen
4 Gründung eines Unternehmens in Deutschland
4.1 Gründungsstandort Deutschland
4.2 Rahmenbedingungen in Deutschland
5 Bestandsaufnahme – Gründungsökosystem Nordrhein-Westfalen
5.1 Historische und aktuelle Entwicklung in NRW
5.2 Überblick der Regionen in Nordrhein-Westfalen
5.3 Analyse der Erfolgsfaktoren für Nordrhein-Westfalen
5.3.1 Gründerszene & Netzwerk
5.3.2 Politik
5.3.3 Humankapital & Talente
5.3.4 Finanzierung
5.3.5 Kultur & Gesellschaft
5.3.6 Infrastruktur & Unterstützung
5.3.7 Markt
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit analysiert das Gründungsökosystem in Nordrhein-Westfalen, indem sie theoretische Erfolgsfaktoren von Unternehmensgründungen auf die spezifischen Bedingungen des Standorts anwendet und durch eine Expertenbefragung validiert.
2.1.1 Entrepreneurship vs. Unternehmertum
Ursprünglich ist die Bezeichnung „Entrepreneurship“, die im deutschsprachigen Raum zwar etabliert ist, aber überwiegend im englischsprachigen Raum verwendet wird, auf das französische Wort „entreprendre“ zurückzuführen und bedeutet „in die eigenen Hände nehmen“ oder „etwas unternehmen“. Aufgrund von länderspezifischen Bedeutungen sowie unterschiedlichen historischen Entwicklungen des Begriffs existieren in der Literatur mehrere theoretische Konzepte und Erklärungsversuche.
Eine Definition des Begriffs stellt Entrepreneurship als einen Prozess dar, der von einem Individuum initiiert wird, und der Identifizierung, Bewertung und Nutzung von unternehmerischen Gelegenheiten dient (vgl. Fueglistaller et al. 2016: 1). Der Schwerpunkt liegt in der Erkennung von wirtschaftlichen Ungleichheiten oder nicht genutzten Potentialen in der Nachfrage eines Kunden, woraus sich eine unternehmerische Gelegenheit für den Entrepreneur ergibt. Hier wird deutlich, dass Marktpotentiale häufiger indirekt durch das Erleben einer unbefriedigten Situation („Zufallsfund“) für den Entrepreneur sichtbar werden, seltener durch aktive Suche. Mit der Formulierung einer Geschäftsidee kann dann das Marktpotential ausgenutzt, ein Unternehmen gegründet und das Problem der eigenen Person oder vieler anderer gelöst werden (vgl. Pott/Pott 2015: 6 bis 7).
Einen entscheidenden Beitrag zu der Entrepreneurship-Forschung trug der frühere Ökonom Schumpeter bei. Nach seinem Prozess der „kreativen Zerstörung“ werden durch den innovativen Unternehmer revolutionäre Neuerungen eingeführt, die im Laufe der Zeit ganze Technologien, Unternehmen und Industrien ersetzten (vgl. Fritsch 2016: 6 bis 7).
1 Einleitung: Vorstellung des Themenfeldes, der Relevanz von Unternehmensgründungen als Innovationsmotor und der Zielsetzung der Arbeit.
2 Grundlagen zur Unternehmensgründung: Definition von Begrifflichkeiten sowie Erläuterung der verschiedenen Gründungsformen, Phasen und Finanzierungsmöglichkeiten.
3 Erfolgsfaktoren von Unternehmensgründungen: Theoretische Herleitung regionaler Erfolgsfaktoren basierend auf Ökosystem- und Clustermodellen.
4 Gründung eines Unternehmens in Deutschland: Gesamtüberblick über die nationalen Rahmenbedingungen, aktuelle Gründungsstatistiken und identifizierte Herausforderungen.
5 Bestandsaufnahme – Gründungsökosystem Nordrhein-Westfalen: Detaillierte Untersuchung der historischen Entwicklung, der einzelnen Regionen und Analyse der Erfolgsfaktoren für den Standort NRW.
6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung des Gründungsstandorts NRW sowie Ableitung von Verbesserungspotentialen und Handlungsempfehlungen.
Unternehmensgründung, Nordrhein-Westfalen, Entrepreneurship, Start-up, Gründerökosystem, Erfolgsfaktoren, Finanzierung, Innovationsmanagement, Cluster, Wirtschaftswandel, Venture Capital, Wirtschaftsförderung, Standortanalyse, Gründerszene, Wissensgesellschaft.
Die Bachelorarbeit untersucht die Rahmenbedingungen und Erfolgsfaktoren für Unternehmensgründungen mit einem spezifischen Fokus auf den Standort Nordrhein-Westfalen.
Neben den theoretischen Grundlagen der Gründungslehre stehen das Gründungsökosystem, Finanzierungsquellen, regionale Wirtschaftsstrukturen sowie politische und infrastrukturelle Einflussfaktoren im Mittelpunkt.
Ziel ist es, das Gründungsökosystem in NRW anhand theoretischer Modelle zu bewerten, Stärken und Schwächen aufzuzeigen und durch eine Expertenbefragung fundierte Einblicke zu gewinnen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche und der Auswertung eines Experteninterviews mit dem ehemaligen nordrhein-westfälischen Wirtschaftsminister Garrelt Duin.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Analyse des deutschen Gründungsmarktes sowie eine Bestandsaufnahme der verschiedenen Wirtschaftsregionen in NRW inklusive einer Analyse der dortigen Erfolgsfaktoren.
Die wichtigsten Begriffe sind Unternehmensgründung, Nordrhein-Westfalen, Gründerökosystem, Erfolgsfaktoren, Start-up-Finanzierung und Regionalanalyse.
NRW ist das bevölkerungsreichste Bundesland und ein wichtiger Investitionsstandort, der durch einen Mix aus traditioneller Industrie und zukunftsorientierten Dienstleistungen sowie eine dichte Forschungslandschaft überzeugt.
Die Vielzahl an verschiedenen Förderprogrammen und Anlaufstellen wird oft als intransparent empfunden, was den Zugang für Gründer trotz umfangreicher Unterstützungsmöglichkeiten erschweren kann.
Die Befragung betont die Notwendigkeit einer starken kulturellen Verankerung des Unternehmertums, einer verbesserten Vernetzung zwischen Hochschule und Wirtschaft sowie die Rolle der NRW.BANK bei der Finanzierung.
Die Arbeit analysiert acht Regionen, darunter Aachen, das Ruhrgebiet, die Rheinschiene (Köln/Düsseldorf/Bonn), Südwestfalen und das Münsterland.
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