Bachelorarbeit, 2013
114 Seiten, Note: 1,4
1 Der Pflegesektor im deutschen Gesundheitswesen
1.1 Analyse der relevanten Aspekte der Entwicklung des Pflegesektors im Gesundheitswesen
1.1.1 Demografie
1.1.2 Krankheit und Alter
1.1.3 Soziale Netzwerke
1.1.4 Pflegequalität
2 Der Pflegealltag professionell Pflegender
2.1 Vorzeitiger Berufsausstieg von Pflegefachkräften
a. Vereinbarkeit von Familie und Beruf
b. Der Einfluss der Arbeitszeitstruktur auf Ausstiegsgedanken
c. Berufliche Belastungen, Gesundheit und Burnout
d. Berufsverweildauer
2.1.1 Auszubildende in Pflegeberufen
a. Ausbildungsmittel
b. Ausbildungsvergütung
c. Ausbildungsablauf
d. Entwicklung in der Ausbildungszeit
3 Forschungslage
a. Hintergrundforschung
b. Wirtschaftliche Folgen von Ausbildungsabbrüchen
4 Methodik
4.1 Erläuterung des Fragebogens
a. Erfassung individueller Daten
b. Fragen zur Berufswahl
c. Fragen zur Zufriedenheit innerhalb des beruflichen Alltags in Theorie und Praxis
d. Fragen zu beruflicher Belastung
e. Fragen zu Gedanken, die Ausbildung zu verlassen
f. Frage nach der Weiterempfehlung dieses Berufswunsches
5 Ergebnisse
a. Individuelle Daten
b. Daten zur Berufswahl
c. Zufriedenheit in der Ausbildung
d. Daten zur beruflichen Belastung
e. Daten zu Gedanken zum Ausstieg
f. Die Frage nach Weiterempfehlung
6 Diskussion
7 Fazit und Ausblick
Das Hauptziel dieser Bachelor-Thesis besteht in der Untersuchung der Frage, inwieweit sich Auszubildende in Pflegeberufen bereits während ihrer Ausbildungszeit mit Gedanken an einen vorzeitigen Berufsausstieg oder einen Ausbildungsabbruch beschäftigen. Dabei soll die Forschungsfrage klären, welche Faktoren – wie Arbeitsbelastung, Hierarchien oder persönliche Einflüsse – diesen Prozess beeinflussen und wie verbreitet diese Überlegungen unter den Lernenden sind.
1.1.4 Pflegequalität
Pflegebedürftigkeit im Sinne des Gesetzes SGB XI § 14 (1) „sind Personen, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate, in erheblichem oder höherem Maße (§ 15) der Hilfe bedürfen.“ oder auch Menschen, die im Sinne des §§ 61, ff. SGB XII Leistungen wie etwa Pflegegeld erhalten.
Die durch Pflegebedürftigkeit bedingte individuell zu leistende Pflege wird vom Leistungsempfänger, dem Pflegebedürftigen, wie aber auch vom Kostenträger unter den Aspekten von Qualität und Wirtschaftlichkeit betrachtet und geprüft. Der Gesetzgeber legt in § 11 (1) SGB XI die Art der Versorgung der Pflegebedürftigen in Pflegeeinrichtungen fest und verpflichtet Pflege auf den gesetzlichen Grundlagen in § 12 SGB V, § 29 SGB XI und § 112 SGB XI zu Qualität, Wirtschaftlichkeit und Angemessenheit der zu erbringenden Leistung nach allgemeinem Stand medizinisch-pflegerischer Kenntnisse, unter der Maßgabe, Maßnahmen zur Qualitätssicherung zu ergreifen.
Doch lässt sich Pflegequalität nicht durch eine einfache Definition bestimmen: Handelt es sich dabei doch um ein komplexes, multifaktorielles Gefüge, dessen Ergebnisqualität sowohl durch dessen Prozess- und Strukturqualität als auch das individuelle Outcome des Pflegeempfängers bestimmt wird. Dies macht die Besonderheit von Pflegehandlungen (und medizinischen Leistungen) und ihrem qualitativen Ergebnis aus: Im Gegensatz zum industriell gefertigten Produkt, das vom Konsumenten unabhängig vom Produktionsablauf durch Nutzung oder in Augenscheinnahme bewertet werden kann, finden im pflegerischen Handeln Produktion und Konsumierung in einem gleichzeitigen Prozess („uno actu“) statt, beide – Produktionsprozess und Konsumtion - beeinflussen einander. Abstrahiert und auf industrielle Bedingungen übertragen, ist der an der Produktion beteiligte Abnehmer (Pflegebedürftiger) ein aktiver Bestandteil des pflegerischen Produktionsprozesses: als „Arbeitsgegenstand“, „Mitproduzierender“ und „Endprodukt“.
1 Der Pflegesektor im deutschen Gesundheitswesen: Dieses Kapitel analysiert die demografische Entwicklung und deren kritische Auswirkungen auf den Bedarf an Pflegekräften und die resultierende Versorgungslücke.
2 Der Pflegealltag professionell Pflegender: Hier werden die Arbeitsbedingungen, psychische und physische Belastungen sowie die Ursachen für vorzeitige Berufsausstiege bei Pflegefachkräften und Auszubildenden beleuchtet.
3 Forschungslage: Dieses Kapitel fasst bestehende wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema Ausbildungsabbruch und dessen wirtschaftliche Folgen zusammen.
4 Methodik: Der Abschnitt beschreibt das Studiendesign der quantitativen Befragung, die Auswahl der Stichprobe und die Struktur des verwendeten Fragebogens.
5 Ergebnisse: Hier werden die erhobenen Daten zur Personalsituation, Berufswahlentscheidungen, Ausbildungszufriedenheit und Ausstiegsgedanken dargestellt und ausgewertet.
6 Diskussion: Dieses Kapitel reflektiert die Ergebnisse im Kontext der Forschungsfrage und diskutiert die Bedeutung des Erlebten für Auszubildende.
7 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf notwendige weitere Forschungsschritte zur Verbesserung der Ausbildungssituation.
Pflegeberufe, Ausbildung, Ausbildungsabbruch, Berufsausstieg, Pflegequalität, demografischer Wandel, Arbeitsbelastung, Burnout, Pflegefachkräfte, Auszubildende, Pflegebedürftigkeit, Berufszufriedenheit, Pflegenotstand, Dienstplangestaltung, Berufsverweildauer.
Die Arbeit untersucht, ob und warum sich Auszubildende in Pflegeberufen bereits während ihrer Ausbildung mit dem Gedanken beschäftigen, den Beruf vorzeitig zu verlassen oder die Ausbildung abzubrechen.
Zu den zentralen Themen gehören die Arbeitsbedingungen in der Pflege, die demografischen Herausforderungen, die psychische und physische Belastung im Berufsalltag sowie die Zufriedenheit der Auszubildenden mit ihrer Ausbildung.
Das primäre Ziel ist es, aufzuklären, ob sich Auszubildende in Pflegeberufen bereits mit Ausstiegsgedanken befassen und welche Faktoren (wie z.B. Hierarchien oder Arbeitsbelastung) maßgeblich zu dieser Entscheidung beitragen.
Die Autorin wählte eine quantitative Methode in Form einer standardisierten, leitfadengestützten Befragung von Auszubildenden in Pflegeberufen, die sowohl online als auch in Papierform durchgeführt wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung über den Pflegesektor und den Pflegealltag sowie eine detaillierte Auswertung der empirischen Daten, die aus der Befragung der Auszubildenden gewonnen wurden.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Pflegeberufe, Ausbildung, Ausbildungsabbruch, Berufsausstieg, Pflegequalität, Arbeitsbelastung und Burnout charakterisiert.
Die Studie zeigt, dass hierarchische Strukturen von vielen Auszubildenden als starke Belastung empfunden werden, was häufig zu einem Gefühl der Wertschätzungslosigkeit und zu Zweifeln an der Berufswahl führen kann.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass das erstmalige Auftreten von Ausstiegsgedanken besonders gehäuft in den ersten beiden Semestern stattfindet, wobei auch Studierende in späteren Semestern von diesen Gedanken betroffen sind.
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