Bachelorarbeit, 2015
45 Seiten, Note: 2,6
1 Einleitung
2 Das Down-Syndrom
2.1 Die Bezeichnung Down-Syndrom
2.2 Ursachen
2.3 Merkmale
2.3.1 Das äußere Erscheinungsbild
2.3.2 Motorik und Sinnesbeeinträchtigungen
2.3.3 Einschränkungen im Bereich der geistigen Entwicklung
2.3.4 Verhalten und emotionale Entwicklung
2.4 Pädagogische Besonderheiten
3 Sprachentwicklung beim Kind
3.1 Theoretische Positionen zur Sprachentwicklung
3.1.1 Nativismus
3.1.2 Konstruktivismus
3.1.3 Epigenetische Theorien
3.2 Kindlicher Spracherwerb nach Gisela Szagun
3.2.1 Präverbale Kommunikation
3.2.2 Wortschatz und Grammatik
3.2.3 Individuelle Unterschiede in der Sprachentwicklung
4 Sprachentwicklung bei Kindern mit Down-Syndrom
4.1 Kommunikation
4.2 Körperlich und motorisch bedingte Einschränkungen
4.3 Wortschatz und Grammatik
4.4 Sprachkompetenz
5 Möglichkeiten der Sprachförderung bei Kindern mit Down-Syndrom
5.1 Unterstützte Kommunikation
5.1.1 Definition und Zielgruppe
5.1.2 Ziele und Elemente
5.2 Gebärden-unterstützte Kommunikation
5.2.1 Verschiedene Gebärdensysteme
5.2.2 Theoretische Grundlagen der Gebärden-unterstützten Kommunikation
5.2.3 Methodisches Vorgehen
5.3 Frühes Lesen als Unterstützung bei der Sprachentwicklung
5.3.1 Grundlagen
5.3.2 Das Programm „Kleine Schritte“
6 Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht die Sprachentwicklung bei Kindern mit Down-Syndrom und analysiert gezielte Fördermöglichkeiten, um den Erstspracherwerb in diesem speziellen Kontext zu unterstützen.
2.1 Die Bezeichnung Down-Syndrom
Das Down-Syndrom ist benannt nach dem englischen Kinderarzt Langdon Down. Dieser beschrieb im Jahre 1866 als erster die heute als Down-Syndrom bekannte Form der Behinderung. Er führte dafür die noch lange verwendete Bezeichnung Mongolismus ein (vgl. MURKEN 1990, S. 11).
Da der Begriff des Mongolismus auf eine Gemeinsamkeit zwischen dem typischen Aussehen von Menschen mit Down-Syndrom und den physischen Merkmalen mongolischer Völker zurückgeht, stufte man zum Ende des 20. Jahrhunderts diese Bezeichnung als diskriminierend ein. Deshalb ging man zum Begriff des Down-Syndroms über. Auch dieser wird jedoch mitunter kritisch gesehen, da das englische Wort down (= nieder) eine negative Bedeutung hat. Häufig verwendet wird auch die Bezeichnung Trisomie 21, welche den Vorteil hat, dass sie völlig wertfrei einfach nur die chromosomale Besonderheit der betroffenen Menschen beschreibt (vgl. WILKEN 2014, S. 11).
Weniger übliche, mitunter aber auch verwendete, Bezeichnungen sind zum Beispiel Morbus Down oder Down-Anomalie. Zudem werden manchmal auch die Begriffe Down-Syndrom-Kind oder einfach nur Down-Kind verwendet. Von diesen sollte allerdings abgesehen werden, da sie das Down-Syndrom als dominantes Merkmal zur Beschreibung der betroffenen Menschen in den Vordergrund stellen. Um zu verdeutlichen, dass nicht allein das Down-Syndrom diese Menschen ausmacht, ist die Bezeichnung Menschen mit Down-Syndrom empfehlenswert (vgl. WILKEN 2014, S. 12).
1 Einleitung: Vorstellung der Thematik der Sprachentwicklung bei Kindern mit Down-Syndrom und Formulierung der zentralen Forschungsfrage.
2 Das Down-Syndrom: Überblick über die Ursachen, körperliche Merkmale sowie kognitive und emotionale Besonderheiten des Syndroms.
3 Sprachentwicklung beim Kind: Darstellung theoretischer Positionen zur Sprachentwicklung und Erläuterung des normalen Spracherwerbs nach Gisela Szagun.
4 Sprachentwicklung bei Kindern mit Down-Syndrom: Analyse der spezifischen Kommunikationshindernisse und grammatikalischen Herausforderungen bei betroffenen Kindern.
5 Möglichkeiten der Sprachförderung bei Kindern mit Down-Syndrom: Diskussion und Beschreibung von Methoden wie Unterstützter Kommunikation, Gebärden und dem frühen Lesen.
6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Fördermöglichkeiten und Bestätigung der Notwendigkeit individueller, angepasster Kommunikationsstrategien.
Down-Syndrom, Sprachentwicklung, Erstspracherwerb, Unterstützte Kommunikation, Gebärdensprache, Frühes Lesen, Trisomie 21, Sprachförderung, Kognition, Motorik, Kommunikation, Kleine Schritte, Pädagogik, Sprachkompetenz, Artikulation.
Die Arbeit befasst sich mit dem Spracherwerb und der Sprachentwicklung von Kindern mit Down-Syndrom sowie den damit verbundenen Herausforderungen.
Die Schwerpunkte liegen auf den Grundlagen des Down-Syndroms, der Theorie des normalen Spracherwerbs und den speziellen pädagogischen Förderansätzen für betroffene Kinder.
Ziel ist es, die Verläufe der Sprachentwicklung bei Kindern mit Down-Syndrom zu beschreiben und aufzuzeigen, welche Methoden zur Förderung der Kommunikation am besten geeignet sind.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Aufarbeitung bestehender wissenschaftlicher Forschungsergebnisse und Fachliteratur.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung in das Down-Syndrom, die sprachwissenschaftlichen Grundlagen, die Analyse der spezifischen Sprachbarrieren und die detaillierte Vorstellung von Fördermethoden.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Down-Syndrom, Unterstützte Kommunikation, Gebärden, frühes Lesen und Sprachförderung.
Aufgrund körperlicher und geistiger Einschränkungen fällt die reine Lautsprache oft schwer; Gebärden bieten eine Brücke zur Kommunikation und reduzieren Frustration.
Es handelt sich um ein strukturiertes Frühförderprogramm, das Kindern mit Entwicklungsverzögerungen ermöglicht, in kleinen, individuell anpassbaren Schritten zu lernen.
Einschränkungen im Kurzzeitgedächtnis erschweren das Speichern auditiver Informationen, weshalb visuelle Unterstützung (wie Lesen oder Gebärden) den Lernprozess erleichtert.
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