Bachelorarbeit, 2014
56 Seiten, Note: 1.7
Die vorliegende Bachelor-Arbeit untersucht die Verteilung öffentlicher und privater Güter in Venezuela zwischen 1958 und 2013 anhand der Selektorats-Theorie. Ziel ist es, das Erklärungspotential dieses theoretischen Ansatzes für den Fall Venezuela zu prüfen und zu beleuchten, inwiefern sich die Verteilung von Ressourcen unter verschiedenen Regierungen und in unterschiedlichen Phasen der venezolanischen Geschichte durch die Selektorats-Theorie erklären lässt.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die den Forschungskontext und das Vorgehen der Untersuchung darlegt. Anschließend wird der theoretische Rahmen der Selektorats-Theorie vorgestellt, welcher die Grundlage für die Analyse der Güterverteilung in Venezuela bildet. Die Kernbegriffe der Theorie, wie die Winning Coalition, das Selektorat und die Loyalitätsnorm, werden erläutert und die Anwendung der Theorie auf den Fall Venezuela vorbereitet.
Im Anschluss daran wird das Forschungsdesign der Arbeit vorgestellt, welches die Methodik und die Operationalisierung der verwendeten Konzepte erläutert. Die Untersuchung selbst gliedert sich in eine Fallstudie, die den Zeitraum von 1958 bis 2013 umfasst und in vier Phasen unterteilt ist: die Phase der Elitenpakte und der demokratischen Konsolidierung (1958-1972), die Jahre des Ölbooms (1973-1982), die Zeit des Staatsbankrotts und des Scheiterns des Elitenpaktes (1983-1998) und die Ära Chávez (1999-2013). Für jede Phase werden die Winning Coalition, die Verteilung öffentlicher und privater Güter sowie die relevanten Faktoren für die jeweilige Phase analysiert.
Die Arbeit endet mit einer Bewertung der Ergebnisse, die die Gültigkeit der aufgestellten Hypothesen überprüft und die zentrale Frage der Arbeit beantwortet, ob die Selektorats-Theorie die Verteilung öffentlicher und privater Güter in Venezuela zwischen 1958 und 2013 erklären kann.
Selektorats-Theorie, Ölrente, Venezuela, Rentierstaat, Winning Coalition, Güterverteilung, Loyalitätsnorm, Elitenpakt, Staatsbankrott, Demokratie, Autoritarismus, Hugo Chávez, Bolivarische Revolution.
Es ist ein politisches Modell, das das Überleben von Regierungen durch die Verteilung von Gütern an eine „Winning Coalition“ (Siegerkoalition) erklärt.
Die Ölrente ermöglichte es venezolanischen Regierungen, Loyalitäten durch die Verteilung privater und öffentlicher Güter zu sichern, was die politische Stabilität maßgeblich beeinflusste.
Unter Hugo Chávez wandelte sich das System hin zu einem kompetitiven Autoritarismus, wobei die Ölrente massiv zur Sicherung der Unterstützung in der Winning Coalition genutzt wurde.
Der Zeitraum von 1958 bis 1972 war durch Pakte zwischen politischen Eliten geprägt, die eine demokratische Konsolidierung nach der Diktatur anstrebten.
Die Winning Coalition ist die Teilgruppe des Selektorats, deren Unterstützung eine Regierung zwingend benötigt, um an der Macht zu bleiben.
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