Bachelorarbeit, 2016
59 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Lerntheoretische Grundlagen
2.1 Lernformen
2.2 Montessori‐Pädagogik
2.3 Motivation
2.4 Wie lernen Menschen besser mit digitalen Medien?
3 Die Interviews und das Auswertungsverfahren
3.1 Schriftliches qualitatives Interview
3.2 Das Gruppeninterview
3.3 Das Experteninterview
3.4 Das Auswertungsverfahren
4 Flipped Classroom
4.1 Was ist Flipped Classroom?
4.2 Theorie des Blended Learnings
4.3 Geschichte des Flipped Classrooms
4.4 Blooms Taxonomie
4.5 Vier Fragen an den Lehrenden
5 Neue Formen der Mediendidaktik
5.1 Wichtige Komponenten des Flipped Classrooms
5.1.1 Lehrvideos und Screencasts
5.1.2 Skript (optional)
5.1.3 Schülerportfolio (optional)
5.1.4 Lehrerblog (optional)
5.1.5 Lernspiele (optional)
5.2 Unterrichtsmethode Flipped Classroom
5.2.1 Szenario 1 mit Anwendung von Screencasts
5.2.2 Szenario 2 mit Screencasts, Skript, Schülerportfolio und einer Projektaufgabe
6 Vor‐ und Nachteile des Modells
6.1 Aufbau des Flipped Classrooms Modells im Seminar Kosmochemie
6.2 Ergebnisse der Interviews mit den Studierenden
6.2.1 Flipped Classroom im Vergleich mit klassischen Unterrichtseinheiten
6.2.2 Weitere digitale Medien (Quiz, Instant Reviews, Skripte)
6.2.3 Langzeitgedächtnis
6.2.4 Zeitaufwand
6.2.5 Fehlender Stress bei Prüfungen
6.2.6 Präsenzphase
6.2.7 Schwierigkeiten als Lehrender
6.2.8 Männliche / Weibliche Unterschiede
7 Fazit und Ausblick
Diese Bachelorarbeit untersucht das Konzept des "Flipped Classroom" (umgedrehter Unterricht), bei dem die traditionelle Wissensvermittlung durch Lehrvideos in die häusliche Phase verlagert wird, während die Präsenzzeit für Übungen und Vertiefung genutzt wird. Ziel der Arbeit ist es, die Vor- und Nachteile dieses Modells anhand einer begleitenden Fallstudie im Seminar "Kosmochemie" zu evaluieren und Potenziale sowie Herausforderungen für die mediendidaktische Praxis aufzuzeigen.
4.1 Was ist Flipped Classroom?
Flipped Classroom (oder Inverted Classroom sowie deutsch: umgedrehter Unterricht) beschreibt eine Unterrichtsmethode, in welcher die Übungsphase in Form der Hausaufgaben einerseits und die Phase der Stoffvermittlung innerhalb des Schulunterrichts andererseits vertauscht sind.
Im konventionellen Schulunterricht müssen die SuS während einer Präsenzveranstaltung („dem Unterricht“) der Lehrerin hauptsächlich passiv folgen. Die SuS bearbeiten dann das Gelernte zuhause oder in der häufig sehr kurzen Übungszeit innerhalb der Unterrichtsstunde. Aus Sicht des Flipped Classroom-Konzepts hat dies folgende Nachteile: Die Aufmerksamkeitsspanne der SuS sinkt kontinuierlich während des Frontalunterrichts bei einem Vortrag der Lehrerin. Auch der unterschiedliche Wissensstand der SuS kann die Motivation senken. Manche SuS sind mit dem neuen Stoff über-, andere unterfordert, worauf ebenfalls die Konzentration sinkt. Des Weiteren kann das eigenständige Üben in Form der Hausaufgaben zu Wissenslücken und Verständnisproblemen führen.
Das Flipped Classroom-Modell möchte durch den vertauschten Unterricht genau diese Punkte verbessern. Die SuS eignen sich die Lerninhalte asynchron, ortsunabhängig, individuell, selbstgesteuert und im eigenen Lerntempo anhand von digitalen Lernmaterialien an (Schäfer 2012:9). Häufig handelt es sich bei diesen digitalen Lernmaterialien um selbstproduzierte Videos. Die Lehrerin zeichnet dafür eine Vorlesung mit einer Videokamera auf oder fertigt einen Screencast an. Bei einem Screencast wird ein Teil des Desktops des Computers gefilmt und die Lehrerin spricht akustisch während der Darstellung darüber. Möglich sind als digitale Medien aber auch Podcasts, digitale Skripts/Unterlagen, Lernspiele etc.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Konzept des Flipped Classroom ein, definiert die Grundidee der vertauschten Unterrichtsphasen und stellt die Forschungsziele der Arbeit dar.
2 Lerntheoretische Grundlagen: Dieses Kapitel verknüpft das Konzept mit Ansätzen wie der Montessori-Pädagogik, der Lernmotivation und der Wirksamkeit von digitalen Medien im Unterricht.
3 Die Interviews und das Auswertungsverfahren: Hier werden die angewandten Forschungsmethoden – schriftliche Befragung, Gruppeninterviews und Experteninterviews – erläutert und begründet.
4 Flipped Classroom: Dieses Kapitel detailliert die theoretischen Hintergründe, die Geschichte des Modells sowie didaktische Leitfragen für Lehrende.
5 Neue Formen der Mediendidaktik: Hier werden konkrete Komponenten wie Lehrvideos, Skripte und Schülerportfolios vorgestellt und in zwei beispielhaften Unterrichtsszenarien angewendet.
6 Vor‐ und Nachteile des Modells: Das zentrale Kapitel analysiert die Ergebnisse der durchgeführten Fallstudie in Bezug auf Lernerfolg, Zeitaufwand, Stressreduktion und geschlechtsspezifische Unterschiede.
7 Fazit und Ausblick: Diese Zusammenfassung reflektiert die Erkenntnisse der Arbeit und gibt Handlungsempfehlungen für die praktische Umsetzung im Schulalltag.
Flipped Classroom, Umgedrehter Unterricht, Mediendidaktik, Blended Learning, E-Learning, Screencasts, Selbstgesteuertes Lernen, Präsenzphase, Lernmotivation, Bloomsche Taxonomie, Geowissenschaften, Lernerfolg, Schülerportfolio, Lehrvideos, Pädagogik
Die Arbeit behandelt das Unterrichtskonzept des "Flipped Classroom", bei dem Wissensvermittlung und Übungsphasen zwischen Hausaufgaben und Präsenzunterricht getauscht werden.
Die zentralen Felder sind die lerntheoretischen Grundlagen, die technische Gestaltung von Lehrmaterialien wie Screencasts und die empirische Untersuchung von Praxisanwendungen in Hochschulseminaren.
Ziel ist es, die Stärken und Schwächen der Flipped-Classroom-Methode in der Praxis aufzuzeigen und Möglichkeiten zur Verbesserung der didaktischen Qualität zu identifizieren.
Der Autor nutzt einen qualitativen Forschungsansatz, bestehend aus einem schriftlichen Fragebogen für Studierende, einem Gruppeninterview und einem Experteninterview mit dem Dozenten.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Vorstellung von Werkzeugen (Videos, Blogs, Portfolios) sowie die Auswertung der konkreten Umsetzung im Seminar "Kosmochemie".
Die wichtigsten Begriffe sind Flipped Classroom, Blended Learning, Medieneinsatz, eigenverantwortliches Lernen, Screencasts und die Bloomsche Taxonomie.
Der Dozent betont, dass Fehler in Videos schwerer wiegen als im Präsenzunterricht, da sie durch das Zurückspulen der Studierenden dauerhaft konsumiert und verbreitet werden.
In den Interviews zeigte sich, dass weibliche Studierende das Konzept durchweg positiv bewerteten, während männliche Studierende öfter Kritik am erhöhten Zeitaufwand und den Gruppenarbeitsmethoden äußerten.
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