Bachelorarbeit, 2014
48 Seiten, Note: 1,7
1. Studie zum Stand des Risikomanagements in deutschen Unternehmen
2. Abgrenzung Risikomanagement und Risikocontrolling
3. Gesetzliche Rahmenbedingungen für das Risikomanagement
4. Kernelemente des Risikomanagementsystems
4.1. Frühwarnsystem
4.2. Internes Überwachungssystem
5. Eingliederung des Risikomanagements in die Organisation
5.1. Zentralisationsgrad
5.2. Stab- oder Linienfunktion
5.3. Hierarchische Eingliederung
6. Risikobegriff
6.1. Etymologischer Risikobegriff
6.2. Entscheidungstheoretischer Risikobegriff
6.3. Betriebswirtschaftlicher Risikobegriff
7. Risikomanagement
7.1. Ziele und Aufgaben des Risikomanagements
7.2. Gründe für das Risikomanagement
7.3. Prozess des Risikomanagements
7.3.1. Risikoidentifikation
7.3.2. Risikobewertung
7.3.3. Risikosteuerung
7.3.4. Risikokontrolle
7.4. Risikoreporting
8. Risikocontrolling
8.1. Ziele und Aufgaben des Risikocontrollings
8.2. Instrumente des Risikocontrollings
8.2.1. Instrumente der Risikoidentifikation
8.2.2. Instrumente der Risikobewertung
8.2.3. Instrumente der Risikoüberwachung
8.2.4. Phasenübergreifende Instrumente des Risikocontrollings
9. Fazit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen umfassenden Überblick über die Konzepte des Risikomanagements und des Risikocontrollings in Industrieunternehmen zu geben, ihre wechselseitige Einbindung zu erläutern und die wesentlichen Instrumente für eine effektive Risikosteuerung darzustellen.
7.3.1. Risikoidentifikation
Die Phase der Risikoidentifikation bzw. der Risikoerfassung ist der Ausgangspunkt für den Risikomanagementprozess. Hier werden alle Risiken erfasst, „die das Unternehmen daran hindern, seine Ziele zu erreichen bzw. seine Strategien erfolgreich umzusetzen.“ Da das Risikomanagement unter anderem zukunftsgerichtet ist, stehen nicht nur bestehende Risiken im Vordergrund, sondern auch potenzielle. Je nach Branche, Größe, Region und Struktur des Unternehmens werden sie von unterschiedlichen Risiken bedroht, daher erfolgt die Analyse dieser Risiken für jedes Unternehmen individuell. „Die Zielsetzung der Risikoidentifikation besteht in einer permanenten, rechtzeitigen, schnellen, vollständigen und wirtschaftlichen Erfassung aller Einzelrisiken im Unternehmen, die Einfluss auf das Zielsystem des Unternehmens haben.“
Ein Problem dieser Phase liegt an den nicht erkannten Bedrohungen, welche folglich auch nicht bewertet und gegebenenfalls nicht bewältigt werden können. Hier kann die Ursache einerseits bei der bewussten Selektion der Risiken liegen und andererseits beim unbewussten Übersehen dieser. Beim Ersteren werden die Risiken erkannt, aber als unbedeutend eingestuft und daher nicht aufgenommen, um unter anderem die Effizienz des Risikomanagementprozesses zu gewährleisten. Beim Letzteren jedoch konnten die Risiken nicht identifiziert werden, wodurch bedeutende Risiken unbeachtet bleiben. Ein weiteres Problem liegt an der Koordination der Informationen zwischen dem Entscheidungsträger und der risikoerhebenden Person, da diese nicht immer identisch sind.
1. Studie zum Stand des Risikomanagements in deutschen Unternehmen: Analyse der aktuellen Verbreitung und Anwendung von Risikomanagementsystemen im deutschen Mittelstand auf Basis aktueller Studien.
2. Abgrenzung Risikomanagement und Risikocontrolling: Definition und Differenzierung der beiden Begriffe sowie Erläuterung ihres komplementären Verhältnisses in der Unternehmensführung.
3. Gesetzliche Rahmenbedingungen für das Risikomanagement: Untersuchung der rechtlichen Anforderungen, insbesondere durch das KonTraG und das Aktiengesetz, an ein funktionierendes Risikomanagementsystem.
4. Kernelemente des Risikomanagementsystems: Vorstellung der zentralen Säulen, bestehend aus Frühwarnsystem, internem Überwachungssystem und Risikocontrolling.
5. Eingliederung des Risikomanagements in die Organisation: Erörterung organisatorischer Fragen wie Zentralisationsgrad, Zuordnung von Stab- oder Linienfunktionen und hierarchische Positionierung.
6. Risikobegriff: Historische, entscheidungstheoretische und betriebswirtschaftliche Herleitung und Definition des Risikobegriffs.
7. Risikomanagement: Detaillierte Betrachtung der Ziele, Gründe und des fortlaufenden Prozesses inklusive der Phasen Identifikation, Bewertung, Steuerung und Kontrolle.
8. Risikocontrolling: Analyse der unterstützenden Funktion des Controllings sowie Vorstellung spezifischer Instrumente zur Risikoanalyse und -überwachung.
9. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Notwendigkeit einer individuellen, ganzheitlichen Implementierung von Risikomanagement in Industrieunternehmen.
Risikomanagement, Risikocontrolling, KonTraG, Risikoidentifikation, Risikobewertung, Risikosteuerung, Risikokontrolle, Frühwarnsystem, Risikoportfolio, Value at Risk, Balanced Scorecard, Unternehmenserfolg, Risikokultur, Risikokategorien, Unternehmensführung.
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Konzeption und praktischen Umsetzung von Risikomanagement- und Risikocontrollingsystemen, speziell zugeschnitten auf die Bedürfnisse von Industrieunternehmen.
Die zentralen Felder umfassen die gesetzlichen Anforderungen, die organisatorische Einbettung, den Ablauf des Risikomanagementprozesses sowie die Vorstellung und Anwendung verschiedener Analyse- und Steuerungsinstrumente.
Das Ziel ist es, einen fundierten Überblick über die Einbindung des Risikocontrollings in den Risikomanagementprozess zu geben und aufzuzeigen, wie Industrieunternehmen ihre Risiken professionell steuern können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Konzepte, gesetzlicher Rahmenbedingungen und Studien, die durch eine systematische Strukturierung in einem wissenschaftlichen Kontext zusammengeführt werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Begriffe, die rechtliche Einordnung, die organisatorische Strukturierung, die detaillierte Darstellung des Risikomanagementprozesses sowie eine umfangreiche Untersuchung der Instrumente des Risikocontrollings.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Risikomanagement, Risikocontrolling, KonTraG, Risikoidentifikation, Risikobewertung und Risikosteuerung charakterisiert.
Es dient dazu, externe und interne Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen, um rechtzeitig Gegenmaßnahmen einzuleiten.
Sie ist eine Erweiterung der klassischen Balanced Scorecard, die gezielt Chancen- und Risikoperspektiven in das strategische Kennzahlensystem integriert, um eine ausgewogene Steuerung zu ermöglichen.
Die Risikokultur wird als zentrales Fundament beschrieben, das sicherstellt, dass Risikomanagement nicht nur als gesetzliche Pflicht, sondern als gelebte Führungsaufgabe im gesamten Unternehmen verstanden wird.
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