Diplomarbeit, 2013
98 Seiten, Note: 1,1
1 Einführung in die Thematik und Strukturierung der Arbeit
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit
2 Anforderungen an die Pflegedokumentation
2.1 Der Pflegeprozess
2.2 Die Dokumentation des Pflegeprozesses
2.2.1 Die Pflegeanamnese
2.2.2 Die Pflegediagnose
2.2.3 Festlegen der Pflegeziele
2.2.4 Planung der Pflegemaßnahmen
2.2.5 Durchführung der Pflegemaßnahmen
2.2.6 Pflegeevaluation – Bewertung der Pflegemaßnahmen
2.3 Gesetzliche Anforderungen
2.4 Qualitätssichernde Anforderungen im SGB XI
2.5 Steuer- und Analyseinstrument interner Prozesse
2.6 Sicherstellung der innerbetrieblichen und interdisziplinären Kommunikation
2.7 Haftungsrechtliche Begründungen
3 Dokumentationssysteme in der Praxis
3.1 Vorteile der papiergestützten Pflegedokumentation
3.2 Nachteile der papiergestützten Pflegedokumentation
3.3 Vorteile einer EDV-gestützten Pflegedokumentation
3.4 Nachteile einer EDV-gestützten Pflegedokumentation
4 Einflussfaktoren bei Pflegekräften auf die Akzeptanz einer EDV-gestützten Pflegedokumentation
4.1 Vorbemerkung
4.2 Theoretische Grundlagen zur Einführung neuer Technologien in Organisationen
4.3 Einflussfaktoren mit eher positiven Wirkungen
4.4 Einflussfaktoren mit eher negativen Wirkungen
4.5 Zusammenfassung
5 Empirische Untersuchung
5.1 Fragestellung und Ziel
5.2 Methodisches Vorgehen
5.3 Der Fragebogen
5.4 Ergebnisse
5.4.1 Rücklaufquote und sozialstatistische Befunde
5.4.2 Hypothesenprüfung und weitere Ergebnisse
5.5 Diskussion der Ergebnisse
6 Zusammenfassung und Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Anforderungen an die Pflegedokumentation in der stationären Altenhilfe sowie die Analyse der Auswirkungen EDV-gestützter Systeme auf die Qualität, Akzeptanz und Prozesse in der täglichen Pflegepraxis.
3.2 Nachteile der papiergestützten Pflegedokumentation
Obwohl seit 1985 die Pflegdokumentation anhand des Pflegeprozesses gesetzlich festgeschrieben wurde, kommen Ammenwerth et al. über 15 Jahre später zu einem enttäuschenden Urteil in der Betrachtung der papiergestützten Pflegedokumentation:
„So ist die Pflegedokumentation häufig unvollständig geführt in Bezug auf Informationssammlung, Probleme und Ressourcen, getroffene Maßnahmen, Evaluation der Pflegeinterventionen sowie Pflegebericht. Als besonders problematisch gilt die Unvollständigkeit in Bezug auf die Datierung und die persönliche Unterschrift der jeweiligen Verantwortlichen. Häufig kann beobachtet werden, dass die vorgegebenen Formulare nicht den Vorgaben entsprechend angewandt werden. So werden etwa Maßnahmen in der Problemspalte eingetragen, oder andere Felder der Formulare nicht richtig ausgefüllt oder falsch genutzt. Häufig gelingt es den Dokumentierenden nicht oder nur lückenhaft, Ziele zu benennen, diesen Zielen geeignete Interventionen zuzuordnen und dann entsprechend zu handeln. Auch sprachlich bestehen häufig Probleme, geeignete Formulierungen zu finden. Vielfach findet die Dokumentation nicht zeitnah statt, sondern es wird nachträglich und aus dem Gedächtnis heraus dokumentiert, was zu Unvollständigkeiten der Dokumentation führen kann. Und schließlich ist die konventionelle Dokumentation ein Unikat, welches nur jeweils an einem Ort verfügbar sein kann“ (Ammenwerth et al. 2002:85).
Diese Einschätzung wurde von vielen Autoren in den Folgejahren immer wieder aufgegriffen und diente als Ausgangspunkt einiger empirischer Untersuchungen zum Einsatz von EDV-gestützten gegenüber papiergestützten Systemen in der Pflegedokumentation (vgl. Schaubmayr 2004; Schaubmayr 2007; Steffan 2007; Kreidenweis 2008; Zieme 2010; Albrecht 2010; Meyer und Fleischmann 2012).
1 Einführung in die Thematik und Strukturierung der Arbeit: Diese Einführung erläutert die Problemstellung der zunehmenden bürokratischen Anforderungen in der Altenpflege und skizziert den Aufbau der Untersuchung.
2 Anforderungen an die Pflegedokumentation: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen des Pflegeprozesses und die vielfältigen rechtlichen sowie qualitätssichernden Anforderungen dargelegt.
3 Dokumentationssysteme in der Praxis: Hier werden die Vor- und Nachteile von papiergebundenen gegenüber elektronischen Systemen basierend auf aktueller Literatur analysiert.
4 Einflussfaktoren bei Pflegekräften auf die Akzeptanz einer EDV-gestützten Pflegedokumentation: Dieses Kapitel widmet sich den theoretischen Modellen zur Technologieakzeptanz und identifiziert förderliche sowie hemmende Einflussfaktoren auf das Personal.
5 Empirische Untersuchung: Dieser Teil beschreibt das methodische Vorgehen der Befragung von Einrichtungsleitungen und präsentiert die erzielten Ergebnisse sowie deren Diskussion.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Bereich der digitalen Pflegedokumentation.
Pflegedokumentation, Altenhilfe, EDV-Systeme, Pflegeprozess, Akzeptanz, Pflegequalität, MDK, Dokumentationsaufwand, Personalmanagement, IT-Einführung, Pflegemanagement, Qualitätssicherung, Digitalisierung, Empirische Untersuchung, Dokumentationssysteme
Die Diplomarbeit untersucht die Herausforderungen der Pflegedokumentation in der stationären Altenhilfe und vergleicht dabei traditionelle Papierdokumentation mit modernen EDV-gestützten Systemen.
Die zentralen Felder umfassen gesetzliche und qualitative Anforderungen an die Dokumentation, die Vor- und Nachteile der eingesetzten Systeme sowie Faktoren, die die Akzeptanz der Pflegekräfte bei der Einführung neuer IT beeinflussen.
Das Ziel ist es aufzuzeigen, ob EDV-Systeme die Dokumentationsqualität steigern und das Pflegepersonal entlasten können, und welche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Implementierung nötig sind.
Die Arbeit nutzt eine umfassende Literaturrecherche sowie eine empirische, schriftliche Befragung (Online-Fragebogen) von 30 Heim- und Pflegedienstleitungen.
Im Hauptteil werden theoretische Modelle (FITT- und TOM-Modell) vorgestellt und empirisch überprüft, ob eine Korrelation zwischen der Nutzung von EDV und der empfundenen Qualität sowie Zeitersparnis besteht.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Pflegedokumentation, EDV-Einsatz in der Altenpflege, Akzeptanz von Technologien, Pflegeprozessmodell und Qualitätssicherung.
Die Studie zeigt, dass zwar eine hohe Übereinstimmung herrscht, dass EDV Zeit einsparen könnte, die Anwender den Zeitbedarf in der Praxis dennoch als weiterhin sehr hoch einstufen.
Die Mehrheit ist zufrieden mit ihren Systemen, zeigt sich jedoch zurückhaltend bei der Frage nach einer vollständigen Umstellung und priorisiert weiterhin die Schulung der Mitarbeiter im bestehenden System.
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