Bachelorarbeit, 2015
46 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Methodisches Vorgehen
2. Entstehung der Immobilienkrise
2.1 Die New Economy Krise
2.2 Die Niedrigzinspolitik der FED
2.3 Der Immobilienboom
2.4 Platzen der Immobilienblase
2.5 Reaktion der FED auf die Subprime-Krise
3. Asset-Backed-Securities
3.1 Unterteilung verschiedener ABS-Produkte
3.1.1 Klassische Asset-Backed-Securities im engeren Sinne
3.1.2 Mortgage-Backed-Securities
3.1.3 Collateralized Debt Obligations
3.2 Emissionsverfahren einer CDO-Transaktion
4. Von der Subprime-Krise zur Finanzkrise
5. Empirischer Vergleich der Preisentwicklung der CDOs mit der Zinspolitik der FED
5.1 Vorgehensweise
5.2 Ergebnisse der empirischen Analyse
5.2.1 Korrelationsanalyse
5.2.2 Granger Kausalität
6. Zusammenfassung
Diese Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Leitzinspolitik der Federal Reserve Bank und der Preisentwicklung forderungsbesicherter Wertpapiere, speziell Collateralized Debt Obligations (CDOs), während der amerikanischen Immobilien- und Finanzkrise. Das primäre Ziel ist es, empirisch zu belegen, inwieweit die geldpolitischen Interventionen der FED die Preisentwicklungen dieser Finanzinstrumente beeinflusst und somit zur Entstehung bzw. Verschärfung der Krise beigetragen haben.
3.1.2 Mortgage-Backed-Securities
Unter MBS versteht man die Verbriefung von Forderungen aus Hypothekenkrediten, wobei der zugrunde liegende Kredit wiederum durch eine Immobilie bzw. einer Hypothek besichert ist und die Rendite an den Investor eines solchen Paketes ausbezahlt wird (Kariya und Kobayashi 2000). Es handelt sich folglich um eine spezielle Form der ABS; denn ähnlich wie bei der klassischen ABS-Transaktion im engeren Sinne bildet die MBS-Transaktion ein Beziehungsdreieck zwischen dem Kreditgeber, dem sogenannten Originator, einer Zweckgesellschaft und einem Investor. Der Schuldner des Hypothekenkredites ist verpflichtet, die monatlichen Zahlungen an den Gläubiger zu leisten. Ist der Schuldner nicht in der Lage, seiner Verpflichtung nachzukommen, hat der Investor das Recht, eine Zwangsvollstreckung durchzusetzen, soweit seine Forderung grundpfandrechtlich gesichert ist (Achleitner 2002).
Gemäß Bloss et al. (2009) sind MBS wiederrum in “Residential“ und “Commercial“ MBS zu unterteilen. Bei “Residential Mortgages-Backed-Securities“ (“RMBS“) handelt es sich um Hypothekenkredite, die an private Kreditnehmer vergeben werden, die durch private Immobilien besichert sind und somit einen beträchtlichen Anteil an verbrieften Hypothekenkrediten darstellen (Elschen und Lieven 2009). RMBS beinhalten jedoch ein hohes Ausfallrisiko. So hat sich gezeigt, dass vor allem die bereits in Kapitel 2 erwähnten Subprime-Kreditnehmer oftmals nicht in der Lage waren, diese Kredite zu bedienen. Bei “Commercial Mortgage-Backed-Securities“ (“CMBS“) hingegen handelt es sich um gewerbliche Hypothekenkredite, die durch Immobilien besichert sind. Diese Kreditsummen sind oftmals deutlich höher als bei RMBS. In der Regel beginnen sie bei 300.000 US-Dollar und können bis zu mehreren Hundert Millionen US-Dollar reichen (Hayre 2001).
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Forschungsfrage nach dem Zusammenhang zwischen der Zinspolitik der FED und den Preisen von CDOs und skizziert das methodische Vorgehen der Arbeit.
2. Entstehung der Immobilienkrise: Dieses Kapitel erläutert die Ursachen der Immobilienkrise, insbesondere die Rolle der Niedrigzinspolitik der FED nach der Dotcom-Blase und den daraus resultierenden Immobilienboom.
3. Asset-Backed-Securities: Hier werden die verschiedenen Arten von ABS-Produkten, deren Emissionsverfahren und die wesentlichen Akteure bei einer Verbriefungstransaktion detailliert analysiert.
4. Von der Subprime-Krise zur Finanzkrise: Dieses Kapitel beschreibt den Prozess, wie die Immobilienkrise durch komplexe Finanzinstrumente und Vertrauensverlust auf dem Interbankenmarkt zur globalen Finanzkrise wurde.
5. Empirischer Vergleich der Preisentwicklung der CDOs mit der Zinspolitik der FED: Der Hauptteil der Arbeit untersucht mithilfe von Indizes, Korrelationsanalysen und Granger-Kausalität empirisch den direkten Zusammenhang zwischen den Zinsentscheidungen der FED und der Preisentwicklung von CDOs.
6. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, welche die Rolle der FED und die Auswirkungen der Finanzkrise zusammenfasst.
Federal Reserve Bank, Leitzinspolitik, Immobilienkrise, Finanzkrise, Asset-Backed-Securities, Collateralized Debt Obligations, CDO, Subprime-Kredite, Verbriefung, Korrelationsanalyse, Granger-Kausalität, Immobilienblase, Finanzmarktkrise, Risikomanagement, Hypothekenkredite.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Geldpolitik der US-Notenbank (FED) und dem massiven Preisverfall von forderungsbesicherten Wertpapieren während der Finanzkrise 2007/2008.
Zentrale Themen sind die Entstehung der Immobilienblase, die Struktur komplexer Finanzprodukte wie ABS und CDOs sowie die empirische Analyse der Auswirkungen von Zinsänderungen auf diese Anlageklassen.
Das Ziel ist es, empirisch zu belegen, ob und inwieweit die Leitzinspolitik der FED eine korrelierende oder kausale Rolle bei der negativen Preisentwicklung von CDOs gespielt hat.
Neben einer umfassenden Literaturanalyse zur Krisengeschichte und den Finanzinstrumenten nutzt der Autor quantitative Methoden wie die Korrelationsanalyse und den Granger-Kausalitätstest auf Basis von Marktdaten.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Krise, die Erklärung der Finanzinstrumente (ABS/CDOs/Wasserfallprinzip) und die detaillierte empirische Auswertung anhand von Indexdaten.
Schlüsselbegriffe sind vor allem Leitzinspolitik, CDO, Subprime-Krise, Verbriefung, Korrelationsanalyse und Finanzkrise.
Das Wasserfallprinzip beschreibt die Rangfolge der Bedienung von Tranchen: Hochrangige Tranchen (AAA) werden zuerst bedient, während Verluste zuerst die nachrangige Equity-Tranche belasten.
Die Ergebnisse zeigen statistisch signifikante Werte unter 5 Prozent, was darauf hindeutet, dass Leitzinsveränderungen der FED mit der Preisentwicklung der untersuchten CDOs korrelieren.
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