Bachelorarbeit, 2016
75 Seiten, Note: 1,1
1 Einleitung
1.1 Relevanz der Arbeit
1.2 Vorgehensweise
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Historischer Überblick
2.1.1 Entwicklungen im Enthüllungsjournalismus
2.1.2 Bekannte Fälle und Auswirkungen
2.2 Medienwirkungstheorie
2.2.1 Der Framing-Ansatz
2.2.2 Nachrichtenfaktoren und Nachrichtenwert
2.3 Forschungsleitende Annahmen
3 Empirische Forschung
3.1 Forschungsmethodik
3.2 Ergebnisse der empirischen Forschung
3.2.1 Inhaltliche und formale Charakteristika
3.2.2 Analyse der wirkenden Nachrichtenfaktoren
3.2.3 Zusammenfassung der Ergebnisse
3.2.4 Das Experteninterview
3.3 Verifizierung der forschungsleitenden Annahmen
4 Ausblick
5 Fazit
Diese Bachelor Thesis untersucht die mediale Berichterstattung der Süddeutschen Zeitung über die Panama Papers. Das Hauptziel der Arbeit besteht darin zu analysieren, inwiefern verschiedene Medienwirkungsinstrumente wie der Framing-Ansatz und die Nachrichtenwerttheorie die Berichterstattung prägen und ob die Kritik an einer sogenannten "Verdachtsberichterstattung" in diesem Kontext angemessen ist.
2.1 Historischer Überblick
Es wird oft gesagt, Journalismus sei der erste grobe Entwurf zur Geschichte (vgl. Barth, 1943). Konträr dazu ließe sich also sagen, der investigative Journalismus liefert den ersten groben Entwurf zur Legislative. Er lenkt die Aufmerksamkeit auf Verfehlungen innerhalb gesellschaftlicher Systeme und strebt deren Nachverfolgung an. Gleichzeitig indiziert er, wie den Reichen und Mächtigen die Umgehung ebenjener Systeme gelingt (vgl. de Burgh, 2000: 3) – so geschehen in der Panama-Papers-Affäre. Doch diese oft politischen Missstände können nur in das Licht öffentlichen Interesses treten, wenn sie auch auf der Bühne medialer Aufmerksamkeit verfolgt werden. Die öffentliche Empörung einer Gemeinschaft bildet den Kern eines jeden Skandals und geschieht heute primär durch die Massenmedien und ihre informationsvermittelnde Funktion (vgl. Höhn, 2009: 10). Um die dahingehende Bedeutung des Enthüllungsjournalismus zu präzisieren, benötigt es der folgenden historischen Einordnung.
1 Einleitung: Das Kapitel führt in das Thema der Berichterstattung über die Panama Papers ein und stellt die Relevanz der Untersuchung sowie die methodische Vorgehensweise dar.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden die theoretischen Fundamente des Enthüllungsjournalismus, der Medienwirkungstheorie sowie die forschungsleitenden Annahmen detailliert erarbeitet.
3 Empirische Forschung: Dieser Teil enthält die Inhaltsanalyse der Artikel, die Auswertung der Nachrichtenfaktoren und die Ergebnisse des Experteninterviews, welche zur Verifizierung der Hypothesen dienen.
4 Ausblick: Der Ausblick reflektiert die Zukunft des investigativen Journalismus und die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit bei großen Datenleaks.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Arbeitsweise der Süddeutschen Zeitung im Hinblick auf journalistische Sorgfaltspflichten.
Enthüllungsjournalismus, Panama Papers, Süddeutsche Zeitung, Investigativer Journalismus, Nachrichtenwerttheorie, Framing, Medienwirkung, Daten-Leak, Verdachtsberichterstattung, Nachrichtenfaktoren, Inhaltsanalyse, Steuerhinterziehung, Medienethik, Journalistische Sorgfalt, Politische Skandale.
Die Arbeit befasst sich mit der Berichterstattung der Süddeutschen Zeitung über die Panama Papers und hinterfragt die journalistische Arbeitsweise im Kontext von investigativen Recherchen.
Zentrale Themen sind die Anwendung von Nachrichtenfaktoren, die mediale Wirkung von Framing-Prozessen sowie die kritische Auseinandersetzung mit der sogenannten Verdachtsberichterstattung.
Ziel ist es zu belegen, welche Nachrichtenfaktoren die Berichterstattung über die Panama Papers dominieren und ob das Medium seine Inhalte verantwortungsvoll und faktenbasiert gestaltet hat.
Die Autorin verwendet eine quantitative Inhaltsanalyse von 132 Artikeln der Süddeutschen Zeitung, ergänzt durch ein Experteninterview mit Bastian Obermayer.
Der Hauptteil analysiert die formale und inhaltliche Struktur der Artikel, identifiziert wirkende Nachrichtenfaktoren und untersucht die Platzierung sowie den Umfang der Berichterstattung.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Enthüllungsjournalismus, Nachrichtenwerttheorie, Framing, Daten-Leak und Medienethik geprägt.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die Zeitung es teilweise versäumt hat, die Berichterstattung vollständig pflichtgetreu zu gestalten, erkennt jedoch eine verantwortungsbewusste Entwicklung im Vergleich zu anderen Medienkritiken an.
Obermayer verteidigt die Verdachtsberichterstattung als gängiges, notwendiges Instrument bei komplexen Enthüllungen und betont die Wichtigkeit internationaler Allianzen bei der Recherche.
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