Diplomarbeit, 2001
100 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
1.3 Begriffliche Abgrenzung
1.3.1 Die Dienstleistung
1.3.2 Die Qualität
1.3.3 Die Kundenzufriedenheit
2. Konzepte zur Beschreibung der Kundenzufriedenheit
2.1 Einführende Überlegungen und Grundlagen von Dienstleistungen
2.1.1 Das Wesen der Dienstleistung
2.1.2 Die ökonomische Relevanz von Kundenzufriedenheit
2.2 Übersicht der Methoden zur Messung der Kundenzufriedenheit
2.3 Ansätze auf Basis des kundenorientierten Ansatzes
2.3.1 Merkmalsorientierte Ansätze
2.3.1.1 Soll-Ist-Vergleich
2.3.1.2 Einfachskala
2.3.1.3 Penalty-Reward-Faktoren
2.3.1.4 Vignette-Methode
2.3.2 Ereignisorientierte Ansätze
2.3.2.1 Sequentielle Ereignismethode
2.3.2.2 Critical-Incident-Technique
2.4 Ansatz auf Basis des wertorientierten Qualitätsbegriffs
2.5 Das Deutsche Kundenbarometer
3. Konsequenzen für die Organisation von Dienstleistungsunternehmen
3.1 Durchführung von Kundenzufriedenheitsanalysen
3.2 Beschwerdemanagement als Kundenbindungsstrategie
3.2.1 Bedeutung des Beschwerdemanagements
3.2.2 Ziele des Beschwerdemanagements
3.2.3 Determinanten des Beschwerdeverhaltens
3.2.4 Aufgaben des Beschwerdemanagements
3.2.5 Organisatorische Eingliederung des Beschwerdemanagements
3.3 Kundenorientierte Organisationsstrukturen
3.3.1 Aufbauorganisation
3.3.2 Ablauforganisation
4. Konsequenzen für die Führung von Dienstleistungsunternehmen
4.1 Kundenorientiertes Unternehmensleitbild
4.2 Führungsverhalten
4.3 Personalpolitische Instrumente
4.3.1 Personalauswahl
4.3.2 Personalentwicklung
4.3.3 Personalbeurteilung
4.4 Anreizsysteme
5. Schlußbetrachtung
Die Arbeit untersucht die Konzepte zur Beschreibung der Kundenzufriedenheit und leitet daraus spezifische Konsequenzen für die Organisation und Führung von Dienstleistungsunternehmen ab. Das Ziel ist es, die ökonomische Relevanz von Kundenzufriedenheit aufzuzeigen und Strategien zu entwickeln, um diese in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld als Erfolgsfaktor zu etablieren.
2.1.2 Die ökonomische Relevanz von Kundenzufriedenheit
Empirische Befunde im Rahmen der PIMS-Studie (Profit Impact of Market Strategies) belegen, daß „die Qualität als zentraler strategischer Erfolgsfaktor angesehen werden kann“ (Corsten, H., 1997, S. 292) und „die Qualitätsführerschaft im Dienstleistungsbereich eine besonders aussichtsreiche Strategie darstellt [und] im Dienstleistungssektor höher einzuschätzen ist als im Durchschnitt aller Branchen“ (Hentschel, B., 1992, S. 44). Demnach weisen Unternehmen mit einer hohen Dienstleistungsqualität ein 12% höheres Umsatzwachstum, einen 6% größeren Marktanteil und einen 12% höheren Gewinn auf (Buzzell/Gale, 1989, S. 39 ff. und 91 ff.). Nach Maleri „ist das Streben nach Qualitätsführerschaft gerade im Dienstleistungsbereich von großer Bedeutung und stellt oftmals die einzig erfolgversprechende Strategie des Erringens einer Unique Selling Position (USP) dar“ (Maleri, R., 1994, S. 108).
Die Kundenzufriedenheit als strategisches Ziel hat in zweifacher Hinsicht eine wirtschaftliche Relevanz für Unternehmen. Zum einen gilt es positive Effekte aus der Zufriedenheit zu erzielen, zum anderen die Auswirkungen der Unzufriedenheit so gering wie möglich zu halten oder zu minimieren. Letzteres bedeutet in erster Linie die Abwanderung unzufriedener und enttäuschter Kunden und somit einen Verlust möglicher zukünftiger Umsätze und Gewinne.
1. Einleitung: Beschreibt die zunehmende Bedeutung der Kundenzufriedenheit in einer globalisierten Wirtschaft und definiert die zentralen Begriffe Qualität und Dienstleistung.
2. Konzepte zur Beschreibung der Kundenzufriedenheit: Liefert einen theoretischen Rahmen über das Wesen von Dienstleistungen und evaluiert verschiedene wissenschaftliche Methoden zur Messung der Kundenzufriedenheit.
3. Konsequenzen für die Organisation von Dienstleistungsunternehmen: Analysiert den praktischen Nutzen von Kundenzufriedenheitsanalysen und führt das Beschwerdemanagement als zentrales Instrument der Kundenbindung ein.
4. Konsequenzen für die Führung von Dienstleistungsunternehmen: Erörtert, wie Unternehmenskultur, Führungsverhalten und Personalpolitik auf das Ziel der konsequenten Kundenorientierung ausgerichtet werden können.
5. Schlußbetrachtung: Fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, Kundenzufriedenheit als dynamischen Prozess zu begreifen, der kontinuierliche Anpassungen in Struktur und Führung erfordert.
Kundenzufriedenheit, Dienstleistungsmanagement, Dienstleistungsqualität, Beschwerdemanagement, Kundenbindung, SERVQUAL, GAP-Modell, Organisationsstruktur, Unternehmensführung, Personalentwicklung, Personalbeurteilung, Anreizsysteme, Prozessmanagement, Wettbewerbsstrategie, Kundenorientierung.
Die Arbeit untersucht, wie Dienstleistungsunternehmen durch die Messung und gezielte Steigerung der Kundenzufriedenheit ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern und langfristige Kundenbeziehungen aufbauen können.
Die zentralen Themen sind die theoretische Fundierung von Dienstleistungsqualität, Methoden zu deren Messung sowie die operativen und strategischen Konsequenzen für Organisation und Personalwesen.
Das primäre Ziel ist es, den inhaltlichen Zusammenhang zwischen Kundenzufriedenheit und wirtschaftlichem Erfolg darzustellen und konkrete Ansätze für die Unternehmensführung abzuleiten.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die wesentliche Konzepte (wie SERVQUAL oder das GAP-Modell) verdichtet, kritisch bewertet und in einen anwendungsorientierten Managementkontext stellt.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Erfassung der Kundenzufriedenheit (Kapitel 2) sowie deren Umsetzung durch organisatorische Maßnahmen wie Beschwerdemanagement und kundenorientierte Führungsinstrumente (Kapitel 3 und 4).
Die wichtigsten Begriffe umfassen Kundenzufriedenheit, Beschwerdemanagement, Dienstleistungsqualität, Kundenbindung und kundenorientierte Führung.
Der Autor kritisiert insbesondere die mangelnde Validität der Doppelskala zur Differenzbildung von Soll- und Istwerten sowie die problematische Annahme einer branchenübergreifenden Einsetzbarkeit des Modells.
Ein schlechtes Beschwerdemanagement ist gravierender als die ursprüngliche Fehlleistung, da es dem Kunden signalisiert, dass das Unternehmen kein Interesse an einer Problemlösung hat, was zu einem endgültigen Vertrauensverlust führt.
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