Bachelorarbeit, 2017
58 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Bestandsaufnahme: Das Europa der Jahrhundertwende (1800)
2.1. Der Untergang Alteuropas
2.2. Anthropologie als „Fundamentaldisziplin“ des 18. Jahrhunderts
2.3. Romantik und Revolution
3. Paul Follenius: Sein Leben in Deutschland 1799 – 1834
3.1 Kindheit und Jugend
3.2 Studium und politische Aktivitäten
3.3 Der „romantische Nationalismus“ der Gebrüder Follenius
3.4 Die politische Radikalisierung im „Bund der Schwarzen“
3.5 Die Attentate auf Kotzebue und Ibell
3.6 Die Gründung der „Gießener Auswanderungsgesellschaft“
3.7 Die Überfahrt nach Amerika
4. Paul Follenius – Sein Leben in den USA (1834 – 1844)
4.1 Die Ankunft in der „Neuen Welt“
4.2 Das Leben als „Latin Farmer“ in Warren County, Missouri
4.3 Intellektuelle Herausforderungen in Amerika
4.4 „Die Wage“
4.4.1 Voraussetzungen der Entstehung der „Wage“
4.4.2 Konzeption der „Wage“
4.4.3 Das Ende der „Wage“
4.5 Neue Hoffnungen und Pläne
4.6 Der Tod von Paul Follenius – das Leben seiner Kinder
5. Zusammenfassung und Diskussion
Die Arbeit untersucht das Leben des deutschen Freiheitskämpfers und „romantischen“ Idealisten Paul Follenius, dessen Wirken sowohl den politischen Kontext des frühen 19. Jahrhunderts in Deutschland als auch die Utopie einer deutschen Musterrepublik in den USA umfasst. Ziel ist es, seine Radikalisierung, die Emigration und das Scheitern seiner visionären Projekte historisch nachzuzeichnen.
3.5 Die Attentate auf Kotzebue und Ibell
Im Frühling 1818 promovierte Karl Follen als „Doktor der Rechte“ und begann auf Einladung von Professor Fries seine Lehrtätigkeit als Privat-Dozent in Jena. Mit ihm verließen auch andere „Schwarze“ die Universität zu Gießen, so dass sich der alte Bund aufzulösen begann.
Im März 1819 erfolgte die Ermordung von August von Kotzebue durch Karl Ludwig Sand, eine Tat, die von der Bevölkerung als „wilder Fanatismus“ oder „Schwärmerei“ aufgenommen wurde, jedoch beteuerte Münch: „[...]so dürfen die Leser mir es doch glauben, daß [sic] die Tat ebenso kühl ausgedacht war, wie sie mit entschiedenem Willen vollführt wurde, und daß [sic] alle Folgen, die sich daran knüpfen sollten, überlegt und berechnet waren, und zwar nicht in Sand’s Innerem allein.“
Er führt dann genauer aus, dass das Attentat genauso geplant gewesen war – und zwar mit Karl Follen als Initiator: „Und warum verrichtete Follen die Tat nicht selbst? Aus reiner Oekonomie [sic]; denn der Gedanke der Selbstaufopferung war ihm in der That [sic] einer der liebsten. Ihm aber war eine höhere Aufgabe gestellt, seiner konnte die künftige Revolution als eines Führers nicht entbehren [...]“
1. Einleitung: Paul Follenius wird als radikaler Freiheitskämpfer vorgestellt, dessen „romantischer“ Idealismus sein Leben in Deutschland und später in den USA prägte.
2. Bestandsaufnahme: Das Europa der Jahrhundertwende (1800): Das Kapitel beleuchtet den Zusammenbruch Alteuropas durch die Französische Revolution und die aufkommende Bedeutung von Anthropologie und Romantik.
3. Paul Follenius: Sein Leben in Deutschland 1799 – 1834: Fokus auf die Sozialisation, die politische Radikalisierung in Burschenschaften und das Scheitern der revolutionären Bestrebungen in Deutschland.
4. Paul Follenius – Sein Leben in den USA (1834 – 1844): Detaillierte Schilderung der Auswanderung, des Überlebenskampfes als Farmer und der Versuche, durch publizistische Arbeit Einfluss zu nehmen.
5. Zusammenfassung und Diskussion: Synthese der Ergebnisse, wobei das Handeln des Autors in den Kontext des „romantischen“ Zeitgeists gestellt wird.
Paul Follenius, Romantik, Idealismus, Gießener Auswanderungsgesellschaft, 19. Jahrhundert, Deutschland, USA, Auswanderung, politischer Radikalismus, Latein-Farmer, „Die Wage“, Friedrich Münch, revolutionärer Freiheitskämpfer, Liberalismus, deutsche Musterrepublik.
Die Arbeit analysiert das Leben und Wirken von Paul Follenius, einer zentralen Figur des deutschen Frühliberalismus, die versucht hat, ihre idealistischen Visionen zunächst in Deutschland und später in den USA zu verwirklichen.
Zentrale Themen sind die studentische Protestbewegung, die politische Rolle der Romantik, die Geschichte der deutschen Auswanderung nach Amerika sowie der Aufbau einer liberalen Gemeinschaft im Exil.
Ziel ist es, die Entwicklung von Follenius vom militanten Revolutionär in Deutschland zum Siedler und intellektuellen Publizisten in den USA unter dem Aspekt seines „romantischen“ Idealismus nachzuzeichnen.
Es handelt sich um eine historische Arbeit, die primär Quellen wie Korrespondenzen, Memoiren (insbesondere von Friedrich Münch) und Zeitungsartikel sowie einschlägige Forschungsliteratur auswertet.
Der Hauptteil gliedert sich in zwei große Biographieteile: Das Leben in Deutschland bis zur Flucht 1834 und das Leben als „Latin Farmer“ in den USA bis zu seinem Tod 1844.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie politischer Idealismus, transatlantische Migration, Gießener Schwarze und romantische Politk beschreiben.
Die Zeitung war sein letzter Versuch, aus der intellektuell unterfordernden Rolle des Farmers auszubrechen und seine politische Überzeugung in den USA durch Bildung und freies Denken wirksam werden zu lassen.
Karl Follen wird als charismatische Führungspersönlichkeit dargestellt, deren Radikalität und „Lehre der Unbedingten“ Paul maßgeblich prägten und in seine eigene politische Haltung überführten.
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