Masterarbeit, 2015
87 Seiten, Note: 1,7
1. Einführung in das Thema und Zielsetzung
2. Bildungspolitische Hintergründe
2.1 Die Verwendung des Begriffes Kompetenz
2.2 Bildungsstandards und ihre Verortung im Schulsystem
2.3 Der Weg zur Standardisierung im deutschen Bildungssystem
2.3.1 Konstanzer Beschluss (1997)
2.3.2 „PISA-Schock“ (2001)
2.3.3 Klieme-Expertise (2003)
2.3.4 Richtungsweisende Beschlüsse nach der Klieme-Expertise
2.4 Notwendigkeit der Standardisierung im deutschen Bildungssystem
2.5 Ziele von Bildungsstandards
2.6 Grundlagen individueller Förderung im kompetenzorientierten Unterricht
3. Ausrichtung des Bildungssystems auf Bildungsstandards
3.1 Drei Typen von Bildungsstandards
3.2 Von der Input- zur Outputorientierung
3.3 Die Entwicklung von Kompetenzmodellen
3.4 Messung und Beurteilung von Kompetenzen im Unterricht
3.5 Kritik an Bildungsstandards
4. Praxis des kompetenzorientierten Unterrichts
4.1 Ziele und Methoden des kompetenzorientierten Unterrichts
4.2 Erste Forschungen zum Stand des kompetenzorientierten Unterrichts
4.3 Ablösung der traditionellen Lehrpläne durch Schulcurricula
4.4 Die Rolle der Lehrkraft im kompetenzorientierten Unterricht
4.5 Individuelle Förderung im kompetenzorientierten Unterricht
5. Beispielhafte Umsetzung im Unterricht
5.1 Konzeption von Bildungsstandards am Beispiel der Bildungsstandards im Fach Deutsch für den Mittleren Schulabschluss
5.2 Konsequenzen für die individuelle Förderung und den kompetenzorientierten Unterricht im Fach Deutsch in der SEK I
5.3 Individuelle Förderpläne
5.4 Projekte
6. Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Implementierung kompetenzorientierten Unterrichts und individueller Förderung im deutschen Bildungssystem, insbesondere in der Sekundarstufe I, und analysiert Herausforderungen sowie Möglichkeiten zur praktischen Umsetzung.
1. Einführung in das Thema und Zielsetzung
Mit der Reform müssen sich für die Akteure Vorteile verbinden, die zusätzlichen Belastungen müssen Sinn machen und nach einer Weile müssen sich auch Erfolge einstellen. Anders sind Bildungsreformen nicht durchzuführen – auch die Einführung von Bildungsstandards nicht (Hubig & Rindermann 2012, S. 177).
Wegen der Einführung von Bildungsstandards, in denen die Kompetenzen definiert werden, die die Schülerinnen und Schüler in einem kompetenzorientierten Unterricht erreichen sollen, kam es in den letzten Jahren zu einem kontroversen Diskurs über die Schulentwicklung in Deutschland. Von ähnlicher Relevanz für das deutsche Bildungssystem ist aktuell weiterhin die Herausforderung, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass eine umfangreiche individuelle Förderung aller Schülerinnen und Schüler gewährleistet werden kann.
Das als Einstieg verwendete Zitat von Hubig und Rindermann (2012) verweist bereits auf eine Grundvoraussetzung für das Gelingen der Reform der Bildungsstandards in Deutschland: Sie muss Vorteile gegenüber den bestehenden Schul- und Unterrichtstrukturen bieten.
Bildungsstandards müssen dafür zunächst von allen Beteiligten verstanden und akzeptiert werden. Nur dann können sie nachhaltig und erfolgreich implementiert werden. Es besteht jedoch noch Uneinigkeit darüber, ob Bildungsstandards eine Weiterentwicklung des Bildungssystems bedeuten. So wird immer noch massiv Kritik geübt an der bisherigen Entwicklung und Umsetzung von Bildungsstandards, die beispielsweise die individuelle Bildung der Schülerinnen und Schüler gefährden sollen (vgl. ebd., S. 169).
1. Einführung in das Thema und Zielsetzung: Einleitung in die Thematik der Bildungsreformen durch Bildungsstandards und die damit verbundene Notwendigkeit individueller Förderung in der Sekundarstufe I.
2. Bildungspolitische Hintergründe: Klärung der Grundbegriffe „Kompetenz“ und „Bildungsstandard“ sowie historische Herleitung der Standardisierung durch PISA und die Klieme-Expertise.
3. Ausrichtung des Bildungssystems auf Bildungsstandards: Analyse der Standard-Typen, des Wandels zur Output-Orientierung und der Herausforderungen bei der Messung von Kompetenzen.
4. Praxis des kompetenzorientierten Unterrichts: Erörterung methodischer Ansätze und der veränderten Rolle der Lehrkraft als Lernbegleiter sowie der Bedeutung individueller Förderung.
5. Beispielhafte Umsetzung im Unterricht: Praktische Anwendung der Bildungsstandards und Kompetenzmodelle anhand des Fachs Deutsch in der Sekundarstufe I sowie Darstellung von Förderplänen und Projekten.
6. Zusammenfassung und Ausblick: Resümee über den Erfolg der Reformen und Fazit zur weiteren Entwicklung von Schulen und Unterricht in Deutschland.
Bildungsstandards, Kompetenzorientierung, Individuelle Förderung, Schulentwicklung, PISA-Studie, Bildungsreform, Kompetenzmodell, Output-Orientierung, Leistungsstandards, Sekundarstufe I, Lernbegleitung, Diagnostik, Kerncurricula, Schulpraxis, Bildungschancen.
Die Arbeit analysiert die Einführung von Bildungsstandards im deutschen Bildungssystem und deren Auswirkungen auf die Unterrichtspraxis, mit besonderem Fokus auf die Sekundarstufe I.
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Kompetenzen, die Transformation von Lehrplänen in Kerncurricula, die individuelle Förderung und die Rolle der Lehrkraft.
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie kompetenzorientierter Unterricht und individuelle Förderung in der Praxis gelingen können und welche Herausforderungen dabei entstehen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung bildungswissenschaftlicher Fachliteratur sowie einer Diskussion aktueller bildungspolitischer Expertisen und empirischer Studien.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Bildungsstandards, deren Auswirkung auf die Schulstruktur sowie die praktische Umsetzung durch neue Unterrichtskonzepte.
Zu den prägenden Begriffen gehören Bildungsstandards, Kompetenzorientierung, individuelle Förderung und Output-Orientierung.
Das alte System war stärker durch staatliche Vorgaben und Input-Steuerung geprägt, während die neue Orientierung den Fokus auf die tatsächlichen Lernergebnisse (Output) der Schülerinnen und Schüler legt.
Kritiker bemängeln unter anderem die Gefahr einer zu eindimensionalen Orientierung an messbaren Ergebnissen, die Vernachlässigung der individuellen Förderung sowie die Komplexität und Überladung der Standards.
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