Bachelorarbeit, 2013
48 Seiten
1. Einleitung
2. Berufsethik in der Logopädie
2.1 Berufsethik in der Logopädie als angewandte Ethik
2.2 Aktueller Bedarf eines deutschen Berufskodex
2.3 Ethische Entscheidungsfindung in der Logopädie
2.4 Ethische Kompetenzen
2.5. Ethische Prinzipien in der therapeutischen Tätigkeit
2.6 Exemplarische Vorstellung der Vergleichsdokumente
2.6.1 Die Berufsordnung des dbl
2.6.2 Ethische Rahmenvorgaben Logopädie des CPLOL
2.6.3 Der Code of Ethics der ASHA
3. Vergleich des Code of Ethics und der Rahmenvorgaben
3.1 Vermittlung von Wissen über Inhalte und in die Berufspraxis
3.2 Ethische Prinzipien auf nationaler und internationaler Ebene
3.3 Formale Analyse
3.4 Inhaltliche Analyse
3.5 Verbindlichkeit und Identifizierung von Verstößen
4. Gegenüberstellung der Anregungen aus dem internationalen Vergleich und der Berufsordnung
4.1 Vermittlung von Wissen über Inhalte und Anwendung
4.2 Ethische Prinzipien
4.3 Formale und Inhaltliche Analyse
4.4 Verbindlichkeit und Identifizierung von Verstößen
5. Ergebniszusammenfassung und Ausblick
6. Literaturverzeichnis
Die Arbeit untersucht, ob in der deutschen Logopädie eine eigenständige Berufsethik notwendig ist und wie internationale Standards aus den USA (ASHA) und Europa (CPLOL) zur Weiterentwicklung der deutschen Berufsordnung beitragen können, um den Anforderungen moderner therapeutischer Leistungserbringung gerecht zu werden.
2.6.3 Der Code of Ethics der ASHA
Die American Speech-Hearing-Language Association (kurz: ASHA, im weiteren Verlauf wird Abk. genannt) ist die älteste und mitgliederstärkste Organisation, um die Berufsgruppe der Logopädinnen/Logopäden und Sprachtherapeutinnen/Sprachtherapeuten zu repräsentieren (Lubinski et al., 2007, S.76).
The American Academy of Speech Correction (AASC) wurde am 29. Dezember 1925 während der National Association of Teachers of Speech (NATS) gegründet. Die AASC sah es als Zweck an, die Wissenschaft zu fördern und die Tätigkeit der Sprachtherapie organisiert durchzuführen. Des Weiteren sah es die AASC als sehr wesentlich an, Mitglieder über Therapiemethoden zu unterrichten und Forschung zu betreiben, um so sprachliche Probleme zu beheben 1949 wurde der Name der Organisation in „American Speech-Language-Hearing Association“ geändert. Die ASHA ist anerkannt als eine professionelle, wissenschaftlich orientierte, anmeldepflichtige Organisation. Aktuell hat die ASHA mehr als 115.000 Mitglieder, darunter auch Audiologinnen/Audiologen, Logopädinnen/Logopäden und Angehörige der Sprachwissenschaften (Guilfort et al., 2007, S.54).
Der Code of Ethics der ASHA wurde zeitgleich mit der Gründung der Organisation im Jahr 1925 entwickelt (Guilford et al., 2007, S.57). Er bezieht sich konkret auf die nationalen Gegebenheiten und Bedürfnisse der Logopädinnen/Logopäden in den USA und wurde stetig, vor allem im Jahr 2003, modifiziert (Irwin et.al, 2007,S. 9). Damit stellt er ein Instrument dar, mit dem es den Logopädinnen/Logopäden, Sprachtherapeutinnen/Sprachtherapeuten und Audiologinnen/Audiologen möglich ist, nach ethischen Werten und Normen zu handeln. Der Code of Ethics beinhaltet fünf ethische Prinzipien und bildet die Basis für die ethische Entscheidungsfindung (Hegde, Davis, 2007, S.79f).
1. Einleitung: Die Arbeit hinterfragt die Angemessenheit der deutschen Berufsordnung und prüft durch internationalen Vergleich, welche Anpassungen für eine moderne logopädische Berufsausübung erforderlich sind.
2. Berufsethik in der Logopädie: Dieses Kapitel definiert Berufsethik als angewandte Ethik und verdeutlicht den dringenden Bedarf an einem fundierten Berufskodex, um professionelles Handeln und ethische Entscheidungsfindung zu stützen.
3. Vergleich des Code of Ethics und der Rahmenvorgaben: Es erfolgt eine detaillierte Gegenüberstellung der US-amerikanischen (ASHA) und europäischen (CPLOL) Standards hinsichtlich formaler, inhaltlicher und praktischer Aspekte.
4. Gegenüberstellung der Anregungen aus dem internationalen Vergleich und der Berufsordnung: Die gewonnenen Erkenntnisse werden direkt auf die deutsche Berufsordnung angewendet, um konkrete Defizite bei der Wissensvermittlung und Verbindlichkeit aufzuzeigen.
5. Ergebniszusammenfassung und Ausblick: Die Ergebnisse bestätigen die Notwendigkeit einer Überarbeitung der deutschen Berufsordnung, um internationale Standards zu integrieren und eine praxisnähere Berufsethik zu etablieren.
6. Literaturverzeichnis: Umfassende Auflistung der für die Analyse herangezogenen wissenschaftlichen Quellen und Dokumente.
Berufsethik, Ethikkodex, logopädische Berufsausübung, ASHA, CPLOL, Berufsordnung des dbl, ethische Prinzipien, klinische Entscheidungsfindung, Professionalisierung, Qualitätssicherung, internationale Standards, medizinische Ethik, therapeutische Verantwortung, Zertifizierung, Evidenzbasierte Praxis.
Die Arbeit analysiert die aktuelle deutsche Berufsordnung für Logopäden und prüft, ob eine Weiterentwicklung zu einem umfassenden Ethikkodex notwendig ist, um internationalen Anforderungen gerecht zu werden.
Die Schwerpunkte liegen auf der Berufsethik als angewandte Ethik, der klinischen Entscheidungsfindung, dem Vergleich internationaler Richtlinien und der praktischen Implementierung dieser Standards im Berufsalltag.
Das Ziel ist es, auf Basis eines Vergleichs mit den Standards der ASHA (USA) und CPLOL (Europa), konkrete Anhaltspunkte für die Modifikation der deutschen Berufsordnung des dbl abzuleiten.
Die Autorin führt eine deutsch- und englischsprachige Literaturrecherche durch und nutzt eine vergleichende Analyse, um die ethischen Dokumente gegenüberzustellen und daraus praxisrelevante Schlussfolgerungen zu ziehen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Berufsethik, eine formal-inhaltliche Analyse der Vergleichsdokumente und eine kritische Gegenüberstellung dieser mit den bestehenden deutschen Regelwerken.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Berufsethik, Ethikkodex, Professionalisierung, internationale Standards der Logopädie und Qualitätssicherung in der therapeutischen Praxis.
Die ASHA-Richtlinien gelten als beispielhaft für die konsequente Integration ethischer Leitlinien in den Berufsalltag, insbesondere durch die enge Verknüpfung mit Zertifizierungsprozessen wie dem 'Certificate of Clinical Competence'.
Die Analyse zeigt, dass die deutsche Berufsordnung seit 1998 kaum modifiziert wurde, rechtliche Vorgaben mit ethischen Prinzipien vermischt und eine zu geringe Repräsentanz in den digitalen Kommunikationskanälen des Verbandes aufweist.
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