Masterarbeit, 2016
176 Seiten, Note: 0,7 (sehr gut)
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
2 ZIELSETZUNG
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND
3.1 Emotionen
3.1.1 Begriffliche Differenzierung zwischen Emotionen und Gefühlen
3.1.2 Bedeutung von Emotionen und deren Steuerung im Sport
3.2 Angst
3.2.1 Begriffserläuterung von Angst
3.2.2 Erklärungsmodelle zur Angstentstehung
3.2.3 Symptome der Angst
3.3 Wettkampfangst
3.3.1 Entstehung der Wettkampfangst
3.3.2 Angstformen im Sport
3.3.3 Wissenschaftliche Modelle zur Erklärung des Angst-Leistungszusammenhangs
3.3.4 Bedeutung der Diagnostik in der Sportpsychologie
3.4 Entspannungstraining
3.4.1 Bedeutung von Spannung und Entspannung im Wettkampfsport
3.4.2 Ziele und Funktionen von Entspannungsverfahren im Wettkampfsport
3.4.3 Entspannungsmethoden
3.5 Mentales Training
3.5.1 Begriffserklärung des Mentalen Trainings
3.5.2 Ansätze des Mentalen Trainings
3.5.3 Methoden des Vorstellungstrainings
3.5.4 Wirkungsweise des Mentalen Trainings
3.5.5 Voraussetzungen für Mentales Training
3.5.6 Stufenmodell des Mentalen Trainings nach Eberspächer
3.5.7 Prozessmodell sportpsychologischer Intervention nach Beckmann und Elbe
3.6 Tennis als Wettkampfsport
3.6.1 Erklärung der Rückschlagsportart
3.6.2 Mentale Anforderungen in spezifischen Spielsituationen
4 METHODIK
4.1 Formulierung der Forschungsfrage
4.2 Beschreibung der Stichprobe bzw. des Probanden
4.2.1 Rekrutierung der Stichprobe
4.2.2 Zusammensetzung der Stichprobe
4.2.3 Ort und Zeitpunkt der Untersuchung
4.3 Beschreibung der Messinstrumente
4.3.1 Beschreibung des Wettkampf-Angst-Inventar State (WAI-S)
4.3.2 Beschreibung des Wettkampf-Angst-Inventar Trait (WAI-T)
4.3.3 Beschreibung des Sphygmomanometers
4.3.4 Beschreibung des Aufschlagmessgerätes
4.4 Erfassung der Zielvariablen vor der Durchführung der Intervention
4.4.1 Erfassung des Wettkampfangstzustands des Klienten
4.4.2 Erfassung der Wettkampfängstlichkeit des Klienten
4.4.3 Erfassung der Aufschlaggeschwindigkeit des Klienten
4.4.4 Erfassung der Aufschlagquote und der Anzahl der Doppelfehler
4.4.5 Erfassung relevanter biometrischer Daten des Klienten
4.5 Darstellung des durchgeführten Interventionsprogramms
4.5.1 Erstgespräch / Vertrag
4.5.2 Zielbestimmung
4.5.3 Diagnose
4.5.4 Ableitung von Interventionsmaßnahmen
4.5.5 Durchführung der Maßnahme
4.5.6 Verhaltensoptimierung
4.5.7 Evaluation
4.6 Erfassung der Zielvariablen nach der Durchführung der Intervention
4.6.1 Erfassung des Wettkampfangstzustands des Klienten
4.6.2 Erfassung der Wettkampfängstlichkeit des Klienten
4.6.3 Erfassung der Aufschlaggeschwindigkeit des Klienten
4.6.4 Erfassung der Aufschlagquote und der Anzahl der Doppelfehler
4.6.5 Erfassung relevanter biometrischer Daten des Klienten
5 ERGEBNISSE
6 DISKUSSION
6.1 Ergebnisinterpretation/Kritische Methodendiskussion
6.1.1 Ergebnisinterpretation/kritische Methodendiskussion bzgl. der Interventionsergebnisse
6.1.2 Ergebnisinterpretation bzgl. der übergeordneten Fragestellung der Arbeit
6.2 Erläuterung möglicher Handlungsableitungen und weiterer Forschungsfragen/Problemstellungen
6.2.1 Erläuterung möglicher Handlungsableitungen für zukünftige Interventionen
6.2.2 Vorgehensweise während der Rehabilitationsphase
6.2.3 Mögliche Vorgehensweisen nach Abschluss der Rehabilitationsphase
6.2.4 Erläuterung möglicher weitere Forschungsfragen bzw. Problemstellungen
7 ZUSAMMENFASSUNG
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, im Rahmen einer Einzelfallstudie empirisch zu untersuchen, ob ein Mentales Training (MT) als sechswöchiges Interventionsprogramm zu einer Reduzierung der Wettkampfangst bei einem Tennisspieler führt, wobei sportpsychologische sowie biometrische Daten und sportartspezifische Kennzahlen analysiert werden.
1 Einleitung und Problemstellung
„Er [Boris Becker] nimmt mir den Aufschlag ab, und obwohl ich noch 4:2 in Führung liege, spüre ich, wie etwas in mir reißt. Diesmal ist es nicht meine Hüfte, sondern mein Gehirn. Plötzlich kann ich meine Gedanken nicht mehr kontrollieren. Ich denke an Pete [Sampras], der [im Finale] auf mich wartet. Ich denke an meine Schwester Rita, deren Mann Pancho gerade einen langen Kampf gegen den Magenkrebs verloren hat. Ich denke an Becker, der immer noch von Nick [Bollettirie] trainiert wird, und an Nick, der braungebrannt wie ein Kotelett über uns in Beckers Tribünenbox sitzt. Ich frage mich, ob Nick Becker meine Geheimnisse verraten hat – zum Beispiel, wie ich Beckers Aufschlag durchschaut habe. Ich denke an Brooke, die diese Woche zusammen mit Petes Freundin . . . bummeln war. All diese Gedanken wirbeln mir durch den Kopf, machen mich zerstreut und unkonzentriert, und so gelingt es Becker, die Dominanz zu erringen, und er gibt sie nicht mehr her. Er gewinnt das Match in vier Sätzen“ (Agassi, 2009, S. 319 – 320).
Jene zitierten Zeilen stammen aus der Autobiographie des ehemaligen amerikanischen Tennisspielers, Andre Agassi, und gewähren einen Einblick in die mentalen und emotionalen Prozesse, welche zu der Niederlage des US-Amerikaners im Halbfinale des Turniers in Wimbledon im Jahr 1995 führten. In diesem Zusammenhang spiegelt der im Zitat geschilderte Verlauf des Matches die Aussage von Mayer und Hermann (2010, S. 8 – 9) wider, dass ein Sportler eine Handlung auf seinem individuell höchsten Niveau nur durchführen kann, wenn er ihr seine vollständige Aufmerksamkeit widmet und er dabei seine höchste Konzentration entwickelt. Erst dann ist es für Leistungs- und Spitzensportler möglich, sich insbesondere unter stressreichen Umständen, wie z. B. in entscheidenden Wettkampfsituationen, auf das Wesentliche zu konzentrieren.
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Die Einleitung beleuchtet die psychologischen Herausforderungen im Leistungssport, insbesondere Wettkampfangst, und begründet die Relevanz von Mentaltraining.
2 ZIELSETZUNG: Hier wird das Ziel definiert, durch ein Mentaltraining in einer Einzelfallstudie die Wettkampfangst eines Probanden zu reduzieren.
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND: Dieser Teil bietet eine theoretische Übersicht zu Emotionen, Angst, deren sportpsychologischer Bedeutung sowie Entspannungs- und Mentaltrainingsmethoden.
4 METHODIK: Das Kapitel beschreibt den Versuchsaufbau, die Stichprobe, die verwendeten psychologischen Messinstrumente (WAI-S, WAI-T) sowie das konkrete Interventionsprogramm.
5 ERGEBNISSE: Die erhobenen Daten aus der Prä- und Postmessung werden gegenübergestellt und hinsichtlich der Zielerreichung ausgewertet.
6 DISKUSSION: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert, methodische Mängel aufgezeigt und Handlungsableitungen für zukünftige sportpsychologische Interventionen formuliert.
7 ZUSAMMENFASSUNG: Abschließende Betrachtung der untersuchten Problematik sowie Fazit der Einzelfallstudie.
Mentales Training, Sportpsychologie, Wettkampfangst, Wettkampfängstlichkeit, Angst-Leistungszusammenhang, Einzelfallstudie, Intervention, Tennis, Entspannungstraining, Diagnostik, WAI-S, WAI-T, Leistungsoptimierung, Emotionsmanagement, Stressmodell.
Die Arbeit untersucht den Einfluss von Mentaltraining auf die Wettkampfangst im Tennis-Leistungssport anhand einer Einzelfallstudie.
Die zentralen Themen sind Emotionsregulation im Sport, die Entstehung und Symptomatik von Wettkampfangst sowie die Anwendung von Entspannungs- und Mentalen Trainingstechniken.
Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Welche Wirkung hat die sechswöchige sportpsychologische Intervention unter Anwendung des Mentalen Trainings auf die Wettkampfangst beim betrachteten Probanden?“
Es wurde eine empirische Einzelfallstudie mit Prä- und Postmessungen durchgeführt, wobei psychologische Fragebögen (WAI-S, WAI-T) und tennisspezifische Leistungsdaten erhoben wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu psychologischen Konstrukten und eine methodische Darstellung der durchgeführten sportpsychologischen Intervention.
Die Arbeit fokussiert auf Mentales Training, Wettkampfangst, sportpsychologische Diagnostik, Leistungsoptimierung und Emotionsmanagement.
Obwohl eine Verbesserung bei einigen Parametern (wie Doppelfehler und Zielwerten im WAI-S) erkennbar war, beschrieb der Klient weiterhin ein subjektives Angstgefühl, was die Wirksamkeit im Einzelfall kritisch diskutierbar macht.
Die Wahl fiel aufgrund der Bewegungsoptimierung und der potenziellen Reduktion von Angstzuständen in Wettkampfsituationen, um die Leistungsfähigkeit des Spielers zu stabilisieren.
Diskutiert werden methodische Mängel wie das Fehlen von Kontrollmessungen über einen längeren Zeitraum, externe Einflüsse bei der Datenerhebung sowie die geringe Repräsentativität der Einzelfallstudie.
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