Bachelorarbeit, 2015
77 Seiten, Note: 1,0
Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
I Curriculum
1 Einleitung
2 Rahmenbedingungen
2.1 Zielgruppe
2.2 Kursbeschreibung
2.3 Leistungsnachweise
2.4 Konsequenzen für die Curriculum- und Materialentwicklung
3 Grundlagen
3.1 Literatur als Fremdsprache
3.1.1 Symbolische Kompetenz
3.1.2 Literarizität
3.1.3 Literarische Kompetenz
3.2 Fachsprache Literaturwissenschaft
4 Handlungsfelder und Kann-Beschreibungen
4.1 Handlungsfelder
4.2 Kann-Beschreibung
5 Konsequenzen für die Praxis
5.1 Anforderungen an die Materialien
5.2 Anforderungen an den Unterricht
5.3 Anforderungen an das Assessment
6 Ausblick
7 Literatur
Die Arbeit entwickelt ein umfangreiches Curriculum für den Literaturkurs „Text“ des Moduls 278 im Bachelor-Studiengang „Deutsche Sprache, Kultur und Literatur“ an der Universität Stellenbosch, um Studierende durch gezielte Kompetenzförderung auf weiterführende Honours- und Masterstudiengänge vorzubereiten.
3.1 Literatur als Fremdsprache
Riedner (2010) zeigt in ihrem Überblicksaufsatz zur Theoriebildung und Literaturvermittlung im Fach Deutsch als Fremdsprache auf, dass die Auseinandersetzung mit Literatur im DaF-Unterricht von zwei Theorien wesentlich geprägt wurde. Der Einfluss dieser beiden Ansätze sei auch in neueren literaturdidaktischen Arbeiten noch erkennbar.
Rezeptionsästhetik Das literarische Kommunikationsmodell der Rezeptionsästhetik geht davon aus, dass Text und Leser/in in einem dialogischen Verhältnis zueinander stehen. Durch den Leseakt schaffen Lesende in Interaktion mit dem Text überhaupt erst Bedeutung (vgl. Iser, 1994: 265). Folglich rücken zahlreiche literaturdidaktische Ansätze im Fach Deutsch als Fremdsprache die Lernenden als Rezipierende in den Mittelpunkt. Die Annahme dabei ist, dass die Lernenden den Text „vor dem Hintergrund individueller, aber auch kulturell geprägter Erfahrungen“ (Riedner, 2010: 1544) rezipieren und Bedeutungen schaffen.
Kulturelle Fremdheit Dem zweiten Ansatz in der DaF-Literaturdidaktik liegt die Vorstellung zugrunde, dass literarische Texte dabei helfen, sich „Unterschiede von eigener und fremder Wirklichkeitssicht bewusst zu machen“ (Riedner, 2010: 1545).
1 Einleitung: Beschreibt die Kooperation zwischen der Universität Stellenbosch und dem Herder-Institut und stellt das Ziel vor, ein Curriculum für den Literaturkurs „Text“ zu entwickeln.
2 Rahmenbedingungen: Analysiert die Zielgruppe der Studierenden des zweiten Studienjahrs und legt die organisatorischen Anforderungen des Kurses fest.
3 Grundlagen: Erläutert die theoretischen Konzepte wie Literaturbegriff, symbolische Kompetenz, Literarizität und literarische Kompetenz als Fundament des Curriculums.
4 Handlungsfelder und Kann-Beschreibungen: Identifiziert Standardsituationen im Unterricht und formuliert darauf basierend spezifische Kompetenzbeschreibungen für die Studierenden.
5 Konsequenzen für die Praxis: Reflektiert die methodische Umsetzung mittels CLILiG und definiert Gütekriterien für Materialien sowie Assessment-Instrumente.
6 Ausblick: Erörtert die Möglichkeiten der Weiterentwicklung des Curriculums und dessen Nutzung als Instrument der Lehrerfortbildung.
7 Literatur: Listet sämtliche für die Arbeit herangezogenen Quellen auf.
Curriculumsentwicklung, DaF, Literaturunterricht, symbolische Kompetenz, Literarizität, literarische Kompetenz, CLILiG, Kann-Beschreibungen, Stellenbosch, Fremdsprachenlernen, Handlungsfelder, Assessment, Lehrmaterialien, bildungssprachliche Fähigkeiten, Lesekompetenz.
Es geht um die Konzeption und Erstellung eines fundierten Curriculums für den Literaturkurs „Text“ im Rahmen des BA-Studiengangs „Deutsche Sprache, Kultur und Literatur“ an der Universität Stellenbosch.
Die zentralen Themen umfassen die theoretische Begründung literaturdidaktischer Arbeit im DaF-Kontext, die Definition von literarischer Kompetenz sowie die praktische Umsetzung durch Handlungsfelder und Kann-Beschreibungen.
Das primäre Ziel ist die Übertragung fachdidaktischer Kompetenzen aus dem Master-Modul am Herder-Institut auf den spezifischen südafrikanischen Kontext, um das Qualitätsmanagement der Deutschabteilung in Stellenbosch zu unterstützen.
Es wurde eine Kombination aus Bedarfsanalyse mittels Unterrichtshospitation, Literaturstudium zur Theoriebildung und der Anwendung des Modells von Burwitz-Melzer zur Operationalisierung von Kompetenzen genutzt.
Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Grundlagen, der Ableitung von Handlungsfeldern, der Erstellung von Kann-Beschreibungen auf Niveaustufen (A2/B1) sowie der Reflexion über Konsequenzen für Materialien und Assessment.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Curriculumsentwicklung, DaF, Literaturunterricht, symbolische Kompetenz, Literarizität und CLILiG charakterisiert.
Durch die Formulierung von Kann-Beschreibungen, die ein Bodenniveau (A2) und ein Deckenniveau (B1) unterscheiden, wird der heterogenen sprachlichen Zusammensetzung der Zielgruppe Rechnung getragen.
CLILiG dient als methodischer Ansatz, um den Studierenden trotz des fachorientierten Unterrichts in der Zielsprache Deutsch sowohl fachliche als auch sprachliche Fortschritte durch gezielte Unterstützung zu ermöglichen.
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