Bachelorarbeit, 2015
38 Seiten, Note: 1,3
I. Einleitung
1. Nachkriegsdeutschland: Fußball in der Ostzone und der DDR
2. Aktueller Forschungsstand
3. Quellenkritik
3.1. Presse in der DDR
3.2. Die Berliner Zeitung
4. Aufbau der Arbeit
II. Darstellung des methodischen Vorgehens
1. Die Verbindung von qualitativer und quantitativer Analyse
2. Die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring
2.1 Erstellung des Kategoriensystems
2.1.1 Auswahl der Stichprobe
2.1.2 Das Kategoriensystem
III. Auswertung und Darstellung der Ergebnisse der qualitativen Inhaltsanalyse
1. Die Frequenzanalyse
2. Auswertung und Interpretation der Ergebnisse
IV. Fazit
1. Die Fußballberichterstattung
2. Die Forschungsmethode
3. Forschungsperspektiven
Diese Bachelorarbeit verfolgt das Ziel, die Ostberliner Presseberichterstattung über den Fußball in den Jahren 1950 bis 1953 anhand der "Berliner Zeitung" systematisch zu analysieren, um Erkenntnisse über die Rolle des Sports im politischen und gesellschaftlichen Kontext der frühen DDR zu gewinnen.
3. Quellenkritik
Bevor im folgenden Kapitel auf die für diese Arbeit zu untersuchende „Berliner Zeitung“ eingegangen wird, ist es zunächst wichtig sich die Rolle der Presse und den Einfluss der Politik auf das Zeitungswesen in der SBZ bzw. der DDR bewusst zu machen.
„Die Presse ist das früheste und wichtigste Medium in der SBZ sowie im ersten Jahrzehnt der DDR. Sie stand im Mittelpunkt der Kommunikationspolitik der 50er Jahre.“ So bewertete Rolf Geserick die Rolle der Presse in der SBZ und der DDR im Jahre 1987. Für ihn sind einige Punkte der damaligen westlichen Merkmale des Begriffsverständnisses von Kommunikationspolitik nicht mit dem Konzept der DDR vereinbar. Dazu zählen die Konkurrenz gesellschaftlicher Gruppen und die Unzuständigkeit des Staates. Bereits zur Zeit der SBZ gab es Verordnungen, welche besagten, dass eine Publikation von Zeitungen nur Parteien und Massenorganisationen gestattet war. Seit ihrer Gründung am 22.04.1946 gewann die Sozialistische Einheitspartei Deutschland immer mehr an Einfluss. 1947 existierten bereits neun SED-Zeitungen, die einer sowjetischen Zensur unterlagen. Bis 1950 entwickelten sich dann die einst bürgerlich-unabhängigen Zeitungen zu Mitteilungsblättern der Parteien, unter denen die SED die Vormachtstellung inne hatte.
I. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die historische Ausgangslage des Fußballs im Nachkriegsdeutschland ein, beleuchtet den Forschungsstand und legt die methodische Grundlage sowie die Fragestellung für die Analyse der "Berliner Zeitung" dar.
II. Darstellung des methodischen Vorgehens: Hier wird die Wahl der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring begründet, die Verbindung mit einer Frequenzanalyse erläutert und die detaillierte Entwicklung des Kategoriensystems zur Auswertung des Pressematerials beschrieben.
III. Auswertung und Darstellung der Ergebnisse der qualitativen Inhaltsanalyse: Dieses Kapitel präsentiert die quantitativen Daten der Frequenzanalyse und interpretiert die Ergebnisse im Hinblick auf die inhaltlichen Schwerpunkte der Berichterstattung.
IV. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse über die Ausrichtung der Berichterstattung zusammen, bewertet die angewandte Forschungsmethode kritisch und skizziert potenzielle zukünftige Forschungsperspektiven.
Fußballberichterstattung, Berliner Zeitung, DDR, SBZ, Qualitative Inhaltsanalyse, Mayring, Sportgeschichte, SED, Pressefreiheit, Politische Instrumentalisierung, Frequenzanalyse, Ostberlin, Sportpädagogik, DDR-Oberliga, Medienforschung
Die Arbeit untersucht die Fußballberichterstattung in der "Berliner Zeitung" im Zeitraum von 1950 bis 1953, um die mediale Darstellung des Sports in der Entstehungszeit der DDR zu verstehen.
Im Zentrum stehen die Berichterstattung über den nationalen und internationalen Fußball, die politische Instrumentalisierung des Sports sowie die kritische Auseinandersetzung der Zeitung mit organisatorischen Mängeln.
Das primäre Ziel ist es, durch eine systematische Analyse der Pressebeiträge ein Bild davon zu zeichnen, wie Fußball in den frühen 1950er Jahren in der DDR-Tagespresse gerahmt und ideologisch verortet wurde.
Die Autorin verwendet die qualitative Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring, ergänzt durch eine Frequenzanalyse, um eine strukturierte und nachvollziehbare Auswertung der Texte zu gewährleisten.
Der Hauptteil widmet sich der methodischen Herleitung, der Definition des Kategoriensystems anhand einer Stichprobe und der anschließenden Auswertung sowie Interpretation der kodierten Zeitungsartikel.
Wichtige Begriffe sind DDR-Sportgeschichte, Berliner Zeitung, qualitative Inhaltsanalyse, Medienkontrolle, politische Instrumentalisierung und Fußballberichterstattung.
Die Wahl fiel auf die "Berliner Zeitung", da sie einen täglich erscheinenden Sportteil bot, gut archiviert war und trotz der SED-Dominanz eine vergleichsweise offene und kritische Berichterstattung pflegte.
Die Ergebnisse zeigen, dass Sportler oft als "Diplomaten im Trainingsanzug" fungierten und der Fußball als Mittel zur Propagierung von Frieden, Einheit und der Überlegenheit des kommunistischen Systems genutzt wurde.
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