Bachelorarbeit, 2016
49 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Verwendung zentraler Begriffe in der Medienpädagogik
2.1 Medienkompetenz
2.2 Medienbildung
2.3 Medienpädagogische Kompetenz
2.3.1 Elemente medienpädagogischer Kompetenz
2.3.2 Verankerung medienpädagogischer Kompetenz in der Lehrerbildung
3. Lehren und Lernen in der Gesundheits- und Krankenpflege – domänenspezifische Rahmenbedingungen
3.1 Zum Begriff der Domäne
3.2 Gesetzliche und institutionelle Rahmenbedingung
3.3 Entwicklungen in der Pflegeausbildung
3.3.1 Vom Fächer- zum Lernfeldkonzept
3.3.2 Modellprojekte in der Pflegeausbildung – integriert – integrativ – generalistisch
3.3.3 Akademisierung in der Pflegebildung
3.4 Lehrerbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege
4. Bedeutung digitaler Medien in der Gesundheits- und Krankenpflege
4.1 Digitale Medien im Arbeitsprozess beruflich Pflegender
4.2 Mediengestütztes Lernen in der Pflege
4.3 Digitale Medien an Schulen des Gesundheitswesens
5. Anforderungen an die medienpädagogische Kompetenz Lehrender im Bildungsgang Gesundheits- und Krankenpflege – Kritische Überprüfung
5.1 Mediendidaktische Kompetenz
5.2 Medienerzieherische Kompetenz
5.3 Sozialisationsbezogene Kompetenz im Medienzusammenhang
5.4 Schulentwicklungskompetenz im Medienzusammenhang
6. Fazit
7. Ausblick
Die Bachelorarbeit untersucht die spezifischen medienpädagogischen Kompetenzen, die Lehrende in der Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflege benötigen, um Auszubildende erfolgreich auf eine zunehmend digitalisierte Berufspraxis vorzubereiten. Hierbei steht die kritische Analyse der bestehenden Rahmenbedingungen und die Ableitung konkreter Handlungsfelder für Lehrkräfte im Zentrum.
Mediendidaktische Kompetenz
Tulodziecki, Herzig und Grafe (vgl. 2010, S.100) unterscheiden fünf didaktische Konzepte, wie Medien in Lehr- und Lernkontexte eingebunden werden können: Lehrmittelkonzept, Arbeitsmittelkonzept, Bausteinkonzept, Systemkonzept und Lernumgebungskonzept. Diese unterscheiden sich im Grad der Festlegung des Lehr- und Lernprozesses, dem Grad der Planung bzw. Vorplanung des Unterrichtsprozesses und den damit verbundenen Aufgaben der Lehrperson sowie der Art des Lernens (vgl. ebd., S.112). Der Unterteilung in die fünf Konzepte liegt die Annahme zugrunde, dass die Verwendung von Medien bei der Unterrichtsgestaltung nicht unabhängig von der didaktischen Zielsetzung erfolgen sollte, was mit „Passung“ bezeichnen wird (vgl. ebd. S.100).
Das Systemkonzept ist für die Arbeit an Schulen weniger von Bedeutung und wird daher nicht näher erläutert.
Das Lehrmittelkonzept ist durch die überwiegend passiv-rezeptive Rolle der Lernenden gekennzeichnet. Zum Einsatz kommen unterschiedliche Medien wie Bilder, Filme oder Präsentationen, die der Visualisierung und Veranschaulichung eines von der Lehrperson vorstrukturierten Unterrichtes dienen (vgl. Tulodziecki et al., 2010, S.101, vgl. de Witt & Czerwionka, 2013, S.78).
Im Sinne des Arbeitsmittelkonzeptes werden Medien als Lernmittel aufgefasst, welche das Lernen direkt unterstützen können. Lehrende übernehmen dabei die Aufgabe, das durch die Arbeitsmittel gelenkte Lernen der Schülerinnen und Schüler anzuleiten, zu beraten und gegebenenfalls zu kontrollieren. Die Auseinandersetzung mit den bereitgestellten Materialien erfolgt aufgabenbezogen und ist insofern vorstrukturiert. Das Konzept geht auf Reformpädagogen wie Freinet, Parkhurst und Montessori zurück, deren zu Lernzwecken speziell konzipierte Materialien sich auch heute noch in vielen pädagogischen Einrichtungen finden (vgl. de Witt & Czerwionka, 2013, S.78, vgl. Tulodziecki & Herzig, 2004 S.101f).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Digitalisierung in der Pflege und leitet daraus die forschungsleitende Frage nach der notwendigen medienpädagogischen Kompetenz von Lehrenden ab.
2. Verwendung zentraler Begriffe in der Medienpädagogik: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Medienkompetenz und Medienbildung sowie das Konzept der medienpädagogischen Kompetenz nach Blömeke.
3. Lehren und Lernen in der Gesundheits- und Krankenpflege – domänenspezifische Rahmenbedingungen: Hier werden die rechtlichen, institutionellen und curricularen Besonderheiten der Pflegeausbildung dargelegt, einschließlich der Entwicklung hin zum Lernfeldkonzept.
4. Bedeutung digitaler Medien in der Gesundheits- und Krankenpflege: Das Kapitel analysiert den Einsatz digitaler Medien im Pflegealltag und für Lehr-Lern-Prozesse in den Schulen des Gesundheitswesens.
5. Anforderungen an die medienpädagogische Kompetenz Lehrender im Bildungsgang Gesundheits- und Krankenpflege – Kritische Überprüfung: Auf Basis der vorangegangenen Kapitel werden die fünf Elemente medienpädagogischer Kompetenz kritisch auf ihre Relevanz für Lehrkräfte in der Pflege geprüft.
6. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und bestätigt die Notwendigkeit aller fünf medienpädagogischen Kompetenzelemente für das Berufsfeld Pflege.
7. Ausblick: Der Ausblick identifiziert weiteren Forschungsbedarf und betont die Relevanz der Thematik für zukünftige pflegepädagogische Studiengänge.
Medienpädagogische Kompetenz, Gesundheits- und Krankenpflege, Medienbildung, Medienkompetenz, Blömeke, Pflegeausbildung, Mediendidaktik, Lehr- und Lernformen, Schulentwicklung, Digitalisierung, Kompetenzorientierung, Pflegedidaktik, Berufsbildung, Lehrerprofessionalität, Evidence-based Nursing.
Die Arbeit untersucht, welche medienpädagogischen Kompetenzen Lehrende an Schulen des Gesundheitswesens benötigen, um angehende Pflegekräfte auf die Anforderungen einer mediatisierten Arbeitswelt vorzubereiten.
Die Arbeit deckt die Definitionen medienpädagogischer Grundbegriffe, die spezifischen Rahmenbedingungen der Pflegeausbildung in Deutschland und die Anforderungen an Lehrende in Bezug auf digitale Medien ab.
Die Forschungsfrage lautet: „Welche (domänenspezifischen) Elemente medienpädagogischer Kompetenz benötigen Lehrende an Schulen des Gesundheitswesens im Bildungsgang Gesundheits- und Krankenpflege?“
Es handelt sich um eine theoretisch fundierte Analyse, die auf Literaturrecherche und der kritischen Überprüfung bestehender Konzepte (insbesondere von Blömeke) vor dem Hintergrund der pflegeberuflichen Spezifika basiert.
Der Hauptteil analysiert, wie sich der Wandel der Pflegeausbildung (z.B. Lernfeldorientierung, Akademisierung) auf die Anforderungen an Lehrkräfte auswirkt und welche fünf Elemente medienpädagogischer Kompetenz als Handlungsfelder fungieren.
Medienpädagogische Kompetenz, Pflegeausbildung, digitale Medien, Pflegedidaktik, Blömeke-Modell und Schulentwicklung sind die zentralen Begriffe der Arbeit.
Da die Pflegeausbildung nicht unter das allgemeine Schulrecht, sondern unter ein eigenes Berufszulassungsgesetz fällt, sind die Beschlüsse der Kultusministerkonferenz (KMK) zur Medienbildung hier nicht rechtlich bindend, was die Implementierung erschwert.
Das Lernfeldkonzept erfordert handlungsorientierte Lehr- und Lernmethoden. Digitale Medien dienen hier als Werkzeuge, um diese komplexen, realitätsnahen Lernarrangements zu unterstützen und träges Wissen zu vermeiden.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

