Masterarbeit, 2016
88 Seiten, Note: 1,7
1. Die Problemstellung
2. Die Wirtschaftstheoretischen Grundlagen
2.1. Die Entscheidungstheorie
2.2. Die Neue Institutionenökonomik
2.2.1. Die Prinzipal-Agenten-Theorie
2.2.2. Homo oeconomicus vs. Opportunismus
2.3. Die Rationalität
2.3.1. Die Nutzentheorie
2.3.2. Die Präferenzen
2.3.3. Die Erwartungsnutzentheorie
3. Die Verhaltensökonomik
3.1. Die Prospekt-Theorie
3.2. Der Framing-Effekt und die Verlustaversion
3.3. Der Endowment-Effekt
4. Risiko vs. Unsicherheit
4.1. Risikoneutralität, -aversion & -affinität
4.2. Die Begriffsunterscheidung
4.3. Die Risikominderung
4.3.1. Die Diversifikation
4.3.2. Die Versicherung
4.3.3. Die Beschaffung weiterer Informationen
5. Das µ-σ-Kriterium
6. Der Forschungsfragebogen
6.1. Die Forschungsfragen
6.2. Die Vorgehensweise
6.3. Der Aufbau des Fragebogens
6.4. Die Grundgesamtheit
7. Die Methodik
7.1. Die Bernoulli-Befragung
7.2. Die Basis-Referenz-Lotterie
7.3. Die Mittelwert-Kettungs-Methode
7.4. Die Alternativenauswahl bei Unsicherheit
7.5. Die Forschungsergebnisse
8. Schlussfolgerung und kritische Würdigung
9. Das geschlechtsspezifische Risikoverhalten
10. Die Anreizsysteme in Prinzipal-Agenten-Beziehungen
11. Fazit
Die Arbeit untersucht die Differenzen im Risikoverhalten zwischen privaten und unternehmerischen Investitionsentscheidungen unter Anwendung der Prinzipal-Agenten-Theorie sowie verhaltensökonomischer Ansätze durch eine empirische Befragung.
2.2.1. Die Prinzipal-Agenten-Theorie
Eine der drei größten Theorien, die auf den Annahmen der NIÖ aufbaut, ist die „Prinzipal-Agenten-Theorie“ (PAT). Die Basis für die PAT bilden institutionsökonomische Prämissen der Informationsasymmetrie und des Opportunismus zwischen Auftraggebern, den sogenannten Prinzipalen, und den Auftragnehmern, den sogenannten Agenten. Die PAT geht davon aus, dass jeder Agent gegenüber seinem entsprechenden Prinzipal einen Vorsprung an Informationen besitzt, welchen der Agent entweder zum Vor- oder zum Nachteil des Prinzipals einsetzen kann.14
Daraus ergibt sich auf Seiten des Prinzipals eine Diskrepanz, da er zum einen nicht weiß, ob der vom ihm engagierte Agent für die ihm übertragenen Aufgaben geeignet ist bzw. sogar für den Prinzipal nachteilige Intentionen verfolgt. Zum anderen könnte der Agent gegenüber dem Prinzipal Informationen vorenthalten. Aus diesem Grund ist der Prinzipal indirekt gezwungen Mittel aufzuwenden, um das Handeln des Agenten zu kontrollieren oder um Anreize zu schaffen, welche den Agenten von seinem opportunistischen Verhalten abbringen.15
Jedoch könnte auch der Agent gewillt sein, unter Beweis zu stellen, dass er der richtige Auftragnehmer für den jeweiligen Auftrag des Prinzipals ist. In diesem Fall würden auf Seiten des Agenten Kosten anfallen, um entsprechende Tätigkeiten durchzuführen, die eine Signalwirkung auf den Prinzipal besitzen und zeigen sollen, dass keine Zielkonflikte zwischen den beiden Parteien existieren. Dies wäre zum Beispiel der Fall, wenn ein Manager bestrebt ist, eine gute Reputation zu erreichen, um ggf. seine Auftragslage oder sein Beschäftigungsverhältnis zu sichern.16
Aus der opportunistischen Grundhaltung des Agenten heraus wird dieser bestrebt sein, bei gegebener Entlohnung für seine Dienste, stets die Kosten zur Erreichung seiner vorgegebenen Ziele so minimal wie möglich zu halten. Der Prinzipal, der um das opportunistische Verhalten des Agenten weiß, wird hingegen versuchen dieses zu antizipieren, indem er die vertragliche Entlohnung so niedrig wie möglich ansetzt bzw. die Bezahlung an den Erfolg des Agenten koppelt.17
1. Die Problemstellung: Einführung in die Thematik des unterschiedlichen Risikoverhaltens bei privaten und unternehmerischen Finanzentscheidungen und Vorstellung des Forschungsziels.
2. Die Wirtschaftstheoretischen Grundlagen: Erläuterung der Entscheidungstheorie, der Neuen Institutionenökonomik und rationaler Entscheidungskriterien als theoretisches Fundament.
3. Die Verhaltensökonomik: Diskussion verhaltensökonomischer Theorien wie der Prospekt-Theorie und deren Einfluss auf die Risikoentscheidungsfindung.
4. Risiko vs. Unsicherheit: Differenzierung zwischen Risiko und Unsicherheit sowie Vorstellung von Maßnahmen zur Risikominderung.
5. Das µ-σ-Kriterium: Verknüpfung von Risiko und Ertrag mittels Erwartungswert und Standardabweichung als theoretisches Messinstrument.
6. Der Forschungsfragebogen: Detaillierte Beschreibung der empirischen Untersuchung, der Vorgehensweise, des Fragebogenaufbaus und der Grundgesamtheit.
7. Die Methodik: Vorstellung der verwendeten Befragungsmodelle zur Analyse der Risikoneigung und Präsentation der empirischen Forschungsergebnisse.
8. Schlussfolgerung und kritische Würdigung: Synthese der Forschungsergebnisse und kritische Reflexion der Untersuchungsmethodik.
9. Das geschlechtsspezifische Risikoverhalten: Wissenschaftlicher Ausblick auf die Unterschiede im Risikoverhalten zwischen Frauen und Männern.
10. Die Anreizsysteme in Prinzipal-Agenten-Beziehungen: Diskussion von Lösungsansätzen zur Kontrolle opportunistischen Verhaltens durch Anreizgestaltung.
11. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnisse über Risikoverhalten bei Investitionen.
Risikoverhalten, Investitionsentscheidungen, Prinzipal-Agenten-Theorie, Neue Institutionenökonomik, Verhaltensökonomik, Prospekt-Theorie, Nutzentheorie, Risikowahrnehmung, empirische Untersuchung, Rationalität, Anreizsysteme, Finanzentscheidungen, Risikoneigung, geschlechtsspezifisches Verhalten, Diversifikation
Die Arbeit analysiert das Risikoverhalten von Individuen bei Investitionsentscheidungen, insbesondere im Hinblick auf Unterschiede zwischen privatem und unternehmerischem Handeln.
Die zentralen Felder umfassen die klassische Entscheidungstheorie, die Neue Institutionenökonomik, verhaltensökonomische Ansätze wie die Prospekt-Theorie und die empirische Messung von Risikopräferenzen.
Das Hauptziel besteht darin, theoretische Erwartungen über das Risikoverhalten durch eine empirische Untersuchung unter Studierenden zu validieren und Unterschiede sowie geschlechtsspezifische Einflüsse aufzuzeigen.
Es wird ein Online-Fragebogen genutzt, der verschiedene methodische Ansätze wie die Bernoulli-Befragung, die Basis-Referenz-Lotterie und die Mittelwert-Kettungs-Methode zur Erhebung der Risikoneigung einsetzt.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Ökonomik und Verhaltensökonomie sowie einen empirischen Teil, der das Vorgehen, die Datenerhebung und die Auswertung der Umfrageergebnisse detailliert darlegt.
Schlüsselwörter sind unter anderem Risikoverhalten, Prinzipal-Agenten-Theorie, Verhaltensökonomik, Risikoneigung und geschlechtsspezifische Unterschiede bei Finanzentscheidungen.
Die Differenzierung dient der Analyse, ob die "Rollenübernahme" (finanzielle Konsequenzen für sich selbst vs. für ein Unternehmen) einen signifikanten Einfluss auf die Risikobereitschaft und das Risikoverständnis hat.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Teilnehmer nicht rational im Sinne eines "Homo oeconomicus" handeln, da sie von den theoretischen Modellen abweichende Entscheidungen trafen und sich stark von psychologischen Faktoren beeinflussen ließen.
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