Magisterarbeit, 1983
155 Seiten, Note: sehr gut
1.1. Vorbemerkung
2.1. Einleitung
3.1. Die Ursachen der Revolution
3.2. Descartes
3.3. Die Dialektik des Nutzens I
3.3. Die Dialektik des Nutzens II
4.1. Die Dialektik der absoluten Freiheit
4.2. Die Dialektik des Terrors I
4.3. Die Dialektik des Terrors II
5.1. Der absolute Übergang der Revolution zur Moralität
6.1. Die spekulative Kritik des revolutionären Willens
6.2. Hegels Rousseau-Kritik
Die Arbeit untersucht die komplexe dialektische Beziehung zwischen der Französischen Revolution und Hegels philosophischer Aufarbeitung in der Phänomenologie des Geistes. Dabei wird insbesondere analysiert, wie Hegel den revolutionären Prozess der "absoluten Freiheit" und den anschließenden Terror als notwendige, aber in sich widersprüchliche Stufen der geistigen Entwicklung begreift, um daraus eine spekulative Kritik des revolutionären Willens zu entwickeln.
3.1. Die Ursachen der Revolution
Marat, deine Zeit ist jetzt da, Marat zeige dich, sie warten auf dich, denn die Revolution, sie soll nur einen Augenblick währen, wie ein einschlagender Blitz, der alles verzehrt, in blendender Helle. 32.
In der künstlichen Sicherheit, die Hegel dadurch gewonnen hat, dass der Geist das ihm Andere, Fremde in sich aufgezehrt, es entmächtigt hat, trägt sich eine gelassene Souveränität, aus der heraus Vorbereitung und Durchführung der Revolution einer nüchternen Bestandsaufnahme unterzogen werden, Gewähr einer Superiorität, aus der die Ideologen der Aufklärung und die Advokaten in Paris wegen der Abstraktheit ihrer einseitigen Prinzipien stellenweise sogar oberlehrerhaft abgekanzelt werden. Hegel meinte, die Ursachen für die Greuel in einer sich vermessenden Überheblichkeit selbstbegründeter abstrakter Subjektivität aufgedeckt zu haben, die sich quer zur sich selbst werdenden geschichtlichen Vernunft stellt und deren Entwürfe daher nur auf einer zerstörten Wirklichkeit realisiert werden können.
1.1. Vorbemerkung: Einführung in das Spannungsfeld zwischen Theorie und Praxis sowie die Notwendigkeit der dialektischen Analyse historischer Umbrüche.
2.1. Einleitung: Darstellung von Hegels Verhältnis zur Französischen Revolution und dem philosophischen Anspruch, die eigene Zeit in Gedanken zu erfassen.
3.1. Die Ursachen der Revolution: Analyse der gesellschaftlichen Bedingungen und der philosophischen Ursprünge, die zum eruptiven Ausbruch der Revolution führten.
3.2. Descartes: Untersuchung der Rolle des cartesianischen Zweifels als Ausgangspunkt der modernen Subjektivität und deren revolutionärer Implikationen.
3.3. Die Dialektik des Nutzens I: Betrachtung der Aufklärung als eine Gestalt des Geistes, deren einseitige Nützlichkeitsbetrachtung in der Revolution kulminiert.
3.3. Die Dialektik des Nutzens II: Weiterführung der Dialektik von Komplexität und Einheitlichkeit im Begriff des Nutzens und dessen Umschlag in die absolute Freiheit.
4.1. Die Dialektik der absoluten Freiheit: Dekonstruktion des Totalitätsrausches der ersten Revolutionsphase und des damit verbundenen idealistischen Freiheitsbegriffs.
4.2. Die Dialektik des Terrors I: Analyse der Identitätskrise zwischen Regierten und Regierenden und der resultierenden Radikalisierung im Terror.
4.3. Die Dialektik des Terrors II: Detaillierte Betrachtung des Scheiterns der Anarchie und der Zersetzung der revolutionären Subjektivität durch den Terror.
5.1. Der absolute Übergang der Revolution zur Moralität: Aufzeigen des notwendigen Umschlags der politischen Praxis in das moralische Selbstbewusstsein als Resultat der Terrorerfahrung.
6.1. Die spekulative Kritik des revolutionären Willens: Zusammenfassende philosophische Kritik der einseitigen, abstrakt-negativen revolutionären Praxis.
6.2. Hegels Rousseau-Kritik: Kritische Auseinandersetzung mit der politischen Philosophie Rousseaus als zentralem Bezugspunkt der revolutionären Ideologie.
Hegel, Französische Revolution, Phänomenologie des Geistes, Absolute Freiheit, Terror, Dialektik, Aufklärung, Rousseau, Subjektivität, Vernunft, Gesellschaftsvertrag, Staat, Negativität, Moralität.
Die Arbeit analysiert Hegels philosophische Auseinandersetzung mit der Französischen Revolution, insbesondere wie er den revolutionären Prozess als dialektische Entwicklung zwischen Geist, Freiheit und Terror deutet.
Zentral sind die Dynamik von revolutionären Massenbewegungen, die Rolle des Subjekts im geschichtlichen Prozess und der Übergang von der "absoluten Freiheit" zu einer institutionalisierten, sittlichen Vernunft.
Die Arbeit fragt nach dem hegelschen Begriff der bürgerlichen Revolution und untersucht, inwiefern Hegels Philosophie sowohl eine Begründung als auch eine kritische Einhegung des revolutionären Potenzials leistet.
Es wird eine immanente Textanalyse von Hegels Werken (vor allem der "Phänomenologie des Geistes") angewandt, ergänzt durch historische Kontexte und Bezugnahmen auf marxistische Hegelkritik.
Der Hauptteil analysiert die Stufenfolge vom Cartesianismus über die Aufklärung und den Nutzen bis hin zur absoluten Freiheit, zum Terror und schließlich zum Übergang in die Moralität.
Absolute Freiheit, Terror, Dialektik, Aufklärung, Rousseau, Subjektivität und die Rolle der Vernunft in der Geschichte.
Hegel sieht in Rousseaus Theorie des Gesellschaftsvertrages den ideologischen Ursprung der revolutionären Praxis, kritisiert jedoch deren einseitige Subjektivität und die mangelnde dialektische Vermittlung.
Hegel wird als ein Denker dargestellt, der den Terror zwar historisch als notwendige Konsequenz der "absoluten Freiheit" begreift, ihn jedoch philosophisch als abstrakt und zerstörerisch ablehnt und durch eine "konkrete" Versöhnung im Staat überwinden will.
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