Masterarbeit, 2014
92 Seiten
Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
1. Einleitung
1.1. Gegenstand der Arbeit
1.2. Struktur der Arbeit
2. Notwendigkeit der Qualitätssicherung
2.1. Definition und Erklärung einiger zusammenhängender Begriffe
2.1.1. Professionalisierung
2.1.2. Qualität
2.1.3. Evaluation
2.1.4. Kompetenz
2.1.5. Qualitätssicherung
2.1.6. Bildungsstandards
2.1.7. Lebenslanges Lernen
3. Maßnahmen zur Professionalisierung im Fremdsprachenunterricht und zur Qualitätssicherung
3.1. Maßnahmen der gesamteuropäischen Organisationen – der Europäischen Union und des Europäischen Rates
3.1.1. Europäisches Profil für die Aus- und Weiterbildung von Sprachenlehrkräften
3.1.2. Das Europäische Portfolio für Sprachlehrende in Ausbildung (EPOSA)
3.1.3. QualiTraining
3.1.4. TrainEd
3.1.5. Andere EU-Projekte
3.2. Andere internationale Maßnahmen zur Qualitätssicherung des Fremdsprachenunterrichts
3.2.1. OECD
3.2.2. ISO 29990
3.2.3. EAQUALS
3.2.3.1. Zertifizierung
3.2.3.2. The EAQUALS Profiling Grid for Language Teachers
3.2.3.3. NELLIP
3.2.3.4. IALC
3.2.4. ALTE
3.2.5. Deutsch-Ungarische Expertenkommissionen 2005–2007
3.2.5.1. Der Qualitätsrahmen „Deutsch als Fremdsprache“
3.3. Qualitätssicherung des Fremdsprachenunterrichts in Deutschland
3.3.1. IQ
3.3.2. DIN-Normen
4. EPR – Europäisches Profilraster für Sprachlehrende
4.1. Das Ziel des EPRs
4.2. Die Präsentation
4.3. Die Struktur
4.4. Das EPR und das EAQUALS-Raster im Vergleich
4.5. Die Evaluierung
5. Datenerhebung
5.1. Erhebungsmethoden
5.1.1. Hypothese 1 – Praktische Umsetzung (Outcome)
5.1.2. Hypothese 2 – Messbare Zielergebnisse (Impact)
5.2. Ermittelte Daten – Outcome
5.2.1. Ausbildungsträger (Universitäten/Hochschulen)
5.2.2. Sprachinstitute
5.2.3. Lehrer
5.3. Ermittelte Daten – Impact
6. Gesamtanalyse
6.1. Outcome
6.1.1. Ausbildungsträger (Universitäten/Hochschulen)
6.1.2. Sprachinstitute
6.1.3. Lehrer
6.2. Impact
7. Diskussion
7.1. Outcome
7.1.1. Ausbildungsträger (Universitäten/Hochschulen)
7.1.2. Sprachinstitute
7.1.3. Lehrer
7.2. Impact
8. Schluss
Diese Arbeit untersucht die Wirksamkeit europäischer Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Professionalisierung im Fremdsprachenunterricht. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, inwieweit neu entwickelte Instrumente wie das „Europäische Profilraster für Sprachlehrende“ (EPR) in der Praxis bekannt sind und tatsächlich zur Erreichung des übergeordneten Ziels der Mehrsprachigkeit in Europa beitragen.
1. Einleitung
Zu den grundlegendsten Zielen der EU zählt es, gemeinsam auf eine bessere Gesellschaft hinzuarbeiten und dabei unsere Unterschiede voll und ganz zu respektieren. [...] Wenn wir uns nicht länger die Mühe machen, die Sprachen unserer Nachbarn zu erlernen, ist es auch weniger wahrscheinlich, dass wir ihre Ängste und Sorgen verstehen. (Vassiliou, 2012)
Das Zusammenwachsen von europäischen Staaten, das bereits seit den 50er Jahren vonstattengeht und mittlerweile zu einer EU-Gemeinschaft von 28 Ländern mit einer halben Milliarde Menschen führte, wird nicht nur von wirtschaftlichen, sondern auch von interkulturellen Zielsetzungen geleitet. Beide führenden gesamteuropäischen Organisationen – die Europäische Union und der Europäische Rat, dem 47 europäische Staaten angehören – betrachten es als ihre Hauptaufgabe, die Nationen des europäischen Kontinents, die verschiedene Sprachen sprechen, verschiedene Kulturen aufweisen und auf unterschiedliche historische Erfahrungen zurückblicken, einander näher zu bringen.
Bereits 1958 wurde in dem sogenannten Vertrag von Rom (EWG-Vertrag) die Grundlage für die Regelung der Sprachenfrage in der EU geschaffen. Der erste angenommene Rechtsakt des Ministerrats der EWG war die Verordnung Nr. 1 zur Regelung der Sprachenfrage für die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (Gerhards 2010: 128). Sie hat damals zwar die Handhabung der Amtssprachen (von ursprünglichen vier auf die heutigen 24 angewachsen) innerhalb der Wirtschaftsgemeinschaft bestimmt, aber dass im Zuge der Erweiterung und der Beitritte von weiteren Staaten die Sprachenfrage in der EU eine so wichtige Rolle erhalten würde, war zur Zeit der Römischen Verträge nicht abzusehen.
Die Fähigkeit, mehrere Sprachen zu verstehen und aktiv zu gebrauchen, trägt dazu bei, dass sich die Bürgerinnen und Bürger privat und beruflich voll entfalten können. Sprachkenntnisse sind zudem eine Voraussetzung für Gerechtigkeit und Integration. Es ist zweifellos eine große Herausforderung, die unter anderem die Aufgabe beinhaltet, die Kommunikation unter den Nationen durch Mehrsprachigkeit zu fördern und so u. a. auch Stereotype und Vorurteile abzubauen, die im Laufe der manchmal sehr bewegenden Geschichte entstanden sind und von Generation zu Generation übertragen werden.
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung der Mehrsprachigkeit für die europäische Identität sowie die Zielsetzung der Arbeit, die Effizienz europäischer Maßnahmen zur Professionalisierung von Sprachlehrkräften zu untersuchen.
2. Notwendigkeit der Qualitätssicherung: Hier werden zentrale Fachbegriffe wie Professionalisierung, Qualität und Evaluation definiert und die Gründe für das gestiegene Interesse an Qualitätssicherung im Bildungssektor dargelegt.
3. Maßnahmen zur Professionalisierung im Fremdsprachenunterricht und zur Qualitätssicherung: Das Kapitel bietet einen Überblick über verschiedene europäische und internationale Projekte und Instrumente, die zur Professionalisierung und Qualitätssicherung in der Fremdsprachenvermittlung beitragen sollen.
4. EPR – Europäisches Profilraster für Sprachlehrende: Es wird das spezifische Projekt EPR vorgestellt, dessen Entstehung, Struktur und Funktion als Evaluierungstool für Lehrende detailliert beschrieben werden.
5. Datenerhebung: Dieses Kapitel widmet sich der methodischen Herangehensweise der empirischen Untersuchung, inklusive der Erhebungsmethoden bei verschiedenen Zielgruppen (Ausbilder, Sprachinstitute, Lehrer).
6. Gesamtanalyse: Die erhobenen Daten werden hier systematisch ausgewertet, wobei der Fokus auf dem Kenntnisstand und der praktischen Anwendung des Profilrasters EPR liegt.
7. Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch interpretiert, wobei insbesondere die ökonomischen Rahmenbedingungen und die Motivation der Lehrenden als Faktoren für den Erfolg oder Misserfolg von Maßnahmen diskutiert werden.
8. Schluss: Zusammenfassung der wichtigsten Forschungsergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Qualitätssicherung in der Fremdsprachenvermittlung.
Mehrsprachigkeit, Fremdsprachenunterricht, Qualitätssicherung, Professionalisierung, Europäisches Profilraster, Sprache, Evaluation, Lehrerbildung, Fremdsprachenkompetenz, Fremdsprachenvermittlung, Sprachschule, Bildungsstandards, Lebenslanges Lernen, Sprachlehrende, EU-Projekte
Die Arbeit untersucht die Effizienz und praktische Umsetzung von EU-Maßnahmen, die darauf abzielen, die Qualität des Fremdsprachenunterrichts durch Professionalisierung der Lehrenden zu sichern und so die europäische Mehrsprachigkeit zu fördern.
Die zentralen Themen umfassen die Qualitätssicherung in der Sprachvermittlung, die Rolle von Lehrer-Professionalisierung, die Bedeutung von EU-weiten Standards wie dem Europäischen Profilraster (EPR) und die Auswirkungen von Arbeitsbedingungen auf die Unterrichtsqualität.
Die Arbeit geht der Frage nach, inwiefern europäische Fördermaßnahmen und Instrumente wie das Profilraster EPR bei den Zielgruppen (Hochschulen, Sprachinstitute, Lehrer) bekannt sind, tatsächlich praktisch angewendet werden und ob dies messbare Auswirkungen auf die Mehrsprachigkeitsziele der EU hat.
Die Autorin kombiniert eine theoretische Fundierung durch Literaturanalyse mit einer empirischen Online-Befragung bei drei verschiedenen Zielgruppen, um den Status quo der Anwendung von Qualitätssicherungsinstrumenten zu ermitteln.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Übersicht bestehender Qualitätssicherungsinstrumente (EPR, EAQUALS, etc.), gefolgt von einer detaillierten empirischen Datenerhebung und einer anschließenden Gesamtanalyse der Ergebnisse in Hinblick auf "Outcome" und "Impact".
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Mehrsprachigkeit, Qualitätssicherung, Professionalisierung, Fremdsprachenvermittlung und europäische Bildungsstandards charakterisieren.
Die Autorin identifiziert wirtschaftliche Faktoren als entscheidendes Hemmnis; insbesondere in privatwirtschaftlichen Sprachschulen führt der Konkurrenzdruck oft dazu, dass Qualität durch Preisdumping oder Honorarstellen ersetzt wird, was eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Qualitätssicherung erschwert.
Freiberufliche Lehrer bilden eine zentrale Gruppe in der Fremdsprachenvermittlung, sind jedoch aufgrund unsicherer Arbeitsverhältnisse und fehlender finanzieller Anreize für Weiterbildung oft weniger empfänglich für komplexe Qualitätssicherungsinstrumente wie das EPR.
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