Bachelorarbeit, 2016
37 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Geschichte der Industrialisierung
2.1 Die erste industrielle Revolution
2.2 Die zweite industrielle Revolution
2.3 Die dritte industrielle Revolution
3. Industrie 4.0
3.1 Was versteht man unter Industrie 4.0
3.2 Chancen für die deutsche Industrie
3.3 Technische Voraussetzungen
3.3.1 IoT - Internet der Dinge
3.3.2 Cyber-physische Systeme
3.3.3 Smart Factory
3.3.4 Big Data
4. Chancen im Bereich Service durch Industrie 4.0
4.1 Klassischer Service
4.1.1 Präventive Instandhaltung
4.1.2 Reaktive Instandhaltung
4.2 Smart Service
4.2.1 CMS – Zustandsüberwachung
4.2.2 CBM - Zustandsabhängige Instandhaltung
4.2.3 Augmented Reality
4.2.4 Fernwartung
4.3 Software im Bereich Service
4.3.1 Service-Apps und Portale
4.3.2 Dokumentation von Serviceeinsätzen
4.4 Nutzwertanalyse
4.4.1 Bewertungskriterien und deren Gewichtung
4.4.2 Auswertung
5. Fazit und Ausblick
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die Auswirkungen der Industrie 4.0 auf den technischen Kundendienst (TKD) im Maschinen- und Anlagenbau zu untersuchen. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie moderne Instandhaltungstechnologien und digitale Dienstleistungen die Effizienz und Kundenzufriedenheit steigern und als strategischer Wettbewerbsvorteil genutzt werden können.
4.2.2 CBM - Zustandsabhängige Instandhaltung
Nutzt man die unter 4.2.1 beschrieben Daten nur für die Wartung, spricht man von CBM – Zustandsabhängiger Instandhaltung. Wie man der Abb. 10 entnehmen kann, wird diese Art der Instandhaltung in den nächsten Jahren an Bedeutung zunehmen.55
Der Vorsprung dieser Instandhaltungsstrategie liegt darin, das bei permanenter Überwachung durch CMS die einzelnen Bauteile der Maschinen und Anlagen eine sehr hohe Ausnutzung haben. Bauteile können bis kurz vor dem Totalausfall betrieben werden. Dank moderner Techniken ist es möglich den genauen Zeitpunkt für eine erforderliche Wartung vorauszubestimmen und die nötigen Ressourcen bereitzustellen. Dieses bringt ein hohes Maß an Nachhaltigkeit und eine sehr gute Planbarkeit der Instandhaltung mit sich. Die abzusehende Stillstandzeit der Maschinen und Anlagen lässt sich genau ermitteln und so ein mögliches Zeitfenster im PPS einplanen.56
Instandhaltungskosten lassen sich so um 20% bis 30% reduzieren, da Bauteile nicht vorzeitig oder gar unnütz erneuert werden. Einsätze der Mitarbeiter im Service lassen sich besser planen und die Einsatzdauer nimmt ab, da zielgerichtet gearbeitet werden kann. Auch die Lagerhaltung lässt sich optimieren, die nötigen Bauteile können rechtzeitig vorher bestellt werden und müssen nicht im eigenen Lager vorgehalten werden.57
Die nachfolgende Abb. 12 zeigt welche Auswirkung der Einsatz von modernen Techniken und CBM auf die Prozesszeit in der Instandhaltung haben kann.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Industrie 4.0 ein und umreißt die Struktur sowie die Zielsetzung der Arbeit, insbesondere hinsichtlich der Veränderungen im technischen Kundendienst.
2. Geschichte der Industrialisierung: Dieses Kapitel erläutert die historischen Meilensteine der industriellen Entwicklung von der Mechanisierung bis zur heutigen digitalen Vernetzung.
3. Industrie 4.0: Hier werden das Konzept der vierten industriellen Revolution definiert sowie die zentralen technischen Voraussetzungen wie IoT, Cyber-physische Systeme und Big Data detailliert beschrieben.
4. Chancen im Bereich Service durch Industrie 4.0: Das Kapitel analysiert den Wandel vom klassischen zum smarten Service, stellt konkrete Technologien vor und evaluiert diese anhand einer Nutzwertanalyse.
5. Fazit und Ausblick: Der Autor fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die strategische Notwendigkeit sowie die zukünftige Bedeutung digitaler Services für den Maschinen- und Anlagenbau.
Industrie 4.0, Maschinenbau, Anlagenbau, Technischer Kundendienst, Smart Service, Instandhaltung, Condition Monitoring, Condition Based Maintenance, Augmented Reality, Fernwartung, Internet der Dinge, Cyber-physische Systeme, Big Data, Gesamtanlagenverfügbarkeit, Nutzwertanalyse.
Die Bachelorthesis untersucht die Potenziale und Chancen, die sich durch Industrie 4.0 für den technischen Kundendienst im Maschinen- und Anlagenbau ergeben.
Zu den Schwerpunkten zählen die historische Evolution der Industrie, die technologischen Grundlagen der Digitalisierung sowie innovative Instandhaltungs- und Servicekonzepte.
Ziel ist es, Maschinen- und Anlagenbauern aufzuzeigen, wie sie durch moderne Service-Technologien ihre Effizienz steigern und eine höhere Kundenzufriedenheit erreichen können.
Neben einer theoretischen Aufarbeitung des Themas nutzt der Autor eine Nutzwertanalyse, um die verschiedenen Servicemöglichkeiten strukturiert zu bewerten und Handlungsempfehlungen abzuleiten.
Der Hauptteil analysiert technische Voraussetzungen wie IoT und CPS sowie praktische Serviceanwendungen wie Zustandsüberwachung, Fernwartung und elektronische Dokumentationssysteme.
Industrie 4.0, Smart Service, Instandhaltung, technischer Kundendienst, IoT, Nutzwertanalyse und Digitalisierung.
Die Nutzwertanalyse ergibt, dass Fernwartung oft mit geringerem Aufwand (z. B. durch Tablet-PCs) hohe Effizienz- und Zufriedenheitssteigerungen erzielt und in Bestandsanlagen leicht nachrüstbar ist.
Es findet ein Wechsel von präventiven (zeitbasierten) zu zustandsabhängigen Strategien (CBM) statt, wodurch Wartungen planbarer werden, die Anlagenauslastung steigt und Kosten gesenkt werden.
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