Bachelorarbeit, 2016
88 Seiten
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Integration
2.1.1. Integration bei Hartmut Esser
2.2. Migration
2.3. Integration und Migration in der Rap-Szene
3. Methodische Vorgehensweise
3.1. Forschungsdesign
3.2. Auswahl der Datenerhebungsmethode
3.3. Die Rap-Texte
3.4. Das problemzentrierte Leitfaden-Interview
3.4.1. Leitfadenerstellung
3.4.2. Auswahl, Beschreibung und Kontaktaufnahme der Untersuchungsgruppe
3.4.3. Durchführung der Interviews
3.4.4. Die Transkription
3.5. Auswertungsverfahren – die Grounded Theory
4. Die Untersuchung der Raptexte
4.1. „Wir sind Deutschland“ von Ammar114
4.2. Kontrastierung mit „Ausländer“ von Alpa Gun
5. Die Auswertung der Interviews
5.1. Ursachen – Alltägliche Konfrontation
5.2. Kontext – das soziale Umfeld
5.3. Intervenierende Bedingungen – das Leben in Deutschland
5.4. Handlungs- und interaktionale Strategien – Identitäts- und Zugehörigkeitsbildung
5.5. Konsequenzen – Typen der Sozialintegration
5.6. Zusammenfassung der Ergebnisse
6. Fazit und Ausblick
Diese Bachelorarbeit untersucht die subjektive Perspektive von jungen Menschen mit Migrationshintergrund in der Rap-Szene hinsichtlich ihres Verhältnisses zu Migration und Integration in Deutschland. Ziel ist es, mittels Grounded Theory zu ergründen, wie diese Jugendlichen ihre Identität konstruieren und inwieweit ihre Lebenswelt durch die Auseinandersetzung mit diesen Themen geprägt wird.
Die Untersuchung der Raptexte
Im folgenden Kapitel werden die ausgewählten Rap-Texte „Wir sind Deutschland“ von Ammar114 und „Ausländer“ von Alpa Gun in Anlehnung an Strauss' und Corbin's Grounded Theory ausgewertet (vgl. Strauss/Corbin 1996). Ziel der Textinterpretation ist es, die subjektive Perspektive von Menschen mit Migrationshintergrund in Bezug auf die Gesellschaft (Deutschland, Herkunftsland) und in Bezug auf sich selbst (die kulturelle, soziale, ethnische Identität) zu untersuchen. Zusätzlich werden sie gegenüber gestellt, um die Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszuarbeiten. Folglich werden die subjektiven Sichtweisen der einzelnen Rapper deutlich gemacht, die sich möglicherweise unterscheiden. Während der Auswertung werden die Aussagen gleichzeitig bezüglich zur Theorie der Sozialintegration nach Hartmut Esser untersucht. Als Konsequenz ergeben sich Zuordnungen zu den Typen der Sozialintegration nach Esser.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Thematik Integration von Migranten ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich der subjektiven Auseinandersetzung junger Menschen mit ihrem Migrationshintergrund durch das Medium Rap.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die zentralen Begriffe Integration und Migration und stellt die sozialintegrative Theorie nach Hartmut Esser mit ihren vier Dimensionen vor.
3. Methodische Vorgehensweise: Hier wird das methodische Forschungsdesign, bestehend aus problemzentrierten Leitfaden-Interviews und der Analyse von Rap-Texten im Rahmen der Grounded Theory, detailliert begründet.
4. Die Untersuchung der Raptexte: Dieses Kapitel analysiert und kontrastiert die Lieder von Ammar114 und Alpa Gun hinsichtlich ihrer Aussagen zu Identität und Gesellschaft.
5. Die Auswertung der Interviews: Das Kapitel präsentiert die zentralen Ergebnisse aus den Interviews, gegliedert nach dem Kodierparadigma, von Ursachen bis hin zu Konsequenzen für die Sozialintegration.
6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und ordnet die Akteure den Typen der Sozialintegration zu, gefolgt von einem Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf.
Migration, Integration, Rap-Szene, Grounded Theory, Identitätsbildung, Migrationshintergrund, Sozialintegration, Hartmut Esser, Diskriminierungserfahrungen, Jugendkultur, Selbstbild, Fremdzuschreibung, Mehrfachintegration, Ethnische Identität, Lebenswelt.
Die Arbeit untersucht, wie junge Menschen mit Migrationshintergrund in der Rap-Szene das Verhältnis von Migration und Integration in Deutschland subjektiv wahrnehmen und welche Auswirkungen dies auf ihre Identität hat.
Die zentralen Themen sind Integration, Migration, die Rolle der Hip-Hop-Kultur als Sprachrohr für junge Migranten sowie Erfahrungen von Diskriminierung und Zugehörigkeit.
Die Forschungsfrage lautet: Inwiefern beschäftigen sich Deutsche mit Migrationshintergrund mit den Themen Integration und Migration, und inwieweit beeinflusst diese Auseinandersetzung ihre Lebenswelt?
Es wird das qualitative Verfahren der Grounded Theory nach Strauss und Corbin verwendet, um eine gegenstandsverankerte Theorie auf Basis von Experteninterviews und Songtextanalysen zu bilden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse ausgewählter Rap-Texte sowie die Auswertung von Leitfaden-Interviews mit Jugendlichen, um Muster im Umgang mit Identitätsfragen aufzudecken.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Migration, Integration, Identitätskonstruktion, Sozialintegration nach Esser und Diskriminierungserfahrungen charakterisieren.
Rap wird als Sprachrohr für Jugendliche mit Migrationshintergrund betrachtet, in dem sie ihre individuellen Gesellschaftsbilder und Identitätskonflikte authentisch und ungeschönt thematisieren.
Die Jugendlichen berichten, dass sie durch alltägliche Fragen nach ihrer „wirklichen Herkunft“ und durch Fremdzuschreibungen als „Ausländer“ regelmäßig gezwungen werden, sich zu ihrer kulturellen Identität zu positionieren.
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