Bachelorarbeit, 2016
81 Seiten, Note: 1,6
1 Einleitung
1.1 Ausgangslage
1.2 Problemstellung und theoretischer Rahmen
1.3 Forschungsstand
1.4 Zielstellung und methodisches Vorgehen
2 Investitionen im Profifußball
2.1 Abgrenzung des Investitionsbegriffs
2.2 Systematische Darstellung typischer Investitionen von Profifußballclubs
3 Zielsystem von Profifußballclubs
4 Quantitative Instrumente zur Investitionsbeurteilung
4.1 Kapitalwertverfahren unter Sicherheit
4.1.1 Prämissen des Kapitalwertverfahrens unter Sicherheit
4.1.2 Darstellung des Kapitalwertverfahrens unter Sicherheit
4.1.3 Kritische Würdigung des Kapitalwertverfahrens unter Sicherheit
4.2 Kapitalwertverfahren unter Unsicherheit
4.2.1 Darstellung der Sensitivitätsanalyse
4.2.2 Darstellung der Szenarioanalyse
4.2.3 Darstellung der Monte-Carlo-Simulation
4.2.4 Kritische Würdigung der Kapitalwertverfahren unter Unsicherheit
4.3 Entscheidungsbaumanalyse
4.3.1 Darstellung der Entscheidungsbaumanalyse
4.3.2 Kritische Würdigung der Entscheidungsbaumanalyse
4.4 Realoptionsansatz
4.4.1 Optionstypen im Fußball
4.4.2 Bewertung von Finanzoptionen
4.4.3 Analogie zwischen Finanzoptionen und fußballspezifischen Realoptionen
4.4.4 Kritische Würdigung des Realoptionsansatzes
4.5 Vollständiger Finanzplan (VOFI)
4.5.1 Darstellung des vollständigen Finanzplans
4.5.2 Kritische Würdigung des vollständigen Finanzplans
5 Qualitative Instrumente zur Investitionsbeurteilung
5.1 Scoring-Modelle
5.1.1 Darstellung eines Scoring-Modells
5.1.2 Kritische Würdigung der Scoringmodelle
5.2 Qualitative Instrumente zur Beurteilung von Spielerinvestitionen
5.2.1 Karrierephasenkonzept
5.2.2 Stellenbeschreibungen
5.2.3 Kritische Würdigung der qualitativen Instrumente zur Beurteilung von Spielerinvestitionen
6 Zwischenfazit
7 Anwendungsbeispiel Stadioninvestition
8 Anwendungsbeispiel Spielerinvestition
9 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendbarkeit klassischer betriebswirtschaftlicher Investitionsrechnungsverfahren im Kontext von Profifußballclubs, um eine fundierte Basis für Investitionsentscheidungen unter Berücksichtigung sowohl monetärer als auch nicht-monetärer Faktoren zu schaffen.
4.4.1 Optionstypen im Fußball
Grundsätzlich unterscheidet man Optionen danach, ob sie ein Recht zum Kauf (Call) oder zum Verkauf (Put) darstellen. Hinsichtlich der Zeitspanne differiert man zwischen Optionen, die bis zu einem bestimmten Datum ausgeübt werden können (amerikanische Optionen) und Optionen, die nur an einem bestimmten Datum ausgeübt werden können (europäische Optionen) (Brealey et al., 2007, p. 626). Hommel und Pritsch (1999, S. 125 f.) unterteilen Optionen nach dem Investitionsmotiv in die drei Basistypen Lernoption, Wachstumsoption und Versicherungsoption. Diese Klassifikation wird im Folgenden übernommen und mithilfe fußballspezifischer Beispiele erläutert.
Bei Lernoptionen besteht die Möglichkeit vor dem Treffen einer Investitionsentscheidung neue Informationen abzuwarten. Der Optionswert entsteht durch die Flexibilität eine Entscheidung nicht sofort treffen zu müssen. Im Fußball kommen Lernoptionen gerade bei Investitionen in das Humankapital häufig vor. Neben Leihverträgen mit einer Kaufoption (Junker, 2004, S. 29) sind auch Optionen auf eine Vertragsverlängerung (Transfermarkt GmbH & Co. KG, 2014b), Optionen auf einen Rückkauf oder Optionen auf ein Erstverhandlungsrecht (Transfermarkt GmbH & Co. KG, 2016c) übliche Vertragsinhalte im Profifußball, die einem Club ermöglichen diese Entscheidungen erst zu einem späteren Zeitpunkt auf Basis weiterer Informationen (z. B. über Leistungen eines Spieler, finanzielle Situation oder Ligazugehörigkeit des Clubs) zu treffen. Auch bei Infrastrukturinvestitionen von Fußballclubs spielen Lernoptionen eine Rolle. So sind bei Kauf, Neubau oder Erweiterung eines Stadions Informationen über die Entwicklung der Zuschauerzahlen und der Eintrittspreise sowie die Ligazugehörigkeit in der nächsten Saison relevante Informationen für eine Entscheidung. Beispielsweise sei die von einer Stadt eingeräumte Option, eine Entscheidung über den Kauf eines Stadions erst in Zukunft treffen zu müssen, genannt (Götz, 2001, S. 113).
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die zunehmende Kommerzialisierung im deutschen Profifußball und begründet die Notwendigkeit betriebswirtschaftlicher Steuerungsinstrumente.
2 Investitionen im Profifußball: Dieses Kapitel definiert Investitionen zahlungsstromorientiert und klassifiziert diese in Humankapital-, infrastrukturelle und sonstige Investitionen.
3 Zielsystem von Profifußballclubs: Das Kapitel analysiert das Spannungsfeld zwischen sportlichem und wirtschaftlichem Erfolg und leitet daraus die Zielsetzung für Investitionsentscheidungen ab.
4 Quantitative Instrumente zur Investitionsbeurteilung: Es erfolgt eine detaillierte Vorstellung und kritische Würdigung quantitativer Verfahren von Kapitalwertmethoden über Entscheidungsbäume und Realoptionen bis hin zum vollständigen Finanzplan.
5 Qualitative Instrumente zur Investitionsbeurteilung: Dieses Kapitel ergänzt die quantitativen Ansätze um Scoring-Modelle und spezifische Instrumente für die Kaderplanung, wie das Karrierephasenkonzept.
6 Zwischenfazit: Das Zwischenfazit fasst die Eignung der verschiedenen Instrumente in Abhängigkeit von Unsicherheit, Flexibilität und Finanzierungsrelevanz zusammen.
7 Anwendungsbeispiel Stadioninvestition: Eine praxisorientierte Anwendung des vollständigen Finanzplans anhand eines fiktiven Szenarios für einen Stadionneubau wird dargestellt.
8 Anwendungsbeispiel Spielerinvestition: Dieses Kapitel demonstriert die Anwendung des Realoptionsansatzes zur Bewertung einer beispielhaften Spielerinvestition.
9 Fazit und Ausblick: Das Fazit resümiert die Ergebnisse und gibt Empfehlungen für die praktische Anwendung sowie zukünftige Forschungsansätze.
Profifußball, Investitionsbeurteilung, Kapitalwertverfahren, Realoptionsansatz, Vollständiger Finanzplan, Humankapital, Stadioninvestition, Risikomanagement, Sportmanagement, Investitionsentscheidung, Liquidität, Wirtschaftlichkeit, Sportlicher Erfolg, Unternehmenswert, Finanzplanung
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung und dem Vergleich betriebswirtschaftlicher Instrumente zur Investitionsbeurteilung, um Clubs im Profifußball bei finanziellen Entscheidungen zu unterstützen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Abgrenzung von Investitionen, dem fußballspezifischen Zielsystem sowie der Analyse quantitativer und qualitativer Bewertungsmethoden.
Das Ziel ist es, Vor- und Nachteile verschiedener Instrumente aufzuzeigen, um situationsspezifische Empfehlungen für die Praxis der Investitionsauswahl zu geben.
Es werden gängige betriebswirtschaftliche Modelle wie Kapitalwertverfahren, Sensitivitätsanalysen, Entscheidungsbaumanalysen, Realoptionsansätze und der vollständige Finanzplan (VOFI) kritisch auf den Profifußball geprüft.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Darstellung der Instrumente (quantitativ und qualitativ) sowie deren praktische Erprobung anhand von Anwendungsbeispielen für Stadien und Spielertransfers.
Wichtige Begriffe sind Investitionsrechnung, Sportmanagement, Finanzplanung, Risikobewertung sowie die Verzahnung von sportlichem und wirtschaftlichem Erfolg.
Die Metapher beschreibt eine Situation, in der hohe Investitionen in den Kader nicht zu einer proportionalen Steigerung der Einnahmen führen, was finanzielle Instabilität und Lizenzrisiken nach sich ziehen kann.
Flexibilität, wie sie etwa bei Spielerleihen mit Kaufoption vorliegt, ist ein wesentlicher Werttreiber. Instrumente wie der Realoptionsansatz sind darauf spezialisiert, diese Handlungsspielräume wertmäßig zu erfassen.
Stadionbauprojekte sind hochgradig kapitalintensiv. Der VOFI ermöglicht es, neben der reinen Rentabilität auch die Liquidität über den gesamten Planungszeitraum detailliert zu kontrollieren.
Das Karrierephasenkonzept hilft, Spieler in Talent-, Leistungs- oder Endphase einzuordnen, was die strategische Kaderzusammensetzung und die wirtschaftliche Einschätzung eines Transfers maßgeblich beeinflusst.
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