Bachelorarbeit, 2017
61 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1. Ziel der Bachelorarbeit
1.2. Aufbau der Arbeit
2. Grundlagen einer systematischen Materialwirtschaft
2.1. Einführung in die Grundlagen der Materialdisposition
2.1.1. Materialanalyse
2.1.2. Materialbedarf
2.1.3. Materialbestand
2.1.4. Materialbeschaffung
3. Lieferantenmanagement
3.1. Auswahlverfahren
3.1.1. Lieferantenidentifikation
3.1.2. Lieferanteneingrenzung
3.1.3. Lieferantenanalyse
3.1.4. Lieferantenbewertung
3.1.5. Lieferantenauswahl
3.2. Lieferantenintegration
3.2.1. Materielle Produkte
3.2.2. Softwarelösungen
3.2.3. Dienstleistungen
3.3. Ziele der Lieferantenintegration
3.3.1. Kostengesichtspunkte
3.3.2. Qualitäts- und Leistungskriterien
3.3.3. Versorgungssicherheit und Flexibilität
4. Anwendung auf Praxisbeispiel Start Up Grill
4.1. Situationsbeschreibung
4.2. Risiken und Probleme
4.2.1. Kapitalrisiken und Bestand
4.2.2. IT-System
4.2.3. Qualitätsrisiken
4.2.4. Versorgungsrisiken und Flexibilität
4.3. Zielkonflikte
4.4. Lösungsmöglichkeiten
4.4.1. Reduzierung der Durchlaufzeit
4.4.2. Standardisierung
4.4.3. Vertragliche Absicherung
4.4.4. Langfristige Lieferantenbindung
4.4.5. Reduzierung der Lieferanten
5. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die systematische Materialsteuerung für neugegründete Start-ups, um Risiken durch kapitalschwache Strukturen zu identifizieren und Optimierungsstrategien im Lieferantenmanagement aufzuzeigen.
4.2.1 Kapitalrisiken und Bestand
Kapitalrisiken sind im gesamten Beschaffungsprozess beinhaltet. Dies können unvorhersehbare Kostenerhöhungen sein, wie Währungsschwankungen oder Veränderung der Rohstoffpreise. Aber auch mengen- oder technisch-bedingte Kostenerhöhungen, z.B. ein Update der Software des Grillthermometers oder die Änderung der Anzahl der Kunststoffteile, können sich nach Produktionsbeginn noch ändern.
Des Weiteren ist der zukünftige Absatz nicht genau vorherzusagen. Falls der tatsächliche Absatz nicht dem Vorausgesetzten entspricht, fehlt Kapital, welches in Form von Beständen gebunden ist. Es entstehen Kosten, die nicht so einfach abzubauen sind. Ist ein Unternehmen, vor allem Start Ups aufgrund der dünnen Kapitaldecke, nicht auf diesen Fall vorbereitet, kann es schnell zu Liquiditätsproblemen kommen (Siepermann et al. 2015, S. 164).
Um dieser Sorge ein wenig aus dem Weg zu gehen, wird im Anwendungsbeispiel eine auftragsbezogene Fertigungsstrategie verfolgt. Somit soll die Bindung von Kapital eingegrenzt und die Liquidität erhöht werden. Die Folge daraus sind längere Lieferzeiten.
1. Einleitung: Diese Einleitung definiert den Start-up-Begriff und legt die Zielsetzung sowie den Aufbau der vorliegenden Bachelorarbeit dar.
2. Grundlagen einer systematischen Materialwirtschaft: Das Kapitel vermittelt Basiswissen zu Methoden der Materialanalyse, Bedarfsermittlung, Bestandsführung und Beschaffung für eine effiziente Materialdisposition.
3. Lieferantenmanagement: Hier werden systematische Prozesse zur Identifikation, Analyse, Bewertung und Auswahl von Lieferanten sowie deren Integration in das Unternehmen detailliert beschrieben.
4. Anwendung auf Praxisbeispiel Start Up Grill: Die theoretischen Ansätze werden auf das Fallbeispiel eines "Rocket Stove" Grills angewendet, um spezifische Risiken, Zielkonflikte und Lösungsmöglichkeiten in der Praxis zu erörtern.
5. Schlussbetrachtung: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die Bedeutung einer systematischen Material- und Lieferantenplanung für den Erfolg neugegründeter Unternehmen.
Materialwirtschaft, Lieferantenmanagement, Start-up, Kapitalbindung, Liquidität, Materialdisposition, Beschaffung, Lieferantenintegration, Cash Conversion Cycle, Durchlaufzeit, Bestandsplanung, Risikoanalyse, Fertigungsstrategie, Kostensenkung, Qualitätssicherung.
Die Arbeit analysiert, wie Start-ups durch eine systematische Materialbedarfsplanung und ein effizientes Lieferantenmanagement ihre Wettbewerbsfähigkeit trotz begrenzter Kapitalressourcen steigern können.
Die Schwerpunkte liegen auf der Materialwirtschaft, der strategischen Auswahl von Lieferanten, der Prozessintegration von Zulieferern sowie der Risikominimierung im operativen Tagesgeschäft.
Das Ziel ist es, Methoden der Materialsteuerung auf Start-ups anzuwenden, um Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und die Unternehmensentwicklung durch eine optimierte Beschaffung sicherzustellen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturrecherche und der anschließenden praktischen Anwendung dieser Konzepte auf ein spezifisches Beispiel ("Start Up Grill").
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen der Materialdisposition und des Lieferantenmanagements erläutert, gefolgt von einer konkreten Risikoanalyse und Lösungsstrategien für das Praxisbeispiel.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Materialdisposition, Lieferantenintegration, Start-up-Management, Kapitalrisiken, Liquiditätssteuerung und Supply-Chain-Optimierung.
Der Autor betont, dass Start-ups aufgrund ihrer knappen Kapitaldecke Lagerhaltung minimieren müssen, um Liquidität zu schonen, weshalb auftragsbezogene Fertigungsstrategien bevorzugt werden sollten.
Da das Unternehmen keine eigene große Fertigung besitzt, ist die Qualität der zugekauften Komponenten für den Markterfolg entscheidend, weshalb Systemlieferanten für komplexe Bauteile wie das Grillthermometer essenziell sind.
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