Examensarbeit, 2004
107 Seiten, Note: 1,0
VORBEMERKUNG
I ERLEBNISPÄDAGOGIK IN DER SCHULE
1. Erlebnispädagogik
1.1. Definitionsannäherung
1.2. Der Erlebnisbegriff
1.3. Transferproblematik
1.3.1. „The Mountains Speak For Themselves“
1.3.2. „Outward Bound Plus“
1.3.3. „Das Metaphorische Modell“
1.4. Geschichtlicher Hintergrund
1.4.1. Wichtige Vordenker
1.4.2. Kurt Hahns Erlebnistherapie und dessen Folgen
1.4.3. Erlebnispädagogik nach 1945
2. Aufbau und Struktur der heutigen Erlebnispädagogik
2.1. Didaktik der Erlebnispädagogik
2.1.1. Lehr- Lerngefälle
2.1.2. Inhalte und Beziehungen
2.1.3. Situation
2.2. Methodik der Erlebnispädagogik
2.2.1. Medium – Mittler – Material
2.2.2. Aktions- und Handlungsformen
2.2.3. Sozial- / Interaktionsformen
2.2.4. Qualifikation der Lehrperson
3. Schulischer Bedarf nach Erlebnispädagogik
3.1. Rahmenbedingungen
3.2. Lebenslage der Jugend
3.3. Einfluss der Medien
3.4. Ziele und vermutete Effekte der Erlebnispädagogik
3.5. Fehlende empirische Befunde- Kritik
II SOZIALE HANDLUNGSFÄHIGKEIT IM SPORT UND SPORTUNTERRICHT
1. Soziale Handlungsfähigkeit
1.1. Zur Begrifflichkeit
1.2. Soziale Funktion des Sports
1.3. Soziales Lernen im Sportunterricht
1.4. Komponenten zur Förderung der sozialen Handlungsfähigkeit
2. Soziales Lernen in alternativen Sportbereichen
III PROJECT ADVENTURE - EIN PRAKTISCHES KONZEPT ZUR VERKNÜPFUNG DER ERLEBNISPÄDAGOGIK MIT DER SOZIALEN HANDLUNGSFÄHIGKEIT
1. Geschichtlicher Hintergrund
2. Aufbau und Struktur
2.1. Das Briefing
2.1.1. Der Full Value Contract
2.1.2. Praktische Aktivitäten
2.1.3. Das Debriefing
3. Hauptziele und Schwerpunkte von PA
4. Leitziele und deren Überprüfungsmerkmale
5. Erziehender Unterricht und Project Adventure
IV SCHLUSSBEMERKUNG
Diese Arbeit untersucht den pädagogischen Wert der Erlebnispädagogik und deren Potenzial, soziale Handlungsfähigkeit bei Jugendlichen im schulischen Kontext und insbesondere im Sportunterricht zu fördern. Dabei wird analysiert, wie handlungsorientierte Konzepte, wie sie etwa im "Project Adventure" Anwendung finden, in den Schulalltag integriert werden können, um neben körperlichen auch soziale Kompetenzen nachhaltig zu entwickeln.
1.3.1. „The Mountains Speak For Themselves“
Das Boot setzt sich durch die reine Kraft des Erlebnisses in Bewegung, der Kurs wird hauptsächlich durch die Beteiligten selbst bestimmt. Ihr Empfinden der Erlebnisse und dessen Umsetzung in den persönlichen Alltag soll die Richtung weisen. Es wird davon ausgegangen, dass auftretende Erlebnisse für sich allein wirken. Sie sollen so eindrucksvoll empfunden werden, dass sie dadurch auch Veränderungen im Alltag auslösen können. Man setzt besonders auf die Wirkung der so genannten „Schlüsselerlebnisse.“ (Meier-Gantenbein 2000, S. 31) Deren besonders hohe Intensität und der damit verbundenen bleibenden subjektiven Wirkung, soll deshalb ein Weg zur Veränderung von Verhaltensmustern sein. Erlebnisse und Erfahrungen erhalten auf Grund der herausragenden Stellung eine „relative Einzigartigkeit“ (ebd. S. 31), sie werden dadurch individuell verarbeitet und stehen den Teilnehmern als „direkte Erfahrung zur Verfügung.“ (ebd. S.31)
Gesprächsrunden und vor allem Auswertungen der verschiedenartigen Eindrücke sind nicht vorgesehen und werden auch nicht für nötig gehalten. Betreuern und Leitern fehlt es oftmals an pädagogischem Geschick, da bei deren Ausbildung vermehrt auf fachliches Wissen Wert gelegt wird.
Genau aus diesem Grund drängte sich eine Verbesserung dieses Konzeptes auf. Bemängelt wurde unter anderem, dass selten Rücksicht auf spezifische Zusammensetzungen der Gruppe genommen wird. Auf jeden wirken die unterschiedlichen Erlebnisse anders und auch die Bedürfnisse der Teilnehmer sind individuell. Ihnen mangelt es oft an einem geeigneten Feedback. Schad (in: Bräuer, Klawe 1998, S. 89) kritisiert weiter, dass durch die nur sehr kurzen Kurse Schlüsselerlebnisse meist gar nicht die Zeit haben sich, bei den einzelnen Teilnehmern zu entfalten und zu festigen.
Erlebnispädagogik: Definiert die Grundlagen, Geschichte und die Transferproblematik erlebnispädagogischer Ansätze.
Aufbau und Struktur der heutigen Erlebnispädagogik: Erläutert didaktische und methodische Modelle für die professionelle Gestaltung von Lernprozessen.
Schulischer Bedarf nach Erlebnispädagogik: Analysiert die veränderten Lebensumstände der Jugend und die Notwendigkeit von Erlebnismöglichkeiten in der Schule.
SOZIALE HANDLUNGSFÄHIGKEIT IM SPORT UND SPORTUNTERRICHT: Untersucht soziale Lernprozesse und Kompetenzen im sportlichen Kontext.
PROJECT ADVENTURE - EIN PRAKTISCHES KONZEPT ZUR VERKNÜPFUNG DER ERLEBNISPÄDAGOGIK MIT DER SOZIALEN HANDLUNGSFÄHIGKEIT: Präsentiert das Projekt "Adventure" als systematische Methode zur Förderung sozialer Fähigkeiten.
SCHLUSSBEMERKUNG: Führt die zentralen Argumente zusammen und plädiert für die Integration erlebnispädagogischer Ansätze im Schulalltag.
Erlebnispädagogik, soziale Handlungsfähigkeit, Project Adventure, Sportunterricht, Sozialkompetenz, Transfer, Persönlichkeitsentwicklung, Gruppenprozesse, Abenteuerpädagogik, Erlebnissuche, Handlungsorientierung, pädagogische Didaktik, Selbstvertrauen, Sozialverhalten.
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Begründung und praktischen Anwendung erlebnispädagogischer Konzepte in der Schule, um die soziale Handlungsfähigkeit von Jugendlichen zu stärken.
Die Themenfelder umfassen die Geschichte der Erlebnispädagogik, didaktische Modelle, den Einfluss moderner Medien auf die Lebenswelt Jugendlicher sowie Konzepte des sozialen Lernens im Sport.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch gezielte erlebnispädagogische Projekte, speziell durch "Project Adventure", soziale Kompetenzen wie Kooperation und Selbstverantwortung im schulischen Kontext gefördert werden können.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse, der Auswertung pädagogischer Modelle und der Analyse von Konzepten zur Projektgestaltung basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung der Erlebnispädagogik (einschließlich Transferproblematik), die Darstellung von sozialer Handlungsfähigkeit im Sportunterricht und die detaillierte Vorstellung des "Project Adventure".
Wichtige Begriffe sind insbesondere Erlebnispädagogik, soziale Handlungsfähigkeit, Project Adventure, Sportunterricht und Sozialkompetenz.
Da Erlebnisse oft in Sonderkontexten wie Kletterkursen stattfinden, ist die Übertragung der dort gemachten Erfahrungen in den normalen Schul- und Lebensalltag die größte Herausforderung für den pädagogischen Erfolg.
Dies ist ein zentraler Wertevertrag im "Project Adventure", der Teilnehmer verpflichtet, aktiv an der Gruppe mitzuarbeiten, respektvoll miteinander umzugehen und Sicherheit sowie ehrliches Feedback in den Mittelpunkt zu stellen.
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