Masterarbeit, 2016
98 Seiten, Note: 2,0
Diese Masterarbeit befasst sich mit dem dynamischen Charakter der Identität und wie sie durch die umgebenden Bedingungen beeinflusst wird. Sie untersucht, wie Identität entsteht und ob sie ein dynamischer Prozess ist.
Die Einleitung führt in die Thematik der Identität ein und stellt die zentrale Fragestellung sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit vor. Das Kapitel "Realität(en)" beleuchtet die Bedeutung der objektiven und subjektiven Realität für die Entstehung von Identität und untersucht die wichtigsten Einflussfaktoren auf die subjektive Realität, wie Sprache, Gesellschaft und Sozialisation. Im Kapitel "Konstruktionen" werden medizinisch-neurologische Prozesse und die Theorie des Konstruktivismus in Bezug auf die Konstruktion von Identität betrachtet. Das Kapitel "Identitäten" befasst sich mit den Mustern von Segregation und Polarisation, den Prozessen von entstehenden und zerfallenden Identitäten und insbesondere mit der Konstruktion von Identität durch wahrgenommene Realitäten, anhand von Beispielen wie dem Cäsarenwahn und der Übernahme sozialer Rollen.
Die Arbeit konzentriert sich auf die Themen Identität, Ich-Konstruktion, wahrgenommene Realität, Einflussfaktoren, Sprache, Gesellschaft, Sozialisation, Konstruktivismus, soziale Rollen, Segregation, Polarisation und Behinderung.
Identität wird als Ergebnis von Unterscheidungsprozessen und der Anpassung an soziale Konstrukte gesehen, wobei subjektive Realitäten im Vordergrund stehen.
Sprache gilt als einer der zentralen Einflussfaktoren auf die Konstruktion der subjektiven Realität und prägt somit maßgeblich das Selbstbild und die Weltwahrnehmung.
Der Radikale Konstruktivismus fokussiert auf individuelle neurologische Prozesse, während der Soziale Konstruktivismus die Bedeutung gesellschaftlicher Interaktion betont.
Der Cäsarenwahn dient als Beispiel für eine extreme Form der Identitätskonstruktion basierend auf einer verzerrten Wahrnehmung der Realität.
Die Sozialisation liefert die Bewertungs- und Handlungsmatrix, innerhalb derer ein Individuum seine sozialen Rollen und seine Identität ausformt.
Ja, die Arbeit untersucht Identität als dynamischen Prozess, bei dem Identitäten sowohl entstehen als auch durch veränderte Realitäten zerfallen können.
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