Diplomarbeit, 2016
62 Seiten, Note: 1,0
1 Die Globalisierung und deren Auswirkung auf die Seeschifffahrt am Hamburger Hafen - Einführung
1.1 Die Bedeutung des zunehmenden Welthandels auf die Seeschifffahrt
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Das stetig wachsende Transportaufkommen und dessen Auswirkungen auf die Größe der Containerschiffe
2.1 Der Zusammenhang von Globalisierung und steigendem Transportaufkommen in der Containerschifffahrt
2.2 Containerschiffe – im Wandel der Zeit
3 Logistische Prozesse am Hamburger Hafen
3.1. Der Hamburger Hafen – Überblick
3.2 Der Hamburger Hafenkonzern HHLA und dessen Bedeutung
3.2.1 Die Containerterminals der HHLA am Hamburger Hafen
3.2.2 Die vier Segmente der Hamburger Hafen und Logistik AG
3.3 Ablauf des Umschlages am HHLA - Terminal CTA - aktuell
3.4 Logistische Herausforderungen der Abwicklung von XXL-Containerschiffen - am Beispiel der MSC Zoe
3.5 Erstellung einer SWOT- Analyse des Hamburger Hafens
3.5.1 Erläuterung der SWOT- Analyse
3.5.2 Die SWOT- Analyse des Hamburger Hafens
4 Darstellung des Hinterlandverkehrs des Hamburger Hafens – aktuell
4.1 Straßengüterverkehrsanbindung
4.2 Schienenverkehrsanbindung
4.3 Binnenschiffverkehrsanbindung
5 Herausforderungen zur Bewältigung der zukünftigen Containerschifffahrt im Hafen Hamburg
5.1 Die infrastrukturelle Herausforderung des Hamburger Hafens
5.1.1 Elbvertiefung
5.1.2 Anpassung der Fahrrinnenbreite der Elbe
5.1.3 Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals
5.2 Abbildung des Hinterlandverkehrs basierend auf den bevorstehenden Veränderungen hinsichtlich der Globalisierung
6 Auswertung der Experteninterview-Fragebögen
7 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Globalisierung auf die Containerschifffahrt und die daraus resultierenden logistischen Herausforderungen für den Hamburger Hafen, insbesondere im Kontext immer größer werdender Containerschiffe (Ultra-Large-Containerships).
3.4 Logistische Herausforderungen der Abwicklung von XXL-Containerschiffen - am Beispiel der MSC Zoe
Der in Kapitel 3.3 geschilderte Ablauf am Terminal CTA musste sich über die letzten Jahre hinweg stetig an die Entwicklung der steigenden Schiffsgrößen anpassen. Die Modernisierungen der Hafenbahn und des Hafenbahnnetzes hinsichtlich größerer Containerschiffe halten weiter an. Nicht nur der Terminalbereich der Seehäfen sondern auch der Hinterlandverkehr müssen sich mittels sämtlicher Anpassungsmaßnahmen auf dem neuesten Stand halten um die modernsten Containerschiffe der Zeit begrüßen zu können.60
Ein solch neuwertiges XXL-Containerschiffs das seit Mitte August 2015 die Weltmeere passiert, ist die MSC Zoe. Mit einem Fassungsvermögen von bis zu 19.224 TEU ist das Containerschiff aktuell das größte der Welt. An Rang eins abgelöst hat die MSC Zoe das bislang größte Schiff die CSCL Globe mit einer Tragfähigkeit von 19.100 TEU, bereits nach einer Dienstzeit von nur wenigen Monaten. Die CSCL Globe startete ihren Kurs zu Beginn 2015. Hiermit wird die rasante Entwicklung hin zu immer größeren Containerschiffen deutlich. Innerhalb von einem Jahr starten zwei XXL-Containerschiffe ihre Reise über die Meere dieser Welt und glänzen mit immer größeren Abmessungen, höheren Zuladefähigkeiten und steigender Umweltverträglichkeit. Im Zuge dieser Entwicklung ergeben sich immer wieder neue logistische Herausforderungen für Hafen und Terminals.61
Die MSC Zoe, von der zweitgrößten Reederei MSC mit Sitz in Genf, ist 395 Meter lang und 59 Meter breit, mit einem Tiefgang von 16 Metern. Neben der MSC Zoe wurden drei weitere gleichwertige Schiffe mit gleichem Fassungsvermögen, gleicher Länge und Breite sowie Tiefgang im Jahre 2015 gebaut und in Dienst genommen. Alleine der Tiefgang von über 15 Metern ist ein erstes Indiz für eine Herausforderung für den Hafen Hamburg. Nur das Containerterminal CTA verfügt über einen tideabhängigen Tiefgang von knapp über 16 Metern. Die beiden anderen HHLA Terminals CTB und CTT dagegen nur über einen Tiefgang von knapp 15 Metern.62
In der Regel können diese Container-Giganten nur bei Flut den Hafen einlaufen und bei Ebbe den Hafen wieder verlassen. Nur zweimal am Tag, mit einem halbstündigen Zeitfenster, können die vollbeladenen XXL-Containerschiffe mit einer Flutwelle einlaufen. Die Abhängigkeit von den Gezeiten stellt den Hamburger Hafen vor eine logistische Herausforderung. Ziel muss es sein, diese Einschränkungen beim Einlaufen solcher Frachter so gering wie möglich zu halten beziehungsweise ganz zu beseitigen. Mit Projekten wie der geplanten Elbvertiefung, welche in Kapitel 5.1.2 näher erläutert wird, will der Hamburger Hafen dieser Herausforderung begegnen.63
1 Die Globalisierung und deren Auswirkung auf die Seeschifffahrt am Hamburger Hafen - Einführung: Einleitende Betrachtung der globalen Warenströme und der zunehmenden Bedeutung des Containertransports für den Hamburger Hafen.
2 Das stetig wachsende Transportaufkommen und dessen Auswirkungen auf die Größe der Containerschiffe: Analyse des Zusammenhangs zwischen Welthandel und der Entwicklung zu immer größeren Schiffseinheiten.
3 Logistische Prozesse am Hamburger Hafen: Detaillierte Darstellung der operativen Abläufe in den Terminals der HHLA sowie eine strategische SWOT-Analyse des Standorts.
4 Darstellung des Hinterlandverkehrs des Hamburger Hafens – aktuell: Untersuchung der verschiedenen Verkehrsträger und deren Rolle bei der Verteilung der Waren ins Hinterland.
5 Herausforderungen zur Bewältigung der zukünftigen Containerschifffahrt im Hafen Hamburg: Beschreibung der notwendigen infrastrukturellen Anpassungen, wie Elbvertiefung und Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals.
6 Auswertung der Experteninterview-Fragebögen: Zusammenfassung der Einschätzungen von Fachleuten zu den Herausforderungen der Schiffsgrößenentwicklung.
7 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Untersuchungsergebnisse und Einschätzung der Zukunftsfähigkeit des Hafens.
Containerschifffahrt, Hamburger Hafen, Globalisierung, Hinterlandverkehr, XXL-Containerschiffe, Logistik, Infrastruktur, Elbvertiefung, SWOT-Analyse, HHLA, Welthandel, Terminalmanagement, Containertransport, Nord-Ostsee-Kanal, Containertragfähigkeit
Die Arbeit behandelt die logistischen Herausforderungen, die durch die Zunahme von XXL-Containerschiffen für den Hamburger Hafen entstehen.
Dazu gehören die Globalisierung der Warenströme, die Entwicklung der Containerschiffsgrößen, operative Abläufe in Containerterminals sowie die Anbindung an das Hinterland.
Das Ziel ist es, die spezifischen Herausforderungen bei der Abfertigung von Ultra-Large-Containerships im Hamburger Hafen aufzuzeigen und Lösungsstrategien für die Bewältigung zu präsentieren.
Neben einer umfassenden Literaturanalyse wurde eine SWOT-Analyse durchgeführt und eine Expertenbefragung ausgewertet.
Der Hauptteil analysiert die logistischen Prozesse in den HHLA-Terminals, die Anforderungen an die wasserseitige Infrastruktur sowie die Hinterlandverkehre.
Wichtige Begriffe sind Containerschifffahrt, Hamburger Hafen, Hinterlandverkehr, XXL-Containerschiffe, Infrastruktur und Logistikprozesse.
Sie dient als konkretes Beispiel für die aktuelle Generation von XXL-Containerschiffen und verdeutlicht die Probleme bei der Abfertigung aufgrund ihres Tiefgangs und ihrer Abmessungen.
Sie wird als kritische infrastrukturelle Maßnahme bewertet, die für die Wettbewerbsfähigkeit des Hafens gegenüber anderen Standorten als notwendig erachtet wird, jedoch auch ökologische Herausforderungen mit sich bringt.
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