Bachelorarbeit, 2016
80 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung
1.2 Methodisches Vorgehen
2 Weblogs als Kommunikationsinstrument der PR
2.1 Das Medium des Weblogs
2.2 Crossmedialität
2.3 Kommerzialisierung der Blogosphäre
2.4 Konzept der Meinungsführerschaft
3 Authentizität
3.1 Herleitung des Begriffs
3.2 Betrachtungsperspektiven
3.3 Dimension Glaubwürdigkeit
3.4 Der Authentizitätsbegriff in der heutigen Wahrnehmung
4 Analyse des Blogs Style-Roulette auf Authentizität
4.1 Authentizitätsgarantie
4.2 Vorstellung von ‚Luisa Lion‘
4.3 Selbstkonzept
4.4 Integration der persuasiven Botschaft
5 Fazit
Diese Arbeit untersucht, wie die Bloggerin Luisa Eckhard auf ihrem Weblog "Style-Roulette" Authentizität sicherstellt und trotz kommerzieller Kooperationen ein glaubwürdiges Bild bei ihren Followern aufrechterhält. Die Forschungsarbeit beleuchtet dabei, wie persönliche Erfahrungen und emotionale Bindungen strategisch genutzt werden.
3.4.1 Authentizität im Zeitalter des Internets
Im Internet gilt nicht die gleiche Ausgangssituation wie in der interpersonalen Kommunikation. Mit seinem Cartoon „In the Internet nobody knows you are a dog“ in The New Yorker (Abbildung 4) hatte Peter Steiner 1993 einen riesigen Erfolg – bis heute wird der Cartoon regelmäßig abgedruckt. Er trifft das Problem der Identität im onlinevermittelten Dialog. Berichte über Betrüger in Online-Foren oder Online-Netzwerken sind keine Rarität mehr, was auch das Beispiel im kommenden Abschnitt verdeutlichen wird, denn: „Die Virtualität erlaubt eine Stilisierung des eigenen Ichs nach fremd- oder selbstbestimmten Idealvorstellungen.“124 Mit dieser Aussage macht Andreas Greis deutlich, dass die Identität in der virtuellen Welt nicht mit jener der realen Welt übereinstimmen muss. Dabei würden besonders häufig optische Veränderungen vorgenommen. Aber auch Eigenschaften wie das Alter, die Herkunft oder der Beruf werden, so Greis, nach Belieben angepasst.
Auch wenn diese Veränderung eher negativ zu betrachten ist, gibt es durchaus eine positive Interpretation.125 So gebe es im Internet die Möglichkeit, seine eigene Identität zu erforschen – das „Explorationsfeld der Identität“126 nennt Greis, diese Chance der Entwicklung des eigenen Selbstempfindens. Durch „Identitätshinweise, wie ‚Nicknames‘“127 muss das Individuum sich mit seiner eigenen Persönlichkeit beschäftigen. All diese Möglichkeiten führten dazu, dass es keine „Authentizitätsgaranten“ gebe.128 Außerdem herrscht im Internet eine zeitversetzte Kommunikation, sodass man keine unmittelbare Reaktion des Empfängers erwarten kann, was zu einer „verminderten Zuverlässigkeit der Kommunikation“129 führen kann.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, skizziert die Relevanz von Bloggern als Markenbotschafter und legt die Forschungsfrage zur Sicherstellung der Authentizität bei Luisa Eckhard dar.
2 Weblogs als Kommunikationsinstrument der PR: In diesem Kapitel wird die historische Entwicklung von Weblogs erläutert, ihr Nutzen als PR-Instrument definiert und die Rolle der Meinungsführerschaft innerhalb der Blogosphäre diskutiert.
3 Authentizität: Hier wird der theoretische Rahmen um den Begriff der Authentizität gespannt, inklusive der Dimensionen Glaubwürdigkeit und Vertrauen, und deren Wandel in der heutigen Wahrnehmung analysiert.
4 Analyse des Blogs Style-Roulette auf Authentizität: Dieses Hauptkapitel bietet eine qualitative Einzelfallanalyse des Blogs von Luisa Eckhard anhand von Kriterien wie Selbstkonzept, Jargon, Ähnlichkeit und der Kennzeichnung von Kooperationen.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Strategien von Luisa Eckhard zusammen und bewertet ihren Erfolg darin, Authentizität durch parasoziale Beziehungen und den bewussten Umgang mit Fehlern zu wahren.
Authentizität, Weblog, Markenbotschafter, Luisa Lion, Style-Roulette, Glaubwürdigkeit, Influencer Marketing, parasoziale Beziehung, Blogosphäre, Produktplatzierung, Identität, Digitale Kommunikation, Vertrauen.
Die Arbeit untersucht die Authentizität von Bloggern, die als Markenbotschafter agieren, am Beispiel von Luisa Eckhard und ihrem Blog "Style-Roulette".
Die Arbeit verknüpft medienwissenschaftliche Konzepte wie Meinungsführerschaft und Glaubwürdigkeitsforschung mit der konkreten Praxis kommerzieller Produktplatzierungen im Internet.
Das Ziel ist es, zu beantworten, wie Luisa Eckhard durch spezifische kommunikative Strategien ihre Authentizität gegenüber ihrer Community sicherstellt.
Die Arbeit stützt sich auf eine qualitative Einzelfallanalyse, bei der Beiträge und Leserkommentare des Blogs "Style-Roulette" untersucht werden.
Im Hauptteil werden theoretische Konzepte der Authentizität erarbeitet und anschließend auf das konkrete Verhalten der Bloggerin angewendet, etwa durch die Analyse ihres Jargons und ihres Umgangs mit Werbekooperationen.
Schlüsselbegriffe sind Authentizität, parasoziale Beziehung, Glaubwürdigkeit und der Einfluss von Online-Influencern auf die Wahrnehmung von Werbung.
Das "Lonelygirl15"-Beispiel dient als Kontrast, um die Bedeutung von Diskussionsbereitschaft und Fehlertoleranz für das Vertrauensverhältnis zwischen Blogger und Followern zu illustrieren.
Fehlereingeständnisse wirken gegen eine rein inszenierte Wahrnehmung und unterstreichen das menschliche, reale Bild, das als notwendige Bedingung für Authentizität im Internet gilt.
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