Masterarbeit, 2017
122 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Themenabgrenzung
1.2 Zielsetzung und Forschungsleitfrage
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Die Vision der Industrie 4.0 in Deutschland – die vierte industrielle Revolution
2.1 Der Weg zur vierten industriellen Revolution
2.2 Herkunft des Begriffs Industrie 4.0 und Stand der Forschung
2.2.1 Plattform Industrie 4.0
2.2.2 Definition des Begriffs „Industrie 4.0“
2.2.3 Die wesentlichen Merkmale von Industrie 4.0
2.2.4 Die acht wichtigsten Handlungsfelder
2.3 Status Quo in Deutschland
2.3.1 Wirtschaftliche Bedeutung für Deutschland
2.3.2 Ausgangslage der deutschen Automobilbranche
2.3.3 Industrie 4.0 in der deutschen Automobilindustrie
3 Die digitale Transformation der Automobilindustrie in der Praxis
3.1 Voraussetzungen der digitalen Transformation
3.1.1 Datenerhebung und Analyse
3.1.2 Cloud Computing
3.1.3 IT-Sicherheit
3.2 Leistungserstellung in der Smart Factory
3.2.1 Smart Production
3.2.1.1 Der Faktor Mensch in der Smart Factory
3.2.1.2 Digital Engineering in der digitalen Fabrik
3.2.2 Vertikale Vernetzung
3.2.3 Horizontale Vernetzung
3.2.3.1 Smart Supply Chains
3.2.3.2 Kundenintegration
3.3 Smart Products und Services als Leistungsangebot
3.4 Neuartige Geschäftsmodelle
3.5 Kritik und Hemmnisse
4 Strategische Unternehmenssteuerung als Erfolgsfaktor der digitalen Transformation
4.1 Controlling Industrie 4.0 Roadmap
4.2 Einfluss von Industrie 4.0 auf die Controlling-Prozesse
4.3 Wirtschaftlichkeitseffekte von Industrie 4.0-Investitionen
4.3.1 Prozess- und Potenzialanalyse zur Ex-ante-Beurteilung von Industrie 4.0-Investitionen
4.3.2 Ex-post-Analyse zur Messung der Wirtschaftlichkeit nach Einführung von Industrie 4.0-Technologien
4.4 Weiterentwicklung der Kompetenzen und der Rolle des Controllers
5 Fazit
Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen der digitalen Transformation durch Industrie 4.0 auf die deutsche Automobilindustrie. Sie beleuchtet, wie Unternehmen ihre Wertschöpfungsketten und Geschäftsmodelle anpassen müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben, und analysiert, welche Rolle eine strategische Unternehmenssteuerung sowie das Controlling bei diesem komplexen Wandel einnehmen.
3.2.1.1 Der Faktor Mensch in der Smart Factory
Industrie 4.0 wird durch die damit verbundene Automatisierung und Verkettung von Prozessen und Systemen weitreichende Veränderungen für die Beschäftigung und Arbeit der Zukunft haben. Für die Produktion wird laut Experten dennoch weiterhin der Mensch eine große Rolle spielen. Herr Dr. Klaus Mittelbach, Vorsitzender der Geschäftsführung beim Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI), betont, dass „die Fabrik der Zukunft […] genauso menschenleer [sein wird], wie heutige Büros papierlos sind“. Der konsequente steigende Automatisierungsgrad ist jedoch unverzichtbar, um Lohnkosten zu reduzieren und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Produktion zu sichern. Im Hochlohnland Deutschland stellen die Lohnkosten mit aktuell mehr als 35 Euro je Arbeitnehmerstunde einen wichtigen Erfolgsfaktor für die Produktion dar.
In den USA verdient ein Arbeiter nur durchschnittlich 24 Euro bzw. in neuen Produktionsländern wie China sogar nur rund 2,70 Euro pro Stunde. Eine Entwicklung von weniger Mitarbeitern in der Produktion in Richtung Automatisierung scheint die logische Konsequenz zu sein. Die Automatisierung stößt jedoch hinsichtlich der Flexibilität an ihre Grenzen. Flexibilität, die heute als Schlüsselfaktor für Automobilhersteller angesehen wird, ist eng mit dem Menschen und seinen besonderen Fähigkeiten verbunden. Die Erzeugung eines vollautomatischen, hochflexiblen Outputs erhöht die Komplexität enorm und erfordert hohe Investitionen. Der wirtschaftliche Nutzen dieser Investitionen muss gegenüber menschlicher Arbeit abgewogen werden. Deshalb gibt es auch weiterhin in der Smart Factory eine Form der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine. Arbeitsteilig führen Mensch und Maschine gemeinsam Aufgaben aus – unter Nutzung der komplementären Fähigkeiten dieser beiden Beteiligten. Dabei besitzt der Mensch zum einen Kreativität, schnelle Anpassungsfähigkeiten und Feinfühligkeit durch den Einsatz seiner Hände, während der Roboter sehr präzise arbeitet und eine kontinuierliche Qualität gewährleistet. Der Roboter übernimmt außerdem gefährliche Aufgaben und kennt keine Ermüdung bei monotonen Tätigkeiten.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die vierte industrielle Revolution ein und definiert die Problemstellung sowie die Forschungsziele im Kontext der deutschen Automobilindustrie.
2 Die Vision der Industrie 4.0 in Deutschland – die vierte industrielle Revolution: Dieses Kapitel behandelt die historischen Grundlagen, die Entstehung des Begriffs Industrie 4.0, dessen Definition sowie den Status Quo und die wirtschaftliche Bedeutung in Deutschland.
3 Die digitale Transformation der Automobilindustrie in der Praxis: Hier werden technische Voraussetzungen, das Konzept der Smart Factory, Smart Products sowie horizontale und vertikale Vernetzung anhand von Praxisbeispielen aus der Automobilbranche erläutert.
4 Strategische Unternehmenssteuerung als Erfolgsfaktor der digitalen Transformation: Das Kapitel widmet sich der notwendigen Anpassung der Unternehmenssteuerung und des Controllings, inkl. Roadmap und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen für Industrie 4.0-Investitionen.
5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Wandels der Organisation und Strategie für den langfristigen Erfolg.
Industrie 4.0, Automobilindustrie, Digitale Transformation, Smart Factory, Unternehmenssteuerung, Controlling, Wertschöpfungskette, Cyber-physische Systeme, Vernetzung, Geschäftsmodelle, Smart Products, Big Data, Prozessanalyse, Automatisierung, Wirtschaftlichkeit
Die Arbeit analysiert die digitale Transformation durch Industrie 4.0 mit einem spezifischen Fokus auf die deutsche Automobilindustrie und deren Unternehmenssteuerung.
Zentrale Felder sind die technologische Entwicklung zur Smart Factory, die horizontale und vertikale Vernetzung der Produktion sowie die notwendige Weiterentwicklung des Controllings.
Das Ziel ist die Vermittlung eines Verständnisses für die Industrie 4.0-Konzepte und die Untersuchung der Auswirkungen auf die strategische Unternehmenssteuerung der Automobilhersteller.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung und einer Fallbeispielanalyse zur Verdeutlichung der technologischen und organisatorischen Veränderungen.
Im Hauptteil werden die Praxis der digitalen Transformation in der Automobilindustrie, die Rolle von Big Data, Cloud Computing und die Auswirkungen auf das Controlling detailliert analysiert.
Wichtige Begriffe sind Industrie 4.0, Automobilindustrie, Smart Factory, Controlling, digitale Vernetzung und Wirtschaftlichkeitsanalyse.
Trotz hoher Automatisierung bleibt der Mensch ein entscheidender Faktor, besonders für Kreativität und Flexibilität, wobei er verstärkt mit Robotern kollaborativ zusammenarbeitet.
Das Controlling muss neue Instrumente zur Bewertung komplexer, datengetriebener Investitionen entwickeln und sich vom reinen Informationslieferanten zum aktiven strategischen Berater wandeln.
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