Bachelorarbeit, 2014
81 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Wohnungslosigkeit in Deutschland
2.1 Rückblick auf die Begriffsdefinition im Geschichtsverlauf
2.2 Wohnungslosigkeit: Definition und Differenzierung
2.3 Schätzungen zum Ausmaß von Wohnungslosigkeit in Deutschland
2.4 Wohnungslose Frauen
2.4.1 Geschlechtsspezifische Lebenslagen, Ursachen und Hintergründe weiblicher Wohnungslosigkeit
2.4.2 Verschiedene Erscheinungsformen wohnungsloser Frauen
2.4.2.1 Manifeste Wohnungslosigkeit
2.4.2.2 Verdeckte Wohnungslosigkeit
2.4.2.3 Latente Wohnungslosigkeit
3. Lebensweltorientierung
3.1 Das Konzept der Lebensweltorientierung
3.2 Die Lebensweltorientierte Soziale Arbeit
3.2.1 Die Handlungs- und Strukturmaximen
3.2.2 Die Dimensionen der Lebensweltorientierung
3.2.3 Die Lebensweltorientierung in der Sozialen Arbeit mit Wohnungslosen
3.3 Lebenswelt „Straße“- die Lebenswelt wohnungsloser Menschen
4. Niedrigschwellige Soziale Arbeit in der Wohnungslosenhilfe
4.1 Niedrigschwellige Soziale Arbeit
4.1.1 Begriffsklärung
4.1.2 Hintergrund und Entstehung
4.1.3 Ansätze, Aufgaben und Ziele
4.2 Angebote der Niedrigschwelligen Sozialen Arbeit für Wohnungslose in Köln
5. Umsetzung des Forschungsvorhabens
5.1 Zielsetzung und Herangehensweise
5.2 Die Forschungsinstrumente
5.3 Kontaktaufnahme
5.3.1 Kontaktaufnahme mit der Einrichtung
5.3.2 Kontaktaufnahme mit den wohnungslosen Frauen
5.4 Das Leitfadeninterview - Darstellung der frauenspezifischen Angebote anhand der Interviewauswertung
5.5 Lebensweltanalyse: Darstellung der Lebenswelt zweier wohnungslosen Frauen in Köln
5.6 Fragebogen
5.6.1 Die Datenerhebung
5.6.2 Interpretation und Auswertung der Daten
6. Fazit: Wird ein gelingender Alltag für die wohnungslosen Frauen ermöglicht?
Die Arbeit untersucht, inwiefern Niedrigschwellige Soziale Arbeit wohnungslosen Frauen in Köln in ihrer Lebenswelt und Notsituation unterstützen und ihnen einen gelingenderen Alltag ermöglichen kann. Ziel ist es, die Wirksamkeit aktueller Hilfeangebote aus der Perspektive der Betroffenen sowie der Helfenden zu evaluieren.
2.4.1 Geschlechtsspezifische Lebenslagen, Ursachen und Hintergründe weiblicher Wohnungslosigkeit
Während der Frauenbewegung in den 1970er Jahren wird die weibliche Armut beziehungsweise Wohnungslosigkeit näher thematisiert und macht auf die Zunahme der Betroffenen im Hilfesystem aufmerksam. Aufgrund dessen entwickelt sich innerhalb der neu entstandenen Frauenforschung ein geschlechtsspezifischer Ansatz, der wohnungslose Frauen als eigenständige Zielgruppe berücksichtigt. Später entsteht daraus eine neue Richtung in der Wohnungslosenhilfe: Das Gender Mainstreaming, das bedeutet „[…]die auf das Geschlecht bezogenen Unterschiede zwischen den Lebensverhältnissen und den unterschiedlichen Bedürfnissen und Belangen von Frauen und Männern, Mädchen und Jungen auf allen Entscheidungsebenen und in allen Handlungsfeldern systematisch zu berücksichtigen, soweit sie benachteiligend oder förderlich für die Gleichstellung sind.“ Daraufhin werden die Lebenslagen, Handlungsmöglichkeiten, sowie Erfahrungen und Interessen im Hinblick auf die Ursache weiblicher Wohnungslosigkeit untersucht und die Frauen erstmals im Zusammenhang mit Erfahrungen männlicher Gewalt und ihren strukturellen Armutsrisiken gesehen.
Parallel dazu entstehen die ersten professionellen Hilfen, die sich problem- und bedürfnisorientiert auf weibliche Wohnungslosigkeit spezialisieren.
1. Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz der Arbeit, skizziert die Problematik weiblicher Wohnungslosigkeit und beschreibt das Forschungsziel sowie den methodischen Aufbau der Untersuchung.
2. Wohnungslosigkeit in Deutschland: Dieses Kapitel liefert einen historischen Abriss, definiert zentrale Begriffe und beleuchtet die spezifischen Lebenslagen, Ursachen und Erscheinungsformen weiblicher Wohnungslosigkeit.
3. Lebensweltorientierung: Es wird das theoretische Konzept der Lebensweltorientierung nach Thiersch erläutert und dessen Übertragung auf die Soziale Arbeit mit wohnungslosen Menschen sowie auf die Lebenswelt „Straße“ untersucht.
4. Niedrigschwellige Soziale Arbeit in der Wohnungslosenhilfe: Hier wird der Begriff der Niedrigschwelligkeit definiert, die Entstehung dieses Konzepts aus der Drogenhilfe hergeleitet und ein Überblick über spezifische Angebote für Wohnungslose in Köln gegeben.
5. Umsetzung des Forschungsvorhabens: Das Kapitel beschreibt das methodische Design der Arbeit, inklusive Leitfadeninterviews, Lebensweltanalysen durch Stadtteilbegehungen und Fragebogenerhebungen, und präsentiert die Ergebnisse der Auswertung.
6. Fazit: Wird ein gelingender Alltag für die wohnungslosen Frauen ermöglicht?: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, reflektiert die Wirksamkeit der untersuchten Hilfsangebote und formuliert Empfehlungen für zukünftige Entwicklungen in der Hilfe für wohnungslose Frauen.
Wohnungslosigkeit, Frauen, Niedrigschwellige Soziale Arbeit, Lebensweltorientierung, Köln, Gender Mainstreaming, Notschlafstellen, Hilfe zur Selbsthilfe, Soziale Ausgrenzung, Frauenarmut, Obdachlosigkeit, Lebensweltanalyse, Frauenforschung.
Die Bachelor-Thesis untersucht die Lebenssituation von wohnungslosen Frauen in Köln und analysiert, inwieweit Angebote der Niedrigschwelligen Sozialen Arbeit dazu beitragen, den Frauen einen gelingenderen Alltag zu ermöglichen.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung durch das Konzept der Lebensweltorientierung, die spezifische Problematik weiblicher Wohnungslosigkeit und die Evaluation existierender Unterstützungsstrukturen in Köln.
Die Arbeit geht der Frage nach, inwiefern niedrigschwellige Soziale Arbeit als Hilfe für wohnungslose Frauen fungiert und ob diese Angebote tatsächlich zu einem gelingenderen Alltag beitragen können.
Es handelt sich um eine qualitative Untersuchung, die Leitfadeninterviews mit Fachpersonal, Lebensweltanalysen mittels Stadtteilbegehungen und eine quantitative Befragung wohnungsloser Frauen mittels Fragebögen kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung von Wohnungslosigkeit und Lebensweltorientierung sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit der niedrigschwelligen Wohnungslosenhilfe, abgeschlossen durch die konkrete Darstellung und Analyse der Forschungsdaten.
Die zentralen Begriffe umfassen Wohnungslosigkeit bei Frauen, das Konzept der Lebensweltorientierung, Niedrigschwelligkeit als Arbeitsprinzip, Gender Mainstreaming und die verschiedenen Erscheinungsformen wie manifeste, verdeckte und latente Wohnungslosigkeit.
Frauen sind häufiger von verdeckter und latenter Wohnungslosigkeit betroffen, erleben vermehrt Gewalt im sozialen Nahfeld und ihre Wohnungslosigkeit ist öfter mit persönlichen Konflikten und Abhängigkeitsbeziehungen statt nur mit strukturellen Faktoren wie Arbeitslosigkeit verknüpft.
Der Begriff dient als Leitmotiv für die Lebensweltorientierung; er beschreibt nicht die bloße Beseitigung der Wohnungslosigkeit, sondern die Verbesserung der individuellen Lebensbewältigung durch Unterstützung, Akzeptanz und Respekt vor den eigenen Ressourcen der Frauen.
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass das Schamgefühl bei wohnungslosen Frauen sehr hoch ist und Anonymität ein entscheidender Faktor ist, weshalb niedrigschwellige Angebote wie mobile medizinische Dienste besonders stark nachgefragt werden.
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