Bachelorarbeit, 2014
72 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Argentinien – Historik und Gesundheitssystem
2.1 Geschichte, Wirtschaft und Politik
2.2 Gesellschaft und Demografie
2.3 Schwellenland und Zwei-Klassen-Gesellschaft
2.4 Gesundheitssystem
2.4.1 Dezentralisierung der Autoritäten
2.4.2 Sozialversicherungssektor
2.4.3 Öffentlicher Gesundheitssektor
2.4.4 Privater Gesundheitssektor
2.4.5 Finanzierung des Gesundheitssystems
3 Slums – Die Armenviertel der Welt
3.1 Un Habitat und die Vereinten Nationen
3.2 Allgemeines zur Slum-Ökologie
3.3 Historische Entwicklung und Wachstum von Slums
3.4 Arbeitsplätze und Informalität
3.5 Ausgrenzung und soziale Ungleichheit
4 Gesundheitsdeterminanten in der Lebenswelt „Villa Miseria“
4.1 Umweltbedingungen in der Villa Miseria
4.1.1 Die Umweltverschmutzung belastet die Gesundheit
4.1.2 Das Arbeitsumfeld als Gesundheitsrisiko
4.1.3 Ungünstige Wohnbedingungen führen zu Gesundheitsrisiken
4.2 Biologische Gesundheitsdeterminanten
4.3 Individuelle (un)gesunde Lebensweise
4.4 Zugang, Angebot und Erreichbarkeit von Gesundheitsleistungen
4.4.1 Primäre Gesundheitsversorgung nach Alma Ata
4.4.2 Zugänglichkeit und Ausstattung der CeSACs
4.4.3 Erreichbarkeit für die Bevölkerung
5 Ortsbezogene Krankheitsbilder in der Lebenswelt „Villa Miseria“
5.1 Infektionskrankheiten
5.1.1 Aids
5.1.2 Malaria/Dengue
5.1.3 Tuberkulose
5.1.4 Die lokale und weltweite Relevanz von Infektionskrankheiten
5.2 Wasser, das krank macht
5.2.1 Diarrhöen
5.2.2 Cholera
5.3 Essen, das krank macht
5.3.1 Magen-Darm-Erkrankungen
5.3.2 Übergewicht und Bluthochdruck
5.4 Atemwegserkrankungen
5.5 Kranke Seele
5.5.1 Gewalt
5.5.2 Kinder ohne Ausweg
5.5.3 Kindersterblichkeit
6 Präventionsmöglichkeiten
6.1 Allgemeines zur Prävention
6.1.1 Verhaltens- und Verhältnisprävention
6.1.2 Primäre, sekundäre, tertiäre Prävention
6.1.3 Präventionsstrategien und -methoden
6.2 Aktuelle Präventionsmaßnahmen in der Villa 21-24
6.2.1 Präventive Therapien des diplomierten Pflegepersonals
6.2.2 Workshops als präventive Maßnahme
6.2.3 Gesundenuntersuchungen
6.2.4 Ärztliche Konsultationen
6.2.5 Psychologische Einzelbetreuung als Präventionsmaßnahme
6.2.6 Soziale Arbeit und Prävention
6.2.7 Gewaltprävention durch Polizeipräsenz
6.3 Aktuelle Präventionsstrategien auf nationaler Ebene
6.3.1 Verbesserung armutsbedingter Lebensumstände
6.3.2 Mobile Prävention: Gesundheitsstationen
7 Schlussbetrachtung
Diese Bachelorarbeit analysiert die gesundheitlichen Risiken in der Lebenswelt „Villa Miseria“ in Buenos Aires, Argentinien, und untersucht, welche Ansätze der Krankheitsprävention unter den dort herrschenden informellen und armutsbedingten Lebensbedingungen effektiv umgesetzt werden können.
4.1.1 Die Umweltverschmutzung belastet die Gesundheit
Die gravierende Umwelt- und Wasserverschmutzung in Buenos Aires beruht auf dem sorglosen Wegwerfen von Hausmüll an öffentlichen Plätzen, aber auch auf der illegalen Entsorgung von gefährlichen Industrieabfällen in Flüssen oder Seen. Es erfolgt außerdem eine ungenügende Aufbereitung des verbrauchten Wassers durch Kläranlagen (Benedictis, 2001). Der Großteil der Villas in Buenos Aires liegt an Uferböschungen der stark verschmutzten Flüsse Río de la Reconquista und Río de la Matanza (Davis, 2007, S. 43). Der Mangel an Abwasserkanälen führt dazu, dass Flüsse wie der Riachelo so stark verschmutzt sind, dass sie biologisch tot sind (Benedictis, 2001). An diesem liegt die Villa 21-24 inmitten einem Industriegebiet mit einigen großen Fabriken. Gestank liegt in der Luft und Ratten, Moskitos, Fliegen und andere Insekten vermehren sich und verbreiten Krankheiten (Davis, 2007, S. 43).
Auf dem Bild lässt sich der markante Flussverlauf des Riachelo erkennen und die genaue Lage der Villa 21-24 wurde durch eine gelbe Linie eingezeichnet.
1 Einleitung: Einführung in die globale Slum-Problematik, die Relevanz der Gesundheitsversorgung als Menschenrecht und die Zielsetzung der Arbeit am Beispiel der Villa 21-24.
2 Argentinien – Historik und Gesundheitssystem: Überblick über die historische, politische und wirtschaftliche Entwicklung Argentiniens sowie die Struktur und Finanzierung des fragmentierten Gesundheitssystems.
3 Slums – Die Armenviertel der Welt: Untersuchung der globalen Entstehungsfaktoren und ökologischen Merkmale von informellen Siedlungen, einschließlich der sozioökonomischen Auswirkungen.
4 Gesundheitsdeterminanten in der Lebenswelt „Villa Miseria“: Analyse der massiven gesundheitlichen Ungleichheiten, bedingt durch Umweltfaktoren, Arbeitsbedingungen, Lebensstil und den Zugang zu medizinischer Infrastruktur.
5 Ortsbezogene Krankheitsbilder in der Lebenswelt „Villa Miseria“: Darstellung der spezifischen Krankheitslast in der Villa, von Infektionskrankheiten über wasser- und ernährungsbedingte Leiden bis hin zu mentalen Belastungen.
6 Präventionsmöglichkeiten: Evaluierung der theoretischen Präventionsmodelle und Analyse der konkreten Maßnahmen in der Villa 21-24, basierend auf Experteninterviews und praktischen Beobachtungen.
7 Schlussbetrachtung: Synthese der Forschungsergebnisse, Reflexion über die Bedeutung eines multiprofessionellen Präventionsansatzes und Transfer der Erkenntnisse auf den Kontext Österreich.
Villa Miseria, Slum, Gesundheitsprävention, Argentinien, Buenos Aires, primäre Gesundheitsversorgung, CeSAC, soziale Ungleichheit, Infektionskrankheiten, Public Health, Armut, Arbeitslosigkeit, Lebensumwelt, interdisziplinäre Zusammenarbeit, Gesundheitsdeterminanten.
Die Arbeit befasst sich mit den gesundheitlichen Herausforderungen in „Villas Miserias“ (Slums) in Buenos Aires und untersucht, wie in einem solch prekären Lebensumfeld eine effektive Krankheitsprävention für die Bewohner möglich ist.
Zu den Schwerpunkten gehören das argentinische Gesundheitssystem, die allgemeinen Bedingungen in informellen Siedlungen, spezifische gesundheitliche Risikofaktoren der Bewohner sowie die praktische Umsetzung von Präventionsmaßnahmen in Gesundheitszentren (CeSACs).
Das Ziel ist es, die Problematik armutsbedingter Lebensumstände aufzuzeigen und die Strategien des lokalen Gesundheitssystems zum Thema Krankheitsprävention zu beleuchten, um deren Umsetzbarkeit vor Ort zu bewerten.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche, die durch ein zwölfwöchiges Berufspraktikum in der Villa 21-24 und eine Reihe von Experteninterviews mit dem dortigen medizinischen Fachpersonal ergänzt wurde.
Der Hauptteil analysiert detailliert Umweltbedingungen, Arbeitsrisiken, Wohnverhältnisse, die psychische Gesundheit der Bewohner sowie spezifische Krankheitsbilder und die in der Villa tatsächlich angewandten Präventionsstrategien.
Die zentralen Schlüsselbegriffe sind Villa Miseria, Gesundheitsprävention, soziale Ungleichheit, primäre Gesundheitsversorgung, Public Health und interdisziplinäre Zusammenarbeit.
Die CeSACs fungieren als lokale Gesundheitszentren nach der Alma-Ata-Deklaration. Sie bieten kostenlose medizinische Grundversorgung, Workshops und Sozialarbeit an, um Bewohnern trotz ihrer prekären Lage den Zugang zu Gesundheitsleistungen zu ermöglichen.
Die Arbeit hebt hervor, dass aufgrund der baulichen Mängel (ungesicherte Treppen, Elektrik) und des Fehlens von Verkehrssicherheit im Viertel viele vermeidbare Unfälle geschehen, wobei das Gesundheitszentrum aufgrund fehlender Ausstattung schwere Traumata nicht selbst versorgen kann.
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