Masterarbeit, 2011
80 Seiten, Note: 1,3
1. Vorwort
2. Einleitung
3. Definitionen
3.1. Definition Sport
3.2. Definition Sucht
3.2.1. Etymologie und Wandel des Suchtbegriffs
3.2.2. Klassifikation von „Abhängigkeit“
3.2.3. Begriffsdefinition „Sucht“
3.4. Mögliche Konzepte zur Einordnung stoffungebundener Süchte
3.3. Definition Sportsucht
4. Kriterien zur Diagnose einer Sportsucht
4.1. Toleranzentwicklung
4.2. Entzugssymptome
4.3. Intentionalität
4.4. Kontrollverlust
4.5. Zeitlicher Aufwand
4.6. Konflikte
4.7. Kontinuität
5. Komorbiditäten
5.1. Essstörungen
5.1.1. Anorexia nervosa vs. Bulimia nervosa
5.1.2. Anorexia athletica
5.2. Körperdysmorphe Störungen
5.2.1. Muskeldysmorphie
6. Ursachen und Erklärungsansätze zur Entstehung von Sportsucht
6.1. Physiologische Erklärungsansätze
6.1.1. Die Katecholaminhypothese/ Dopaminhypothese
6.1.2. Die Endorphinhypothese
6.2. Psychologische Erklärungsansätze
6.3. Komplexe Erklärungsmodelle
7. Prävention und Therapie
8. Befragung der Sportstudenten/ -innen
8.1. Hypothesen
8.2. Auswahl und Anwendung der Forschungsmethode
8.3. Fragebogen
8.4. Darstellung und Interpretation der Ergebnisse
8.5. Überprüfung der Hypothesen
9. Fazit
Ziel dieser Arbeit ist es, das Phänomen der Sportsucht zu untersuchen, mit besonderem Fokus auf die Sportstudierenden der Universität Koblenz-Landau, um zu ermitteln, ob innerhalb dieser Gruppe Anzeichen für Sportsucht bestehen und wie es um das Wissen über dieses Störbild steht.
3.2.1. Etymologie und Wandel des Suchtbegriffs
Schlägt man im Duden das Wort „Sucht“ nach, so erfährt man, dass dieser Begriff von dem mittel- und althochdeutschen Wort „Suht“ stammt, was soviel wie Krankheit bedeutet.
„Suht“ weist eine ablautende Bildung zu „siechen“ auf. „Siechen“, ein ebenfalls mittelhochdeutsches Wort, ist gleichbedeutend mit dem althochdeutschen „siuchan“, was das Leiden an einer Krankheit beschreibt.
Einzug in die deutsche Sprache hielt der Begriff „Sucht“ als Übersetzung des lateinischen Wortes „morbus“ und reicht bis ins 8. Jahrhundert (Jh.) zurück. Damals wurde „Sucht“ überwiegend als Sammelbegriff für körperliche, seelische und geistige Krankheiten, die nicht auf Verletzungen oder Verwundungen zurückzuführen waren, verwendet. Diese multiple Verwendung des Begriffs „Sucht“ hielt zwar bis ins 16. Jh. an, jedoch entwickelte sich parallel ab dem 14. Jh. der Begriff „Krankheit“. In dieser Zeitspanne verlor „Sucht“, in der Bedeutung als körperliches Gebrechen, immer mehr an Bedeutung, während der Begriff „Krankheit“ immer häufiger für die Beschreibung eben jener körperlichen Gebrechen Verwendung fand.
1. Vorwort: Der Autor erläutert seine persönliche Motivation für die Themenwahl und den Wandel seines eigenen Verständnisses von Sportsucht.
2. Einleitung: Die Einleitung führt in das Phänomen der Sportsucht ein und umreißt die Zielsetzung, die Forschungsfrage sowie den Aufbau der Examensarbeit.
3. Definitionen: Dieses Kapitel definiert Sport und Sucht, diskutiert deren etymologischen Wandel und erarbeitet eine Grundlage für die Einordnung von Sportsucht.
4. Kriterien zur Diagnose einer Sportsucht: Hier werden die in der Fachwelt anerkannten diagnostischen Merkmale, wie Toleranzentwicklung und Kontrollverlust, detailliert vorgestellt.
5. Komorbiditäten: Der Abschnitt befasst sich mit Begleiterscheinungen wie Essstörungen (z.B. Anorexia athletica) und körperdysmorphen Störungen (Muskeldysmorphie).
6. Ursachen und Erklärungsansätze zur Entstehung von Sportsucht: Das Kapitel beleuchtet physiologische Hypothesen (Dopamin/Endorphine) sowie psychologische und komplexe Erklärungsmodelle.
7. Prävention und Therapie: Hier werden Möglichkeiten zur Aufklärung und therapeutische Ansätze zur Selbstkontrolle bei Sportsucht diskutiert.
8. Befragung der Sportstudenten/ -innen: Dieser Teil beschreibt die Durchführung der Studie an der Universität Koblenz-Landau, die Methodik, den Fragebogen und die Ergebnisse.
9. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse und gibt einen Ausblick auf künftigen Forschungsbedarf.
Sportsucht, Sportbindung, Verhaltenssucht, Essstörungen, Anorexia athletica, Muskeldysmorphie, Diagnostik, Suchtbegriff, Physiologische Erklärungsansätze, Psychologische Erklärungsansätze, Prävention, Therapie, Sportstudierende, Körperbild, Kontrollverlust.
Die Arbeit untersucht das Phänomen Sportsucht, insbesondere im Kontext von Sportstudierenden an der Universität Koblenz-Landau, um deren Wissensstand und Gefährdungspotenzial zu ermitteln.
Schwerpunkte sind die theoretische Definition und Klassifikation von Suchtformen, die diagnostischen Kriterien der Sportsucht sowie deren Zusammenhang mit Essstörungen und Körperwahrnehmungsstörungen.
Das Ziel ist es, empirisch festzustellen, ob bei Sportstudierenden eine Sportsucht vorliegt und inwieweit eine Diskrepanz zwischen Selbsteinschätzung und tatsächlich festgestellter Suchtproblematik besteht.
Es wurde eine stichprobenartige Befragung mittels eines angepassten Fragebogens ("Exercise Dependence Scale") unter 115 Sportstudierenden durchgeführt.
Der Hauptteil behandelt die Etymologie des Suchtbegriffs, verschiedene Erklärungsansätze (biologisch, psychologisch, biopsychosozial) und die Abgrenzung zu anderen Krankheitsbildern.
Sportsucht, Verhaltenssucht, Anorexia athletica, Muskeldysmorphie, Sportbindung und Selbsteinschätzung.
Die primäre Sportsucht beschreibt ein eigenständiges Störbild, während bei der sekundären Sportsucht das exzessive Sporttreiben als Mittel dient, um eine bereits bestehende Essstörung zu instrumentalisieren.
Muskeldysmorphie wird als Unterart körperdysmorpher Störungen betrachtet; sie treibt Betroffene oft zu exzessivem Sport und Diäten, um ein vermeintlich zu schmales Körperbild zu korrigieren.
Da Sportstudierende als zukünftige Lehrkräfte eine Vorbildfunktion haben, ist das Vorkommen von Sportsucht in dieser Gruppe aus pädagogischer und gesundheitspolitischer Sicht besonders kritisch zu betrachten.
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