Bachelorarbeit, 2013
44 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen: Das System von Bretton Woods
3 Empirische Untersuchung
3.1 Analyse der Gold- und Devisenposition (1957 bis 1975)
3.1.1 Erläuterungen zu den verwendeten Daten und zum Vorgehen
3.1.2 Bewertungsvorschriften für die Gold- und Devisenposition
3.1.3 Wechselkurs- und Goldpreis-Zeitreihe nach dem Niederstwertprinzip
3.1.4 Berechnungen zur Bilanzierung der Bundesbank
3.1.5 Ergebnis und Vergleich mit Bilanzzahlen der Bundesbank
Zwischenfazit
3.2 Gewinne und Verluste der Bundesbank durch Interventionen (1957 bis 1975)
3.2.1 Erläuterungen zu den verwendeten Daten
3.2.2 Gewinn- und Verlustrechnung
3.2.3 Ergebnis und Vergleich mit Angaben der Bundesbank
3.2.4 Bilanzierung der buchmäßigen Gewinne und Verluste der Bundesbank
Zwischenfazit
3.3 Wertentwicklung des Gold- und Devisenbestandes der Bundesbank (1976 bis 2012)
3.3.1 Erläuterungen zu den verwendeten Daten und zum Vorgehen
3.3.2 Berechnung der Wertentwicklung aus verschiedenen Anlageformen
3.3.3 Ergebnis und Interpretation
4 Fazit
Diese Arbeit analysiert die Devisenmarktinterventionen der Bundesbank im System von Bretton Woods zwischen 1957 und 1975 unter Auswertung bisher nicht zugänglicher interner Archivdokumente, um die Bewertungskriterien der Währungsreserven und deren finanzielle Folgen für die Bundesbank zu quantifizieren.
3.1.2 Bewertungsvorschriften für die Gold- und Devisenposition
Um die in D-Mark ausgewiesenen Bilanzpositionen des Gold- und USD-Devisenbestandes der Bundesbank nachvollziehen zu können, müssen zunächst die damals zur Bilanzierung verwendeten Bewertungskriterien der Bundesbank untersucht werden. Im Bundesbankgesetz von 1957 ist in § 26 zum Jahresabschluss geregelt, dass „[f]ür die Wertansätze in der Jahresbilanz … die Vorschriften des Aktiengesetzes sinngemäß [gelten]“ (BGBl 1957, 750).
Da das „Gesetz über Aktiengesellschaften und Kommanditgesellschaften auf Aktien“ von 1937 am 1. Januar 1966 durch ein neues Aktiengesetz abgelöst wurde, bilanzierte die Bundesbank bis einschließlich Ende 1966 nach den Vorschriften des Aktiengesetzes von 1937, und ab 1967 nach den Vorschriften des Aktiengesetzes von 1965 (vgl. Beck-Texte 1965, 10ff. und HA BB Z 1966, 1 und HA BB Z 1967, 1).
Sowohl aus dem damals geltenden Aktiengesetz von 1937 als auch aus dem von 1965 geht hervor, dass Vermögensgegenstände auf der Aktiva nach dem Niederstwertprinzip (NWP) zu bilanzieren sind. Bei der Bilanzierung von Vermögensgegenständen ist demnach vorgeschrieben, dass von zwei möglichen Wertansätzen, den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten einerseits und dem Börsen- oder Marktpreis andererseits, jeweils der niedrigere Wert angesetzt werden muss („strenges“ NWP) oder angesetzt werden darf („gemildertes“ NWP).
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Devisenreserven im historischen Kontext von Bretton Woods und Definition der Forschungsfragen.
2 Theoretische Grundlagen: Das System von Bretton Woods: Erläuterung der Wechselkursmechanismen und des "Magischen Dreiecks der Währungspolitik".
3 Empirische Untersuchung: Durchführung der Analyse zu Bewertungsmethoden, Interventionsfolgen und langfristiger Wertentwicklung der Reserven.
4 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Diskussion der wirtschaftlichen Implikationen.
Bretton Woods, Bundesbank, Devisenmarktinterventionen, Goldbestand, Devisenreserven, Niederstwertprinzip, Währungspolitik, Bilanzierung, US-Dollar, Aufwertung, Bewertungsgewinne, Bewertungsverluste, Kapitalanlage, Performance-Index, Wechselkurs
Die Arbeit untersucht die Devisenpolitik der Bundesbank im System von Bretton Woods und deren Auswirkungen auf die Bilanz der Zentralbank.
Die Themenfelder umfassen die Bilanzierung von Gold- und Devisenreserven, die Analyse von Interventionskosten und den langfristigen Vergleich der Wertentwicklung von Währungsreserven gegenüber anderen Anlageklassen.
Das Ziel ist die Beantwortung der Fragen, wie Gold- und Devisenpositionen bewertet wurden, welche Gewinne oder Verluste aus Interventionen resultierten und wie sich diese Reserven über Jahrzehnte im Vergleich zu alternativen Anlagen entwickelt haben.
Es wird eine empirische Analyse durchgeführt, die unter anderem auf der Auswertung historischer interner Dokumente der Bundesbank und der mathematischen Rekonstruktion von Bewertungskursen basiert.
Der Hauptteil analysiert die Bewertungsvorschriften zwischen 1957 und 1975, berechnet die kumulierten Gewinne und Verluste aus Interventionen und untersucht die Wertentwicklung ab 1976.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Bretton Woods, Bundesbank, Devisenreserven, Niederstwertprinzip und Währungspolitik charakterisiert.
Die Bewertungsverluste resultierten primär aus den Aufwertungen der D-Mark gegenüber dem US-Dollar, da die in US-Dollar gehaltenen Reserven bei der Umrechnung in D-Mark an Wert verloren.
Der Goldpreis wirkte als stabilisierender Faktor; gestiegene Goldpreise konnten teilweise die Bewertungsverluste aus den US-Dollar-Devisenbeständen kompensieren.
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