Bachelorarbeit, 2016
54 Seiten, Note: 1,3
II. Aktionismus oder nachhaltige Strategie
III. Forschungsgegenstand und Forschungsziel
1. Forschungsgegenstand, Hypothesen und Methoden
2. Schlüsselbegriffe
2.1 Staatsschutz und Staatsschutzkriminalität
2.2 Politisch motivierte Kriminalität
2.3 Politisch motivierte Kriminalität-Rechts
2.4 Risiko- und Schutzfaktoren bei der Entwicklung von Gewalt- und Vorurteilskriminalität
2.5 Prävention
2.5.1 Kriminalprävention
2.5.2 Kommunale Kriminalprävention
2.5.3 Ebenen der Prävention
2.5.3.1 Primäre/Soziale/Universelle Prävention
2.5.3.2 Sekundäre/Situative/Selektive Prävention
2.5.3.3 Tertiäre/Integrative/Indizierte Prävention
IV. Status Quo PMK-Rechts in Sachsen und Handlungsfelder der Prävention
1. Politisch motivierte Kriminalität-Rechts im Freistaat Sachsen
2. Handlungsfelder Prävention PMK-Rechts in Sachsen
2.1 Politische Bildung, Demokratiearbeit, interkulturelles Lernen
2.2 Innere Sicherheit
V. Präventionsmodell PMK-Rechts Sachsen
VI. Mehr als nur Aktionismus
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Präventionsmaßnahmen der sächsischen Staatsregierung im Bereich der politisch motivierten Kriminalität (PMK-Rechts). Ziel ist es, unter Anwendung kriminalpräventiver Theorien und der Analyse bestehender Handlungsfelder ein optimiertes Präventionsmodell für den Freistaat Sachsen zu konzipieren, das über bloßen Aktionismus hinausgeht und nachhaltig wirkt.
II. Aktionismus oder nachhaltige Strategie
Wenn sich eine liberale starke Demokratie mit Fremdenfeindlichkeit konfrontiert sieht, rechtspopulistische Bewegungen eine große Anhängerschaft hinter sich vereinen und die Zahl politisch motivierter Gewalttaten ansteigt, dann sollte es das Ziel der Politik sein, die bisherigen Maßnahmen zur Anbindung der Menschen an den demokratischen und interkulturellen Diskurs kritisch zu reflektieren und möglicherweise neu zu gestalten, um das Aufkommen politisch motivierter Kriminalität nachhaltig zu senken.
Der Freistaat Sachsen erlangte in den vergangenen beiden Jahren eine starke Medienpräsenz durch die offene Ablehnung von Zuwanderung, die Gewaltbereitschaft gegenüber Ausländern und die Ablehnung der aktuellen Politik. Exemplarisch am Freistaat Sachsen wurde immer wieder die Frage nach den sozialmoralischen Ressourcen in der Gesellschaft gestellt. Es scheint, als mangele es an einer reflektierten Partizipationsbereitschaft und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Deutungsansätze gibt es viele: Unzufriedenheit über die eigene gesellschaftliche und wirtschaftliche Lage, keine Möglichkeit politischer Einflussnahme, fehlende Bildung (Vgl. Öztürk 2010: 2). Die sich daraus ergebende Gefahr besteht im Angriff auf die Demokratie und kann sich letztlich in politisch motivierter Gewalt äußern.
II. Aktionismus oder nachhaltige Strategie: Das Kapitel führt in die Problematik der politisch motivierten Kriminalität in Sachsen ein und stellt die Notwendigkeit dar, Prävention nachhaltig statt nur reaktiv zu gestalten.
III. Forschungsgegenstand und Forschungsziel: Hier werden die methodische Vorgehensweise, die explorative Ausrichtung der Arbeit und die zentralen Forschungsannahmen definiert.
IV. Status Quo PMK-Rechts in Sachsen und Handlungsfelder der Prävention: Dieses Kapitel analysiert die Entwicklung der PMK-Rechts in Sachsen anhand statistischer Daten und untersucht die zwei zentralen Handlungsfelder: Politische Bildung und Innere Sicherheit.
V. Präventionsmodell PMK-Rechts Sachsen: Auf Basis der vorangegangenen Analysen wird ein Präventionsmodell entwickelt, das regionale Besonderheiten und unterschiedliche Deliktsbereiche integriert.
VI. Mehr als nur Aktionismus: Das abschließende Kapitel bewertet die Rolle der Zivilgesellschaft und fordert eine verstärkte Vernetzung von staatlichen Institutionen und Bürgern für eine wehrhafte Demokratie.
Politisch motivierte Kriminalität, PMK-Rechts, Kriminalprävention, Sachsen, Rechtsextremismus, Politische Bildung, Demokratieförderung, Innere Sicherheit, Zivilgesellschaft, Vorurteilskriminalität, Sozialmoralische Ressourcen, Präventionsmodell, Hasskriminalität, Extremismus, Partizipation.
Die Arbeit analysiert die Präventionslandschaft in Sachsen in Bezug auf politisch motivierte Kriminalität im Bereich "Rechts" und entwickelt ein Modell für eine nachhaltigere Präventionsstrategie.
Die Arbeit fokussiert sich primär auf die Handlungsfelder "Politische Bildung, Demokratiearbeit, interkulturelles Lernen" sowie den Bereich "Innere Sicherheit".
Ziel ist es, die bestehenden Präventionsansätze der sächsischen Staatsregierung zu evaluieren und auf dieser Basis ein optimiertes, ganzheitliches Präventionsmodell zu konzipieren.
Es liegt ein qualitativ-induktives Forschungsdesign zugrunde, das auf einer Sekundäranalyse wissenschaftlicher Literatur sowie auf der Auswertung von Behördenpublikationen und Pressemitteilungen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, die statistische Analyse des Status Quo in Sachsen sowie die Untersuchung der spezifischen Handlungsfelder und Präventionsmodelle.
Wichtige Begriffe sind PMK-Rechts, Kriminalprävention, Zivilgesellschaft, Demokratieförderung und der Freistaat Sachsen.
Die Arbeit hebt hervor, dass städtebauliche Maßnahmen maßgeblich zur Gestaltung sozialer Räume beitragen und somit als präventiver Faktor bei der Veränderung von Brennpunkten fungieren.
Die Polizei agiert als zentraler Schnittpunkt zwischen staatlichen Institutionen und der Zivilgesellschaft, sowohl bei der Ermittlung als auch bei der Vermittlung von Präventionsbotschaften.
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