Bachelorarbeit, 2017
67 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Forschungsfrage
1.3. Gang der Untersuchung
2. Theoretischer Hintergrund der Steuermoral
3. Das Zusammenspiel von Steuermoral und Steuerhinterziehung
3.1. Mechanismen der Steuermoral
3.2. Hypothesenformulierung
4. Empirische Analyse
4.1. Stichprobe
4.2. Internationaler Vergleich der Steuermoral
4.3. Korrelationen zwischen Steuermoral und anderen Delikten
4.4. Determinanten der Steuermoral
4.4.1. Operationalisierung
4.4.2. Durchführung
4.4.2.1. Bivariate Analyse
4.4.2.2. Multivariate Regression
4.4.2.2.1. Auswahl der Kontrollvariablen
4.4.2.2.2. Operationalisierung der Kontrollvariablen
4.4.2.2.3. Durchführung multivariate Regression
4.4.2.2.4. Überprüfung der Güte
5. Ergebnisreproduktion anhand Eigenerhebung
5.1. Stichprobe
5.2. Operationalisierung
5.3. Durchführung
5.3.1. Bivariate Analyse
5.3.2. Multivariate Analyse
5.3.2.1. Auswahl der Kontrollvariablen
5.3.2.2. Operationalisierung der Kontrollvariablen
5.3.2.3. Durchführung der multivariaten Regression
5.3.2.4. Überprüfung der Güte
6. Fazit
Diese Arbeit untersucht die Determinanten der Steuermoral in einem internationalen Vergleich sowie anhand einer eigenen empirischen Erhebung. Das primäre Ziel besteht darin, Faktoren zu identifizieren, die das Ausmaß der Steuerhinterziehung beeinflussen und zu verstehen, inwieweit soziodemographische Merkmale sowie das Vertrauen in den Staat die Bereitschaft zur Steuerzahlung prägen.
1.1. Problemstellung
Im Jahr 2013 betrugen die Steuereinnahmen in Deutschland insgesamt 619.708 Millionen Euro (Bundesfinanzministerium - 2) Kassenmäßige Steuereinnahmen nach Steuerarten 1950 bis 2015, S. 2). Dies ist die offizielle Zahl des Bundesfinanzministeriums zur Höhe der Steuereinnahmen. Professor Friedrich Schneider, beschäftigt an der Universität Linz, errechnete, dass schätzungsweise rund 52 Milliarden Euro durch Steuerhinterziehung in Form von Schwarzarbeit, Umsatzsteuerschwindel oder durch Angaben falscher Kapitaleinkünfte (Online 2014) dem Staat entgehen.
Auch von anderen Forschern wurde festgestellt, dass die Bereitschaft Steuern zu zahlen nicht primär durch äußerlichen Zwang getrieben ist. „Insgesamt kann weder auf der Grundlage des einfachen Modells (...) noch seiner diversen Verfeinerungen erklärt werden, warum die Steuerzahler angesichts extrem geringer Entdeckungswahrscheinlichkeiten und relativ geringer Strafsätze Steuern zahlen“ (Bizer 2000, S. 8). Die Hinterziehung von Steuern ist ein sehr aktuelles und brisantes Thema. Spricht man das Thema Steuermoral im Bekanntenkreis an, so löst dies meist ein eher negatives Gefühl beim Gesprächspartner aus. Häufig werden hierbei Steuersätze assoziiert, welche als zu hoch oder ungerecht angesehen werden, vlg Abbildung 1 und Abbildung 2.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Problem der Steuermoral und die damit verbundenen finanziellen Verluste für den deutschen Staat ein, definiert die Forschungsfrage und erläutert den Gang der Untersuchung.
2. Theoretischer Hintergrund der Steuermoral: Das Kapitel bietet einen historischen Überblick über die Steuerpsychologie und das grundlegende Modell von Allingham und Sandmo, welches die Kosten-Nutzen-Abwägung bei Steuerhinterziehung thematisiert.
3. Das Zusammenspiel von Steuermoral und Steuerhinterziehung: Hier wird der Prozess des Steuerwiderstands analysiert und der Begriff der Steuermentalität eingeführt, gefolgt von der Herleitung der zu testenden Hypothesen.
4. Empirische Analyse: Dieses Kapitel enthält die Hauptuntersuchung auf Basis der World Values Survey Daten, inklusive bivariater Tests und multivariater Regressionsmodelle für mehrere Länder.
5. Ergebnisreproduktion anhand Eigenerhebung: Zur Validierung der zentralen Erkenntnisse wird eine eigene Umfrage durchgeführt, deren Ergebnisse mit denen der internationalen Datensätze verglichen werden.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen, reflektiert die Bestätigung der Hypothesen über verschiedene Kulturen hinweg und diskutiert die Herausforderungen bei der Messung von Steuermoral.
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Die Arbeit beschäftigt sich mit der Untersuchung von Ursachen und Einflussfaktoren auf die sogenannte Steuermoral von Steuerzahlern in verschiedenen Ländern.
Zentrale Themen sind Steuerpsychologie, die Analyse von Steuerwiderstand, die Rolle von soziodemographischen Faktoren sowie die statistische Auswertung von Umfragedaten zur moralischen Bewertung von Steuerhinterziehung.
Die Forschungsfrage lautet: Wie hoch ist die Steuermoral im internationalen Vergleich und besteht ein Zusammenhang zwischen der Akzeptanz von Steuerhinterziehung und anderen strafbaren Delikten?
Der Autor nutzt eine Kombination aus theoretischer Literaturanalyse, deskriptiver Statistik, bivariaten Korrelationsanalysen sowie multivariaten Regressionsmodellen basierend auf der World Values Survey.
Der Hauptteil gliedert sich in eine internationale empirische Analyse der World Values Survey Daten für vier Länder sowie eine eigene, ergänzende Online-Umfrage, um die Robustheit der Ergebnisse zu prüfen.
Die Arbeit ist primär durch Begriffe wie Steuermoral, Steuerhinterziehung, Steuermentalität, Compliance und soziökonomische Einflussfaktoren geprägt.
Die Analysen zeigen signifikante Unterschiede in der Steuermoral zwischen Deutschland, der Türkei, Südafrika und Japan, wobei die kulturelle Prägung eine wesentliche Rolle spielt.
Während in der großen internationalen Stichprobe ein positiver Einfluss von Bildung auf die Steuermoral tendenziell bestätigt werden konnte, zeigten die eigenen, kleineren Daten teilweise abweichende Tendenzen.
Das Vertrauen in den Staat wird in der gesamten Arbeit als ein Schlüsselfaktor identifiziert; Menschen mit höherem Vertrauen zeigen in der Regel eine höhere Steuermoral.
Insbesondere in der Türkei konnte eine signifikante Korrelation zwischen Gläubigkeit und einer höheren Steuermoral nachgewiesen werden, was den Glauben als wichtige kulturelle Determinante hervorhebt.
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