Bachelorarbeit, 2016
35 Seiten, Note: 2,1
Die Bachelor-Arbeit untersucht die Figur des Lazarillo de Tormes im Kontext des Spannungsverhältnisses von Sein und Schein. Die Analyse beleuchtet die gesellschaftlichen Hintergründe des Siglo de Oro, die Charakteristika des pikaresken Romans und die literarischen Einflüsse auf Lazarillos Handeln. Zudem wird die Frage untersucht, ob Lazarillo am Ende der Geschichte tatsächlich den Gipfel des Glücks erreicht oder ob die Redewendung „Mehr Schein als Sein“ zutrifft.
Die Einleitung führt in die Thematik des Lazarillo de Tormes ein und stellt den Fokus der Arbeit auf das Spannungsverhältnis von Sein und Schein dar. Das zweite Kapitel beleuchtet die gesellschaftlichen Hintergründe des Siglo de Oro, insbesondere die Renaissance und die Rolle der katholischen Kirche. Im dritten Kapitel werden die Charakteristika des pikaresken Romans im Lazarillo de Tormes vorgestellt. Das vierte Kapitel befasst sich mit den literarischen Einflüssen auf Lazarillos Handeln, wobei das barocke Motiv engaño vs. desengaño, erasmistische und machiavellistische Einflüsse beleuchtet werden. Das fünfte Kapitel untersucht die Frage, ob Lazarillo am Ende der Geschichte tatsächlich den Gipfel des Glücks erreicht oder ob die Redewendung „Mehr Schein als Sein“ zutrifft.
Lazarillo de Tormes, Siglo de Oro, Renaissance, pikaresker Roman, engaño, desengaño, Erasmus, Machiavelli, Schein, Sein, Gesellschaft, Kultur, Entwicklung, Protagonist.
Der Lazarillo de Tormes gilt als Gründungsmerkmal des Genres. Merkmale sind die Ich-Erzählform (Briefform), ein Protagonist aus niedriger sozialer Schicht (Picaro) und die Schilderung seines Überlebenskampfes durch verschiedene Herren.
Das Spannungsverhältnis zwischen Sein (Realität) und Schein (Fassade) zieht sich durch das gesamte Werk, insbesondere im Hinblick auf soziale Ehre und moralische Integrität der Figuren.
Das Werk zeigt Einflüsse der erasmistischen Kirchenkritik und machiavellistische Züge im pragmatischen, teils amoralischen Handeln des Protagonisten, um in einer korrupten Welt zu bestehen.
Das „Goldene Zeitalter“ bezieht sich auf die Blütezeit der spanischen Kunst und Literatur im 16. und 17. Jahrhundert, in der der Roman 1554 anonym veröffentlicht wurde.
Die Arbeit hinterfragt kritisch, ob Lazarillos Status am Ende (Tractado VII) echtes Glück darstellt oder lediglich eine kompromissbehaftete Fassade ist, die dem Prinzip „Mehr Schein als Sein“ folgt.
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