Masterarbeit, 2017
96 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung und Übersicht
1.1 Problemaufriss und Ziel der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Lehrerkooperation: Theorie und Empirie
2.1 Über die Bedeutung von Lehrerkooperation
2.2 Begriffsbestimmung und Kernbedingungen der Kooperation
2.3 Formen der Kooperation
2.4 Einflussfaktoren der Realisierung von Lehrerkooperation
2.4.1 Hemmende Faktoren
2.4.2 Fördernde Faktoren
2.5 Empirische Befunde zum Ausmaß an Lehrerkooperation
2.6 Zusammenfassung des Kapitels
3. Lehrerkooperation im Licht der Schulentwicklung
3.1 Das Drei-Säulen-Modell der Schulentwicklung nach Rolff
3.2 Wirkungsbereiche der Lehrerkooperation bei der Schulentwicklung
3.2.1 Organisationsentwicklung
3.2.2 Personalentwicklung
3.2.3 Unterrichtsentwicklung
3.3 Zusammenfassung des Kapitels
4. Digitale Medien in der Schule: Theorie und Empirie
4.1 Über die Bedeutsamkeit digitaler Medien
4.1.1 Digitale Medien für Schüler/innen
4.1.2 Unterricht mit digitalen Medien
4.2 Empirische Befunde zum Medienumgang von Lehrkräften
4.3 Medienintegration und Schulentwicklung
4.4 Zusammenfassung des Kapitels
5. Johannes-Gutenberg-Realschule in Köln-Godorf
5.1 Begründung der Schulauswahl
5.2 Allgemeine Informationen
5.3 Ausstattung der Schule
5.4 Medienkonzept
6. Herausstellung des Forschungsdesiderats
6.1 Forschungsfragen
6.2 Forschungsmethodische Überlegungen
6.3 Vorüberlegungen zur Auswahl des Datensatzes
6.4 Standardisierter Fragebogen
6.5 Interviewleitfaden
6.6 Wahl der Auswertungsmethode
6.6.1 Festlegung der Datenbasis
6.6.2 Kategorisierungssystem
6.7 Auswertung
6.7.1 Organisationsbedingte Kooperationsanlässe
6.7.2 Deskriptive Auswertung
6.7.3 Auswertung der Interviewdaten
6.8 Analyse und Diskussion der Ergebnisse
6.9 Beantwortung der Forschungsfragen
6.10 Reflexion
6.11 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Relevanz der Lehrerkooperation für die Integration digitaler Medien in den Unterricht. Ziel ist es zu analysieren, wie kooperative Strukturen die Einbindung technischer Neuerungen unterstützen oder hemmen und welche Rolle die Schulentwicklung dabei spielt.
1.1 Problemaufriss und Ziel der Arbeit
Kinder und Jugendliche wachsen heute völlig selbstverständlich mit digitalen Medien auf. Smartphones, Tablets, Notebooks und Co prägen zunehmend den Alltag der Heranwachsenden und sind auch häufig gesehene Zeitgenossen auf deutschen Schulhöfen. Die rasanten technischen Neuerungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien führen vermehrt zu einem omnipräsenten Einfluss digitaler Medien in der Gesellschaft. Auch Schulen, die durch ihre Schülerschaft ein „Abbild der Gesellschaft“ (Gellner, 1991, S.99) darstellen, sind diesem Phänomen ausgesetzt und müssen sich, um ihren Schüler/innen eine berufsvorbereitende Bildung zu ermöglichen, in ihrer Lernkultur entwickeln.
Durch den Paradigmenwechsel der bildungspolitischen Steuerungsphilosophie rückt dabei die Einzelschule als „pädagogische Handlungseinheit“ (Fend, 1986, S. 278) ins taktgebende Zentrum von Entwicklungen. Gleichzeitig kommt dem Konzeptgebern von Unterricht, ihren Lehrkräften, eine besondere Rolle zu, da schulische Entwicklungsaufgaben nicht im Alleingang zu realisieren sind. „Schulentwicklung ist eine Reise“ (Fullan, 1991, S.21) und bedarf mehrerer Prozesse in unterschiedlichen Ebenen, um dazu zählt auch der schulische Gebrauch digitaler Medien, Implementation in die Unterrichtsfächer zu integrieren.
Darüber hinaus müssen Lehrer/innen, um einen differenzierten Umgang mit Medien zu fördern und auf die Fragen von Schüler/innen überzeugend und glaubwürdig eingehen zu können, selbst ein fundiertes Medienwissen und eine reflektierende Haltung im Umgang mit selbigen erwerben (vgl. Moser, 2014, S.76). Lehrkräfte jeglicher Altersgenerationen müssen sich mit dieser Thematik auseinandersetzen, ihren Unterricht überdenken und mit den technologischen Veränderungen umgehen, da auch die Generation der sogenannten ‚Digital Natives‘ medienbezogene Kompetenzen nicht automatisch erwirbt (Bos et al., 2013).
Im Diskurs der Unterrichts- und Schulentwicklung ist der Begriff der Lehrerkooperation in den letzten Jahren zu einem zentralen Topos avanciert (Bauer, 2008). Der Zusammenarbeit von Lehrkräften werden große Potenziale zugeschrieben, Lehrerkooperation gilt als Königsweg zur Generierung von kreativen Problemlösungen (Drossel, 2015) und laut Katzenmeyer und Moller (2001) kommt ihre Förderung im Zuge der Bewältigung gesellschaftlicher Entwicklungen sogar der „Erweckung eines schlafenden Riesen“ (ebd., S.156) gleich.
1. Einleitung und Übersicht: Einführung in das Thema der Medienintegration und Begründung der Bedeutung der Lehrerkooperation für Schulentwicklungsprozesse.
2. Lehrerkooperation: Theorie und Empirie: Definition der theoretischen Grundlagen von Kooperation sowie Analyse der hemmenden und fördernden Faktoren für die Zusammenarbeit von Lehrkräften.
3. Lehrerkooperation im Licht der Schulentwicklung: Einordnung der Lehrerkooperation in das Drei-Säulen-Modell der Schulentwicklung nach Rolff und Darstellung der Wirkungsbereiche.
4. Digitale Medien in der Schule: Theorie und Empirie: Analyse der Anforderungen an medienkompetenten Unterricht und Darstellung des aktuellen Forschungsstands zum Medienumgang.
5. Johannes-Gutenberg-Realschule in Köln-Godorf: Vorstellung des Untersuchungsfeldes sowie der schulischen Voraussetzungen und des Medienkonzepts.
6. Herausstellung des Forschungsdesiderats: Detaillierte Darstellung der Forschungsmethode, der Auswertung der erhobenen Daten aus Befragungen und Experteninterviews sowie der Ergebnisdiskussion.
Lehrerkooperation, Schulentwicklung, digitale Medien, Unterrichtsqualität, Medienkompetenz, Schulinformatik, Teamteaching, Organisationsentwicklung, Personalentwicklung, Medienkonzept, empirische Forschung, pädagogische Handlungseinheit, Kooperationsformen, Wissensaustausch, Medienintegration
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Zusammenarbeit von Lehrkräften (Lehrerkooperation) und der erfolgreichen Einbindung digitaler Medien im Schulalltag.
Die zentralen Felder sind die Schulentwicklung, die Professionalisierung von Lehrkräften und die praktische Implementierung digitaler Werkzeuge im Unterricht.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob und wie Lehrerkooperation die Integration digitaler Medien fördert und welche Bedingungen dafür an einer Realschule notwendig sind.
Es wurde ein Mixed-Methods-Ansatz gewählt, bestehend aus einer standardisierten Fragebogen-Erhebung im Kollegium und leitfadengestützten Experteninterviews.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Theoriearbeit zur Kooperation und Mediennutzung sowie eine empirische Analyse an der Johannes-Gutenberg-Realschule.
Lehrerkooperation, Schulentwicklung, Medienintegration, Unterrichtsqualität und Professionalisierung.
Die Schule dient als praktisches Beispiel, da sie bereits über eine ausgeprägte IT-Infrastruktur und ein etabliertes Medienkonzept verfügt, was sie für die Forschungsfrage besonders relevant macht.
Die Schulleitung wird als zentraler Akteur identifiziert, der durch die Bereitstellung organisatorischer Rahmenbedingungen (z.B. Zeitfenster) maßgeblich zur Kooperationsbereitschaft beiträgt.
Die Ergebnisse zeigen ein hohes Interesse an digitaler Unterstützung, verdeutlichen aber gleichzeitig den Bedarf an kollegialem Austausch, um technische Hürden gemeinsam zu überwinden.
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