Bachelorarbeit, 2016
83 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Führen und Leiten
2.1 Führen und Leiten - Versuche einer Begriffsbestimmung
2.2 Führungsforschung
2.3 Führungstheorien
2.4 Das Führungsmodell „Leadership-Map“
2.5 Führungsinstrumente
3 Führen und Leiten in Organisationen der Sozialen Arbeit
3.1 Merkmale von Organisationen
3.2 Steuerung und Sozialmanagement
3.3 Führung und Macht
4 Die Organisation Kindertagesstätte
4.1 Der gesetzliche Auftrag an Kindertagesstätten
4.2 Das Kind in der Kindertagesstätte – Das neue Bild vom Kind
5 Führen und Leiten in der Kindertagesstätte
5.1 Personalmanagement
5.1.1 Quantitatives Personalmanagement - Personalbedarf
5.1.2 Qualitatives Personalmanagement - Personalentwicklung
5.2 Organisationsentwicklung
5.2.1 Die Kindertagesstätte als Lernende Organisation
5.2.2 Teamarbeit und Teamentwicklung
5.3 Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung
6 Der Dienstplan als Führungsinstrument in der Kindertagesstätte
6.1 Vorbemerkungen
6.2 Der Dienstplan in der Kindertagesstätte
7 Schlussfolgerungen und Fazit
Die Bachelorarbeit untersucht, wie Kita-Leitungen den Dienstplan nicht nur als administratives Werkzeug, sondern als strategisches Führungsinstrument nutzen können, um Führungsaufgaben in der komplexen Organisation Kindertagesstätte effektiv zu gestalten und eine Balance zwischen organisatorischen Erfordernissen und pädagogischer Qualität zu finden.
2.4 Das Führungsmodell „Leadership-Map“
Die Managementberaterin Ruth Seliger hat auf der Basis ihrer persönlichen und beruflichen Erfahrungen ein Modell von Führung entwickelt, dass sich an den Grundprinzipien von Leadership orientiert. Im 2.1 wurde eine Führungsdefinition von Ruth Seliger vorgestellt, in der sie Führung als Dschungel bezeichnet. Sie benennt im Hinblick auf die Führungspraxis eine „dschungelartige Undurchdringlichkeit [...], weil sie sich mit etwas Lebendigem beschäftigt [...]“ (Seliger 2013:15). Die Intention für ihr Modell der „Leadership-Map“ beruht auch auf ihrer Erkenntnis, dass Führung in Organisationen widersprüchlich gelebt wird. „Der Widerspruch wird dann besonders deutlich, wenn Führungskräfte in Seminaren Methoden und Instrumente kennenlernen und dann an der Umsetzung scheitern, [...]“ (ebd. 2013:26). Die Ursachen dafür macht sie u.a. an dieser Feststellung aus: „Führung wird auf ein individuelles Phänomen reduziert, obwohl es sich dabei um ein Organisationsphänomen handelt“ (ebd. 2013:26). Es ist aus ihrer Sicht also wichtig, Führung bewusst im Organisationskontext zu gestalten, denn „Führung bearbeitet Komplexität und sorgt damit für eine gemeinsame Ausrichtung aller Aktivitäten. Komplexität muss je nach Bedarf reduziert oder auch erweitert werden“ (ebd. 2013:37).
Das von Ruth Seliger entwickelte Modell der „Leadership-Map“ soll die Komplexität der Führungsaufgabe sichtbar machen und Führungskräften helfen, diese Komplexität zu erfassen und gleichzeitig das sogenannte „Unsichtbare“, den „blinden Fleck“ in ihrem Führungsgeschehen zu erkennen. In das Modell sind viele Theorien eingearbeitet, die in dieser neuen Verbindung der „Leadership-Map“ andere Sichtweisen auf Führung ermöglichen sollen. Die „Leadership-Map“ bildet drei Dimensionen von Führung ab:
• Führen als Praxis,
• Führen als Prozess,
• Führen als Profession (vgl. ebd. 2013: 39).
1 Einleitung: Die Einleitung definiert die Bedeutung von Leitung in Kindertageseinrichtungen als Schlüsselposition und thematisiert das Spannungsfeld zwischen komplexen Aufgaben und der Praxis einer „Mangelverwaltung“.
2 Führen und Leiten: Dieses Kapitel gibt einen theoretischen Überblick über verschiedene Führungsstile, Führungstheorien und moderne Ansätze wie das Modell der „Leadership-Map“.
3 Führen und Leiten in Organisationen der Sozialen Arbeit: Hier werden die Merkmale von Organisationen analysiert und die Notwendigkeit von Leitung zur Strukturierung von Aufgaben und Prozessen in sozialen Einrichtungen begründet.
4 Die Organisation Kindertagesstätte: Das Kapitel beleuchtet den gesetzlichen Rahmen sowie das moderne Bild vom Kind als Akteur seiner eigenen Entwicklung als Grundlage für pädagogisches Handeln.
5 Führen und Leiten in der Kindertagesstätte: Ein umfassendes Kapitel, das die Bereiche Personalmanagement, Organisationsentwicklung und Qualitätsentwicklung als zentrale Aufgaben von Kita-Leitungen detailliert darlegt.
6 Der Dienstplan als Führungsinstrument in der Kindertagesstätte: Dieses Kapitel stellt den Dienstplan als zentrales Kommunikations- und Organisationsinstrument vor und diskutiert dessen Bedeutung für die pädagogische Qualität.
7 Schlussfolgerungen und Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die Bedeutung von Leadership in Kitas und plädiert für die bewusste Nutzung des Dienstplans als wirksames Instrument der Führung.
Kindertagesstätte, Kita-Leitung, Führungsinstrument, Dienstplanung, Personalmanagement, Organisationsentwicklung, Teamentwicklung, Qualitätsentwicklung, Pädagogische Qualität, Leadership, Personalbedarf, Fachkraft-Kind-Relation, Sozialmanagement, Führungstheorie, Strukturqualität.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle der Leitung in Kindertageseinrichtungen und untersucht, wie der Dienstplan gezielt als Führungsinstrument genutzt werden kann.
Die zentralen Themen umfassen Personalmanagement, Organisationsentwicklung, Qualitätsmanagement sowie die theoretische Fundierung von Führung in sozialen Organisationen.
Das Ziel ist es, Kita-Leitungen Wege aufzuzeigen, wie sie durch eine strategische Dienstplanung Führungsaufgaben besser bewältigen und die pädagogische Arbeit unterstützen können.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse führungstheoretischer Inhalte sowie einer fundierten Auseinandersetzung mit einschlägigen Fachpublikationen, Studien und gesetzlichen Rahmenbedingungen.
Der Hauptteil vertieft das Verständnis von Führung und Organisation im Kita-Kontext und leitet daraus konkrete Anforderungen an das Personalmanagement und die Organisationsentwicklung ab.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kita-Leitung, Dienstplanung, Personalmanagement, Qualitätsentwicklung und Leadership charakterisiert.
Die Arbeit definiert den Dienstplan als ein „Kommunikationsinstrument der Personaleinsatzplanung“, das nicht nur Arbeitszeiten festlegt, sondern aktiv zur Gestaltung der Teamkultur und Sicherung der pädagogischen Qualität beiträgt.
Die „Leadership-Map“ dient als hilfreiches Modell, um die komplexe Führungsaufgabe in die drei Dimensionen Praxis, Prozess und Profession zu unterteilen und Führungskräften eine Orientierung im Alltag zu geben.
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