Bachelorarbeit, 2017
71 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Rechtsgrundlage der Umverteilung
3 Der Haushalt der EU
3.1 Grundzüge
3.2 Einnahmenseite des EU-Haushalts
3.3 Ausgabenseite des EU-Haushalts
4 Instrumente der Umverteilung
4.1 GAP – Gemeinsame Agrarpolitik der EU
4.1.1 Marktordnungen und Marktstützung
4.1.2 Einkommensbeihilfen
4.1.3 Entwicklung des ländlichen Raums
4.2 ESIF - Europäische Struktur- und Investitionsfonds
4.2.1 EFRE – Europäischer Fonds für regionale Entwicklung
4.2.2 ESF – Europäischer Sozialfonds
4.2.3 KF – Kohäsionsfonds
4.2.4 ELER – Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes
4.2.5 EMFF – Europäischer Meeres- und Fischereifonds
5 Zahlungsströme
5.1 Einzahlungen nach Mitgliedsstaaten
5.2 Auszahlungen nach Mitgliedsstaaten
5.3 Nationale Salden und operative Haushaltssalden gegenüber dem EU-Haushalt – Nettozahler und Nettozahlungsempfänger
6 Konvergenz oder Divergenz? Haben die Umverteilungsmaßnahmen der EU Erfolg?
6.1 Theoretische Strömungen und Empirie
6.2 Absolutes und relatives Wachstum des BIP pro Kopf der EU Mitgliedsstaaten
6.3 Nachweis von Sigma-Konvergenz mit Hilfe der Lorenzkurve und des Gini-Koeffizienten
6.4 Nachweis von Beta-Konvergenz mit Hilfe des Korrelationskoeffizienten
7 Fazit
Die Bachelorarbeit analysiert die Umverteilung von finanziellen Mitteln innerhalb der Europäischen Union im Zeitraum 2000 bis 2015. Ziel ist es, die Kriterien der Mittelherkunft und die eingesetzten Instrumente der Umverteilung zu beleuchten sowie deren Erfolg im Hinblick auf wirtschaftliche Konvergenz zu bewerten.
4.1 GAP – Gemeinsame Agrarpolitik der EU
Die GAP wurde 1962 eingeführt als Partnerschaft zwischen der Landwirtschaft und der Gesellschaft, als Bindeglied zwischen Europa und seinen Landwirten. Damals wie heute hat die GAP zwei Hauptziele: Einerseits wird eine Verbesserung der Produktivität der Landwirtschaft angestrebt, damit der Verbraucher mit bezahlbaren Nahrungsmitteln versorgt werden kann und andererseits sollen die Landwirte ein angemessenes Einkommen erzielen können.
Die Landwirtschaft hat relativ gesehen eine geringe gesamtwirtschaftliche Bedeutung und trägt im EU-Durchschnitt weniger als zwei Prozent zur gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung bei. Dass die EU trotzdem in den Agrarmarkt eingreift, wird mit mehreren Punkten begründet:
Zum einen kann es durch Besonderheiten bei den Elastizitäten der Preise und der Nachfrage bei Produktivitätssteigerungen dazu kommen, dass sich das Pro-Kopf-Einkommen in der Landwirtschaft verringert und hinter der Einkommensentwicklung in anderen Wirtschaftssektoren zurückbleibt.
Zum anderen ist die landwirtschaftliche Erzeugung im Gegensatz zur industriellen Fertigung stark von Umweltfaktoren wie Witterungseinflüssen und Schädlingsbefall abhängig. Das kann zu Outputschwankungen und in der Folge zu Preisausschlägen auf den Agrarmärkten führen. Kurzfristige Produktionsanpassungen sind aufgrund des Vegetations- und Erntezyklus nicht möglich.
Als dritter Punkt sind noch die Externalitäten zu nennen. Hierbei handelt es sich um positive Effekte, die marktlich nicht berücksichtigt werden, aus gesellschaftlicher Sicht aber wünschenswert sind. Konkret mag die Flächenbewirtschaftung in einer Bergregion aus individueller Sicht des Landwirts nicht rentabel erscheinen, aus gesellschaftlicher Sicht kann sie aber dazu beitragen, Bodenerosion zu verhindern und das gewünschte Landschaftsbild zu erhalten.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung des Zusammenhalts in der EU ein und definiert die Forschungsfragen der Arbeit zum Zeitraum 2000 bis 2015.
2 Rechtsgrundlage der Umverteilung: Dieses Kapitel erläutert die primärrechtlichen Grundlagen, insbesondere den Vertrag von Lissabon, sowie die strategischen Ziele der Europa 2020-Strategie.
3 Der Haushalt der EU: Es werden die Funktionsweise, Einnahmenquellen (Eigenmittel) und Ausgabenbereiche des EU-Haushalts detailliert dargelegt.
4 Instrumente der Umverteilung: Dieses Kapitel stellt die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) und die Europäischen Struktur- und Investitionsfonds (ESIF) als zentrale Umverteilungsmechanismen vor.
5 Zahlungsströme: Hier erfolgt eine Analyse der Ein- und Auszahlungen sowie der daraus resultierenden Netto-Haushaltssalden der einzelnen Mitgliedsstaaten.
6 Konvergenz oder Divergenz? Haben die Umverteilungsmaßnahmen der EU Erfolg?: Das Kapitel untersucht mittels statistischer Methoden (Sigma- und Beta-Konvergenz) und der Entwicklung des BIP pro Kopf, ob sich die wirtschaftliche Lage der Mitgliedsstaaten angleicht.
7 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Bewertung der Umverteilungspolitik ab und weist auf die Grenzen der Analyse durch die Verwendung aggregierter Daten hin.
Europäische Union, EU-Haushalt, Umverteilung, Kohäsion, GAP, ESIF, Konvergenz, Divergenz, BIP pro Kopf, Gini-Koeffizient, Beta-Konvergenz, Sigma-Konvergenz, Zahlungsströme, Nettozahler, Nettoempfänger.
Die Arbeit analysiert das System der Umverteilung finanzieller Mittel innerhalb der Europäischen Union und untersucht, ob diese Maßnahmen zur wirtschaftlichen Angleichung zwischen den Mitgliedsstaaten beigetragen haben.
Zentral sind der Aufbau des EU-Haushalts, die Funktionsweise der Agrar- und Strukturpolitik sowie die empirische Analyse der wirtschaftlichen Entwicklung der EU-Staaten im Zeitraum 2000 bis 2015.
Das Ziel ist es, die Kriterien der Mittelverteilung zu erläutern und zu bewerten, ob die EU ihr strategisches Ziel der Förderung des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts erreicht hat.
Die Arbeit nutzt deskriptive Statistiken und mathematische Konzepte zur Konvergenzmessung, wie den Gini-Koeffizienten, die Lorenzkurve und Korrelationsanalysen (nach Bravais-Pearson), um wirtschaftliche Daten auszuwerten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Rechtsgrundlagen und des Haushalts, die detaillierte Beschreibung der Fördermittel-Instrumente, die Analyse der Zahlungsströme und eine ökonomische Prüfung von Konvergenz- und Divergenztheorien.
Wichtige Begriffe sind Umverteilung, Konvergenz, EU-Haushalt, Kohäsion, GAP, ESIF sowie die statistischen Indikatoren wie BIP pro Kopf und Gini-Koeffizient.
Es dient als Erfolgsindikator, um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und den Wohlstand innerhalb der unterschiedlichen Mitgliedsstaaten im Zeitverlauf vergleichbar zu machen.
Während die Sigma-Konvergenz die Reduktion der Streuung des BIP pro Kopf um den Mittelwert misst, prüft die Beta-Konvergenz, ob ärmere Staaten tendenziell höhere Wachstumsraten aufweisen als reichere Staaten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

